MechaniXnews – 03.08.2020

Ersatzteile für legendäre Toyota-Modelle

Toyota will Legenden leben lassen. Das soll mit der Aufnahme der Produktion von Ersatzteilen durch die Sportabteilung Toyota Gazoo Racing gewährleistet werden. Ab sofort fertigt das Unternehmen im Rahmen des neuen Projekts GR Heritage Parts vergriffene Komponenten für die zwei Sportwagenlegenden Supra A70, die von 1986 bis 1993 entstand, und Supra A80 von 1993 bis 2002 sowie etwas später auch für den zwischen 1967 und 1970 in Kleinserie produzierten 2000 GT. Nach Herstellerangaben unterscheiden sich die neu gefertigten Bauteile lediglich durch die Kennzeichnung als GR Heritage Parts von den Toyota-Originalteilen. Weitere Details gibt es unter toyotagazooracing.com/gr/heritage

MechaniXnews – 31.07.2020

BYD bringt Elektromodell nach Europa

Mit dem rein elektrisch angetriebenen Modell Han EV, das bereits seit gut zehn Jahren in Entwicklung ist, könnte sich der chinesische Hersteller BYD erstmals mit grösseren Stückzahlen nach Europa und in die USA wagen. Speziell an diesem Modell soll die neue Batterietechnik Blade Battery sein, die mit Speicherkapazitäten von 65 respektive 77 kWh für Reichweiten von 500 und 600 km sorgt und sicherer sowie kostengünstiger sein soll als herkömmliche Akkus. Laut Hersteller erreicht der Han EV Tempo 100 km/h aus dem Stand in weniger als 4 s. Nach dem Marktstart des Han EV in China, der in diesen Tagen erfolgt, will BYD zuerst mit dem SUV-Modell Tang EV nach Europa kommen – für Januar 2021 ist die Lancierung in Norwegen geplant. Der Han EV folgt etwas später.

MechaniXnews – 29.07.2020

Das Superleichtgewicht

Der Donkervoort D8 GTO JD70 wurde als Hommage für Unternehmensgründer Joop Donkervoort anlässlich seines 70. Geburtstags entwickelt. Mit der seit langem geplanten Bare Naked Carbon Edition (BNCE) ist nun eine zusätzliche Variante gezeigt worden. Die Bare Naked Carbon Edition ist mit transparenter oder farbiger Lackierung erhältlich. Sie verleiht dem GTO JD70 eine kunstvolle Textur und zeigt die Carbon-Kompetenz des kleinen Herstellers: Nur gerade 700 kg wiegt der abenteuerliche Zweisitzer. In Verbindung mit dem 2,5-l-Fünfzylindermotor des Audi TT RS, der hier 520 Nm und 415 PS liefert, und dem 5-Gang-Handschaltgetriebe ergeben sich extreme Fahrleistungen: Tempo 100 ist aus dem Stand schon in 2,7 s erreicht.

MechaniXnews – 27.07.2020

Wärmeleitfähiges Elastomer für effiziente Elektroautos

In der Regel kombinieren Werkstoffe elektrische und thermische Leitfähigkeit oder sie isolieren sowohl gegen Stromfluss als auch gegen Wärme. Zulieferer Freudenberg hat nun ein Material entwickelt, das die scheinbar gegensätzliche Eigenschaften vereint. Es leitet Wärme gut, ist aber elektrisch isolierend. Genutzt werden soll das neuartige Material vor allem in Bauteilen für Elektroautos. Freudenberg denkt, dass die Ladedose eines EV eine erste Serienanwendung werden könnte. Auch für den Akku eröffnen die thermisch leitfähigen Elastomere neue Perspektiven, denn die Stromschienen, mit denen Akkumodule und Leistungselektronik verschaltet werden, produzieren bei schnellem Laden oder hohen Fahrleistungen viel Abwärme.

MechaniXnews – 24.07.2020

Dreimotorig elektrisch

Im neuen e-tron S setzt Audi drei Elektromotoren ein, zwei davon an der Hinterachse. Dank intelligenter Antriebsregelung kann damit die Fahrsicherheit und vor allem die Fahrdynamik auf ein neues Niveau gehoben werden. Zentral ist neben dem Allradantrieb das elektrische Torque Vectoring mit aktiver und vollvariabler Momentenverteilung an der Hinterachse. Ein Differenzial gibt es nicht, dafür je ein 1-Gang-Getriebe für beide Motoren. Bis maximal 973 Nm und 370 kW können so exakt abgestimmt auf alle Räder übertragen werden, und beim Kurvenfahren unterstützen die Hinterräder die Lenkung. Bei entspannter Geradeausfahrt wird das Fahrzeug allein von den hinteren Motoren angetrieben.

MechaniXnews – 22.07.2020

Azubi Car 2020 heisst Slavia

Mit dem bereits siebten Azubi Car wollen 31 Auszubildende der Skoda-Berufsschule Historie und Moderne verbinden. Der Zweisitzer Slavia, der mit seinem Namen an die ersten Fahrräder von Václav Laurin und Václav Klement erinnert, wurde von der ersten Zeichnung bis zum Aufbau des Einzelstücks von Azubis erstellt, selbstverständlich mit kräftiger Unterstützung der Ausbildner und Experten aus den Bereichen Design, Entwicklung und Produktion. Mehr als in der Serienversion Scala sorgt bei der Spider-Variante das markante Design für einen sehr emotionalen Auftritt. Den Antrieb des Slavia übernimmt der 1,5-l-TSI zusammen mit dem 7-Gang-DSG. Ebenfalls vom Serienmodell übernommen wurden das Fahrwerk und die Assistenzsysteme, und die 20-Zoll-Räder stammen von Kodiaq RS.

MechaniXnews – 20.07.2020

Nomen est omen

Nach dem Zusammenschluss von Fiat Chrysler Automobiles (FCA) und der Groupe PSA haben sich die beiden 50:50-Fusionspartner auf einen neuen Namen geeinigt: Der Konzern heisst Stellantis. Dieser Begriff geht auf das lateinische Verb stellare (dt: mit Sternen bedecken) zurück. Der Name soll die reiche Geschichte der Gründungsunternehmen würdigen, der Bezug zur Astronomie an den Geist des Optimismus erinnern. Stellantis wird jedoch ausschliesslich auf Konzernebene als Unternehmensmarke verwendet. Der Abschluss des Mergers erfolgt voraussichtlich im ersten Quartal 2021 – vorbehaltlich der üblichen Abschlussbedingungen, einschliesslich der Genehmigung durch die Aktionäre beider Unternehmen und der Erfüllung der kartellrechtlichen Anforderungen. 

MechaniXnews – 17.07.2020

Nanofasern für reine Luft

Die Qualität der Innenraumluft spielt eine grosse Rolle für das Wohlbefinden im Auto. Bei BMW startete 1990 der Partikelfilter flächendeckend im Angebot, und seit 1998 kommen Kombifilter zum Einsatz, die Aktivkohlefilter und Partikelfilter vereinen. Feinstaubfilter sind seit einigen Jahren im Einsatz. Bei dieser Filtertechnik werden neben Feinstaub auch Russ und bestimmte mikrobielle Partikel aus der Luft gefiltert. Einen nächsten Schritt stellen Innenraumfilter mit Nanofaser-Filtertechnik dar. Mit diesen lassen sich neben Ultrafeinstaub auch mikrobielle Partikel und Allergene vom Fahrzeuginneren fernhalten. Ab Herbst dieses Jahres kommt die Nanofasertechnik erstmals in einem Rolls Royce zum Einsatz, und Anfang 2021erfolgt ein breites Ausrollen über die BMW-Baureihen.

MechaniXnews – 15.07.2020

Kolben aus dem 3-D-Drucker

Schon bisher kam die 3-D-Drucktechnik bei Porsche im Prototypenbau, in der Ersatzteilfertigung für Sportwagenklassiker und in weiteren Bereichen zur Anwendung. Erstmals stammen nun auch Kolben aus dem 3-D-Drucker. Die hochbelasteten Teile kommen im Sechszylinder-Boxermotor des 911-Topmodells GT2 RS zum Einsatz. Der 3-D-Druck ermöglicht es, die Kolben mit einer der Belastung entsprechend optimierten Struktur herzustellen. Dadurch wiegen die Kolben aus dem Vorentwicklungsprojekt 10% weniger als die geschmiedeten Serienkolben. Zudem verfügen sie über einen integrierten und geschlossenen Kühlkanal im Kolbenboden, der mit herkömmlichen Verfahren nicht herstellbar gewesen wäre. Die im sogenannten Laser-Metall-Fusion-Verfahren (LMF) aus hochreinem Metallpulver gefertigten Kolben wurden mit den Partnern Mahle und Trumpf entwickelt.

MechaniXnews – 13.07.2020

Erster Aston Martin «made in Wales»

Gut vier Jahre nach der Ankündigung des englischen Sportwagenbauers Aston Martin, in St. Athan, Wales, ein neues Werk für den Bau eines SUV zu errichten, lief nun der erste DBX vom Produktionsband. Rund 80 Prozent der Gesamtproduktion kommen Aston-Schätzungen zufolge in den Export. Das 5039 mm lange und 2245 kg schwere Aluminium-Auto ist mit einem 4-l-V8-Biturbomotor ausgestattet, der 550 PS leistet und ein Maximaldrehmoment von 700 Nm liefert. Via 9-Gang-Automatikgetriebe gelangt die Antriebskraft auf alle vier Räder. Mit dem grossen und luxuriös ausgestatteten Innenraum will Aston Martin auch neue Kunden erreichen: solche, die sich lieber fahren lassen als selber zum Lenkrad greifen.