MechaniXnews – 12.06.2020

Der Stratos ist zurück

Der Lancia Stratos gehörte zu den aufregendsten Sportwagen der 1970er-Jahre. Mit V6-Mittelmotor von Ferrari, extremer Keilform und abenteuerlicher Fahrdynamik machte er vor allem auf Rallye-Pisten Furore. Nun ist er wieder da – zumindest in ganz ähnlicher Gestalt. Die Neukonstruktion des italienischen Herstellers MAT (Manifattura Automobili Torino) wurde bereits 2010 als Prototyp gezeigt und wird nun in einer limitierten Auflage von nur gerade 25 Exemplaren gebaut. Der Zweisitzer mit der Stahlrohrrahmen-Carbon-Karosserie ist mit einem 4,3-l-V8-Motor ausgestattet, eine modifizierte Version des F430-Triebwerks, das nun mit 545 PS aufwartet. Die 100-km/h-Marke soll aus dem Stand in nur 3,3 s erreicht sein, und als Topspeed nennt der Hersteller 270 km/h.

MechaniXnews – 10.06.2020

Nachrüst-Abbiegeassistent von Mercedes und Setra

Nach dem vollintegrierten Abbiegeassistent für LKW und Busse bieten Mercedes-Benz und Setra ab sofort zusätzlich Abbiege-Unterstützung zur Nachrüstung für nahezu alle Lastwagen und Omnibusse der beiden Marken an. Die radarbasierten Abbiegeassistenten tragen in erster Linie zum Schutz von Fussgängern, Velofahrern und E-Scooter-Benutzern bei. Sie unterstützen den Chauffeur im Stadtverkehr, besonders weil sich Fussgänger und Zweiradfahrer, die sich seitlich des Fahrzeugs befinden, oft nicht bewusst sind, dass ein LKW- oder Busfahrer sie womöglich nicht sehen kann. Für schwere Nutzfahrzeuge werden Abbiegeassistenten in der EU ab 2022 für neue Fahrzeugtypen und zwei Jahre später für alle bereits existierenden Baumuster verpflichtend vorgeschrieben. 

MechaniXnews – 08.06.2020

30 Jahre E-Antrieb

Während die einen Autohersteller eben erst begonnen haben, Elektrofahrzeuge zu bauen, haben andere schon eine lange Tradition auf diesem Gebiet. Hyundai beispielsweise stellte schon 1991 mit dem Sonata Electric Vehicle das erste Elektro-Konzeptfahrzeug vor: mit einer Bleibatterie, 70 km Reichweite und einer Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h. 1995 folgte mit der Eröffnung des Forschungs- und Entwicklungszentrums in Namyang, Südkorea, der nächste Schritt in der Entwicklung von E-Autos. In diesen Zeitraum fallen auch die ersten Experimente mit Hybridantriebssystemen, und schon 1998 begann die Entwicklung von Brennstoffzellen-Elektrofahrzeugen. Erster Prototyp war der Santa Fe Fuel Cell EV des Jahres 2000. Hyundai erklärte 2020 zum Jahr der Elektrifizierung, mit dem Ziel, drei Viertel der europäischen Modellpalette mit elektrifizierten Modellen anzubieten.

MechaniXnews – 05.06.2020

Produktionsschluss für den grossen V8

Am 1. Juni hat ein Team von sieben Mitarbeitern im Bentley-Werk in Crewe den allerletzten V8 der L-Serie zusammengebaut. Installiert wird das Power-Aggregat den dreissigsten und letzten Mulsanne – mit dem Beinamen 6.75 Edition by Mulliner. Damit verschwindet ein Benzinmotor, der 1959 erstmals gefertigt wurde. Obwohl das V8-Konzept in den sechs Jahrzehnten unverändert geblieben und der Hubraum nur von 6,2 auf 6,75 l vergrössert wurde, haben die Engländer die Maschine laufend der Zeit angepasst, so dass heute kein Bauteil mehr gleich ist wie beim Produktionsstart für den Bentley S2 mit 182 PS. Auch die Leistung ist nicht mehr vergleichbar: Die moderne Biturboversion liefert im Mulsanne Speed 1100 Nm und 535 PS. 

MechaniXnews – 03.06.2020

Modulare Plattform für Elektrofahrzeuge

REE Automotive und Zulieferer KYB Corporation werden im Rahmen einer strategischen Partnerschaft Antrieb und Radaufhängungen für zukünftige Elektrofahrzeug-Plattformen entwickeln. Die Expertise von REE, einem wegweisenden Technologieunternehmen bei Plattformen für Elektrofahrzeuge und vom grossen Hydraulikhersteller KYB soll den Güter-, Personen- und Dienstleistungsverkehr mit Hilfe eines revolutionären Designs für Elektrofahrzeuge grundlegend verändern. Es wird eine neue Ebene der Aufhängungstechnik innerhalb des REE-Design-Konzeptes geschaffen, die alle Antriebsstrangkomponenten des Fahrzeugs – Lenkung, Bremsen, Aufhängung, E-Motor – in das Rad integriert. Damit ergibt sich eine Plattform, die fast beliebige Aufbauten ermöglicht.

MechaniXnews – 01.06.2020

Wachsende Hybridpalette bei BMW

Mit der Einführung der 48-V-Mildhybridtechnik in weiteren Modellreihen gelingt es BMW, die Verbrauchs- und Emissionswerte in der Fahrzeugflotte weiter zu reduzieren. Ab kommendem Sommer werden in 33 Modellen durch den Einsatz eines leistungsstarken Starter-Generators und einer zusätzlichen Batterie die Effizienz und die Dynamik des Antriebs optimiert. Dies gilt auch für die neuen Sechszylinder-Dieselmotoren in den Modellreihen 7 sowie X3 bis X7. Zwei weitere Antriebsvarianten stehen ab Juli für das 2er Gran Coupé zur Auswahl. In zahlreichen Plug-in-Hybridmodellen sorgt die neue Funktion e-Drive Zone bei der Einfahrt in die Umweltzonen vieler Städte für einen automatischen Wechsel in den rein elektrischen Betriebsmodus. 

MechaniXnews – 29.05.2020

Kriselnde Allianz wird neu geordnet

Vor wenigen Tagen haben die Markenverantwortlichen der Allianzpartner Renault, Nissan und Mitsubishi bekanntgegeben, dass die derzeit schlechte Ertragslage durch eine Neustrukturierung der Organisation verbessert werden soll. Mit mehr regional orientierten Auftritten und einer radikal vereinfachten Plattformenstrategie wollen die drei Marken wieder auf Erfolgskurs kommen. Pro Fahrzeugsegment sollen in Zukunft ein Mutterfahrzeug (Leader Car) sowie Schwesterfahrzeuge vom leitenden Unternehmen entwickelt werden. Gestern wurde nun der erste konkrete Massnahmenschritt bekannt: Nissan will sich künftig verstärkt auf die asiatischen Märkte konzentrieren und schliesst daher das Werk Barcelona, wo rund 2800 Mitarbeiter beschäftigt sind. Das britische Werk Sunderland wird dagegen weiter produzieren.

MechaniXnews – 27.05.2020

FCA mit Vehicle-to-Grid-Projekt

Fiat Chrysler Automobiles (FCA) und Engie EPS arbeiten in einem Projekt zusammen, das eine intelligente Ladeinfrastruktur für die Interaktion zwischen Elektroauto und öffentlichem Stromnetz zum Ziel hat. Das Vehicle-to-Grid-Projekt (V2G) ergänzt ein Abkommen, das FCA im September 2019 mit dem Energieversorger Terna geschlossen hat. Nun haben im Turiner FCA-Werk Mirafiori die Arbeiten an der ersten Phase des Pilotprojekts begonnen. Die Interaktion mit den rein elektrisch angetriebenen Fahrzeugen von FCA soll dereinst das Stromnetz stabilisieren. Dabei wird die in den Batterien parkierter Autos gespeicherte Energie kurzfristig dem öffentlichen Netz zur Verfügung gestellt. So lassen sich die Betriebskosten der Autos senken und gleichzeitig ein nachhaltigeres Elektrizitätssystem realisieren.

MechaniXnews – 25.05.2020

Italienisches Design für die ganze Welt

Am Freitag vergangener Woche feierte das Karosserieunternehmen Pininfarina den 90. Geburtstag. Stolz verweist das Haus auf den 22. Mai 1930, als Battista Farina – bekannt als Pinin – die Gründungsurkunde der Carrozzeria Pinin Farina unterschrieb. Erstes Produkt des drei Generationen umfassenden Familienunternehmens war das Modell Lancia Dilambda. Bekannt wurden auch zahlreiche Einzelstücke wie beispielsweise die Kombiversion des Fiat 130 (Bild). Aufgrund des aktuellen Coronaschlamassels wurden die geplanten Festivitäten zum Jubiläum in Turin und Pebble Beach auf 2021 verschoben. Neu ist Pininfarina auch Partner der Automobilzulieferer Benteler und Bosch bei der Entwicklung einer modularen Plattform für Elektrofahrzeuge.

MechaniXnews – 22.05.2020

Schluss bei 180 km/h

Volvo-Modelle des Jahrgangs 2021 fahren nicht mehr schneller 180 km/h. Dies bedeutet für den schwedischen Hersteller einen weiteren Schritt auf dem Weg zu noch mehr Sicherheit im Strassenverkehr. Ausserdem können Volvo-Fahrer mit dem serienmässigen Care Key die Höchstgeschwindigkeit sogar noch weiter heruntersetzen, wenn sie ihr Fahrzeug beispielsweise an Familienmitglieder, Freunde oder Fahranfänger verleihen. Volvo Cars sieht sich in der Pflicht, die Tradition zu nutzen und Diskussionen über Massnahmen anzustossen, die Leben retten können – selbst wenn dem Unternehmen dadurch im Einzelfall sogar potenzielle Kunden verlorengehen. Schliesslich bleibt die Frage, ob der Autohersteller wirklich dem Nutzer die Entscheidung abnehmen soll, wie er schnell er maximal fahren darf.