MechaniXnews – 20.05.2020

Fertig mit Schleudern

Ausweichmanöver auf nasser Fahrbahn endeten früher oft im Strassengraben oder an der Leitplanke, nicht selten mit schwerwiegenden Folgen. Erst eine bahnbrechende Erfindung schaffte vor 25 Jahren Abhilfe: das Elektronische Stabilitäts-Programm ESP, das Bosch und Daimler-Benz 1995 in der S-Klasse erstmals auf den Markt gebracht haben. Zum Durchbruch verhalf dem System der legendäre Elchtest 1997, bei dem ein A-Klasse-Modell von Mercedes beim Slalom-Fahren umkippte. Seitdem hält die Stabilitätsregelung Autos auch bei kritischen Fahrmanövern sicher in der Spur. Neben dem Gurt und dem Airbag gehört ESP  zu den wichtigsten Lebensrettern im Fahrzeug. Weltweit sind heute 82% aller neuen Fahrzeuge mit ESP ausgestattet, 2017 waren es 64%. 

MechaniXnews – 18.05.2020

Exklusivität garantiert

In den Werkhallen von Brabham Automotive in Adelaide, Australien, wurde vor wenigen Tagen der erste BT62 fertiggestellt. Der Supersportwagen des Rennsportspezialisten Brabham soll entweder als Rennwagen oder als Strassenfahrzeug in Australien, Europa und Neuseeland angeboten werden. Exklusivität garantiert die auf 70 handgefertigte Exemplare limitierte Serie. Angetrieben wird das schnelle Auto von einem frei saugenden 5,4-l-V8-Mittelmotor mit 666 Nm und 710 PS. Bei einem Leergewicht von 972 kg dürfen herausragende Fahrleistungen erwartet werden. Erster Kunde eines BT62 Competition ist der englische Rennstall Horsepower Racing. Das 2018 gegründete Unternehmen Brabham Automotive wird heute geführt von David Brabham, dem Sohn des erfolgreichen Formel-1-Piloten Jack Brabham.

MechaniXnews – 15.05.2020

Im Innern des McLaren GT

Das neue McLaren-Modell GT ist ein Auto, bei dem die traditionelle Gran-Turismo-Philosophie auf eine neue Art umgesetzt wird. Durch die Verbindung von mehr Komfort und Raum mit Fahrereinbindung, Dynamik und Leistung hat der GT eine eigene Identität erhalten. Neue Materialien sollen die Attraktivität steigern. So dient etwa der neue Werkstoff Superfabric, ursprünglich für Luftfahrtanwendungen entwickelt, als Verkleidung für den Boden der Gepäckablage. Dieses Gewebe ist mit einer Schicht winziger gepanzerter Schutzplättchen durchzogen, die eine erhöhte Widerstandsfähigkeit gegen Flecken, Schnitte, Kerben und Abschürfungen bieten. Die atmungsaktive, leicht zu reinigende und schnell trocknende Oberfläche des Materials ist mit einem sechseckigen Muster geprägt, um optimalen Schutz zu bieten. 

MechaniXnews – 13.05.2020

Schwedische Kooperation

Polestar, die Elektromarke von Volvo/Geely, und der schwedische Elektrofahrradhersteller Cake wollen ihre im vergangenen Jahr gestartete Markenkooperation in Europa verstärken. Die wichtigsten Gemeinsamkeiten sehen die Partner im skandinavisches Design, im elektrischen Antrieb und in der neuen Sichtweise auf Marketing, Marke und Einzelhandel. Stolz weisen die beiden Unternehmen auch auf die Zusammenarbeit mit Öhlins hin, einem führenden Hersteller von Stossdämpfern. „Polestar fühlt sich mit Cake freundschaftlich verbunden. Wir teilen die Auffassung, dass Leistung neu definiert werden muss, ebenso wie die Leidenschaft für Design“, kommentiert Thomas Ingenlath, CEO von Polestar.

MechaniXnews – 11.05.2020

Neustart bei Skoda und neues MEB-Modell

Am Skoda-Stammsitz in Mlada Boleslav ist die Montage von Hochvolt-Traktionsbatterien für PHEV-Modelle des VW-Konzerns wieder angelaufen. Die Batteriesysteme werden auf der Fertigungslinie montiert, getestet und vor dem Einbau aufgeladen. Voll auf der Elektroschiene startet Ende Jahr auch das neue Modell Enyaq iV. Das erste Serienmodell der Tschechen auf Basis des modularen Elektrobaukastens (MEB) wird mit drei Batteriegrössen und in fünf Leistungsvarianten angeboten. Die Batteriekapazität reicht von 55 bis 82 kWh, die Antriebsleistung von 109 bis 225 kW, die Reichweite von 340 bis 500 km. Angetrieben werden entweder die Hinterräder oder alle vier Räder. Gefertigt wird der Neuling ebenfalls im Stammwerk.

MechaniXnews – 08.05.2020

Lenkrad – und noch viel mehr …

Mit der neuen E-Klasse lanciert Mercedes im Sommer das kapazitive Lenkrad. In dessen Kranz befindet sich eine Zwei-Zonen-Sensormatte, die erkennt, ob die Hände des Fahrers das Lenkrad umfassen. Die in den Speichen platzierten Touch Control Buttons arbeiten ebenfalls mit digitalen Signalen. Aus der einfachen Lenkkurbel oder Lenkstange der Gründerzeit wurde in mehr als 120 Jahren eine High-Tech-Kommandozentrale, die es dem Fahrer ermöglicht, präzise zu lenken und gleichzeitig viele Komfort- und Assistenzsysteme bequem und sicher zu bedienen. Weil Optik und Haptik von grosser Bedeutung sind, müssen Entwickler und Designer eng zusammenarbeiten. Schliesslich entsteht die emotionale Bindung zu einem Auto nach Ansicht der Mercedes-Entwickler über den Tastsinn der Hände.

MechaniXnews – 06.05.2020

Preziosen aus dem Elsass

Im Atelier im elsässischen Molsheim hat auch Bugatti die Fertigung seiner Supersportwagen wieder aufgenommen. Unter strengen Auflagen arbeitet die Belegschaft an den Modellen Chiron und Divo. «Wir werden alles dafür tun, dass unsere Mitarbeiter sicher arbeiten können. Dort, wo es möglich ist, können sie weiterhin im Homeoffice arbeiten, so dass sich möglichst wenig Mitarbeiter am Standort aufhalten», erklärt Stephan Winkelmann, Präsident von Bugatti. «Mit Hilfe der Schutzmassnahmen fertigen wir endlich wieder Fahrzeuge von Hand. Das ist ein wichtiges Zeichen für die gesamte Belegschaft und für unsere Kunden.» Jeder Mitarbeiter erhält beim Betreten des Werks eigene Schutzmasken, die er auf dem gesamten Gelände und in den Arbeitsräumen tragen muss. Zudem werden Mitarbeiter angehalten, ihr Werkzeug vor und nach dem Gebrauch gründlich zu reinigen.

MechaniXnews – 04.05.2020

Elektrisch schon vor 30 Jahren

Nach zwei lähmenden Monaten der Krise setzen erste Autohersteller nun ihre Fertigungsbänder wieder in Gang. In den PR-Abteilungen der Hersteller und Importeure dagegen wird häufig noch in den Archiven nach interessanten Geschichten gesucht. Und davon gibt es nicht wenige. Eine davon spielt im Mai 1990. Dann nämlich hat Mercedes auf der Hannover Messe einen auf Elektroantrieb umgerüsteten 190er (W 201) präsentiert. Dieser diente der Erprobung unterschiedlicher Antriebskonfigurationen und Batteriesysteme. Als Energiespeicher wurden Natrium-Nickelchlorid- und Natrium-Schwefel-Hochenergiebatterien installiert. Im März 1991 kam dann beim Genfer Autosalon ein weiterentwickeltes Modell – mit je einem 16-kW-Elektromotor pro Hinterrad. Das Mehrgewicht gegenüber einem Serienfahrzeug mit Verbrennungsmotor bezifferte Mercedes mit 200 kg. 

MechaniXnews – 01.05.2020

Als Hybrid ins fünfte Jahrzehnt

Beim Genfer Autosalon 1980 feierte der Fiat Panda Weltpremiere, nun fährt er mit hybridisiertem Antrieb ins fünfte Jahrzehnt. Als Panda 30 und Panda 45 kam er mit Zwei- oder Vierzylindermotor, 4-Gang-Getriebe und Vorderradantrieb ins Angebot. Entworfen wurde die nur 3,38 m lange Karosserie von Designer Giorgetto Giugiaro. Obwohl nur zweitürig, bot das «Bärchen» der ersten Generation schon damals fünf Personen Platz. Heute präsentiert sich der Panda auch mit einem dreizylindrigen 1-l-Benzinmotor und riemengetriebenem 12-V-Starter-Generator-Starter (70 PS). Daneben sind Benzin- und Erdgasversionen zu haben, selbst auf Allradantrieb muss im neuen, fünftürigen Modell nicht verzichtet werden.

MechaniXnews – 29.04.2020

Neuer Direktor der Geneva International Motor Show

Der Stiftungsrat des Genfer Automobilsalons GIMS (Geneva International Motor Show) hat Sandro Mesquita einstimmig zum neuen Generaldirektor ab 1. Mai 2020 ernannt. Der 45-jährige Mesquita, ein Marketing- und Kommunikationsspezialist mit Abschlüssen an den Universitäten Lugano und Los Angeles (UCLA), bringt eine 15-jährige Erfahrung in der Telekommunikations- und Energiebranche mit. Er folgt auf Olivier Rihs, der 2019 als Nachfolger von André Hefti die GIMS-Direktion übernahm, jedoch nach seiner Kündigung im November und der Absage der 2020er-Auflage keinen einzigen Salon in Alleinregie durchführte. Man kann nun gespannt sein, wie Mesquita den traditionsreichen Autosalon in den Palexpohallen weiterführt.