MechaniXnews – 13.07.2020

Erster Aston Martin «made in Wales»

Gut vier Jahre nach der Ankündigung des englischen Sportwagenbauers Aston Martin, in St. Athan, Wales, ein neues Werk für den Bau eines SUV zu errichten, lief nun der erste DBX vom Produktionsband. Rund 80 Prozent der Gesamtproduktion kommen Aston-Schätzungen zufolge in den Export. Das 5039 mm lange und 2245 kg schwere Aluminium-Auto ist mit einem 4-l-V8-Biturbomotor ausgestattet, der 550 PS leistet und ein Maximaldrehmoment von 700 Nm liefert. Via 9-Gang-Automatikgetriebe gelangt die Antriebskraft auf alle vier Räder. Mit dem grossen und luxuriös ausgestatteten Innenraum will Aston Martin auch neue Kunden erreichen: solche, die sich lieber fahren lassen als selber zum Lenkrad greifen.

MechaniXnews – 10.07.2020

Kobalt aus Marokko

Nachhaltigkeit und Versorgungssicherheit sind wichtige Faktoren für die Elektromobilität. Je stärker sich die Elektrifizierung des Antriebs durchsetzt, desto mehr verschiebt sich der Fokus bei der CO2-Reduzierung auf die vorgelagerte Wertschöpfung. BMW kauft den für Batteriezellenproduktion wichtigen Rohstoff Kobalt künftig direkt ein. Kürzlich hat das Unternehmen dafür einen 5-Jahre-Liefervertrag mit dem marokkanischen Bergbau-Unternehmen Managem unterzeichnet. Das Vertragsvolumen beträgt rund 100 Millionen Euro. Damit deckt BMW rund ein Fünftel des Kobalt-Bedarfs für die fünfte Generation ihrer elektrischen Antriebe ab. Der Autohersteller betont, dass für die Kobalt-Gewinnung durch die Managem-Gruppe «höchste Ansprüche in Bezug auf Nachhaltigkeit» gelten. Die übrigen vier Fünftel des Kobalt-Bedarfs beziehen die Bayern aus Australien.

MechaniXnews – 08.07.2020

Brennstoffzellen-Lastwagen auf der Anreise

Die Hyundai Motor Company kündigt die Verschiffung der ersten zehn Elektrolastwagen Hyundai XCient Fuel Cell für den Einsatz in der Schweiz an. Dabei handelt es sich um die weltweit ersten in Serie produzierten schweren Nutzfahrzeuge mit Brennstoffzellen-Elektroantrieb. Hyundai plant für dieses Jahr den Einsatz von 50 XCient in der Schweiz. Der kommerzielle Einsatzbeginn ist auf September angesetzt. Bis 2025 sollen 1600 dieser lokal emissionsfreien H2-Lastwagen in Verkehr gesetzt werden. Das Fahrzeug verfügt über ein 190-kW-Brennstoffzellensystem. Eine Tankfüllung erfolgt in 8 bis 20 Minuten und ermöglicht eine Reichweite von rund 400 km. Zurzeit entwickeln die Koreaner ein Zugfahrzeug mit einer Reichweite von 1000 km pro Tankfüllung.

MechaniXnews – 06.07.2020

Mehr und trotzdem weniger CO2

Laut Bundesamt für Energie (BFE) lag der CO2-Ausstoss neuer Schweizer Personenwagen im vergangenen Jahr bei 138,1 g/km – also 0,3 g/km höher als 2018, obwohl die Neufahrzeuge 2019 auf der Strasse verbrauchsärmer geworden sind. Dies liegt in erster Linie an der flächendeckenden Einführung des neuen Prüfzyklus WLTP, der bei vergleichbaren Modellen auf dem Papier zu höheren CO2-Emissionen führt. Christoph Wolnik von der Importeurenvereinigung Auto Schweiz kommentiert: «Wenn die Messung per WLTP erfolgt und in den NEFZ 2.0 zurückgerechnet wird, liegen die CO2-Emissionen laut BFE rund 5 bis 6 Prozent höher als bei einer direkten Messung im NEFZ.» Die im Vergleich zum Vorjahr von 31,7 auf 78,1 Millionen Franken gestiegenen Sanktionszahlungen rühren von der Erhöhung des Betrages für die ersten 3 g/km über dem Zielwert her.

MechaniXnews – 03.07.2020

Maserati bringt den Hochleistungsmotor Nettuno

Die sportliche Fiat-Tochter Maserati startet mit einem innovativen Triebwerk in eine neue Ära. Der 3-l-V6-Biturbomotor wird den künftigen Supersportwagen MC20 antreiben, der im September Weltpremiere feiert. Der 90°-V6 liefert ab 3000/min ein Drehmoment von 730 Nm und bei 7500/min eine Höchstleistung von 630 PS. Ein spezielles Merkmal ist das Vorkammer-Verbrennungssystem mit Doppelzündung. Diese Technik ist aus der Formel 1 bekannt. Sie ermöglicht eine sichere Verbrennung sehr mageren Gemischs und eine Verschiebung der Klopfgrenze, also eine höhere Verdichtung und damit einen Wirkungsgradgewinn, der zur Anhebung der Maximalleistung genutzt werden kann. Selbstverständlich verfügt der DOHC-Motor über eine variable Ventilsteuerung.

MechaniXnews – 01.07.2020

Induktives Laden von Elektro-Taxis

In Oslo, wo heute schon ein Grossteil der Autos elektrisch angetrieben wird, beginnt mit dem induktiven Laden ein neuer Abschnitt der Elektromobilität. In einer Partnerschaft mit der Stadt setzt Jaguar Land Rover dort i-Pace-Taxis ein, deren Batteriepakete sich kontaktlos aufladen lassen. Jaguar liefert in der ersten Versuchsphase 25 Fahrzeuge. Partner im Projekt Electricity sind der Taxibetreiber Cabonline, der Ladesäulenbetreiber Fortum Recharge, das Technologie-Unternehmen Momentum Dynamics sowie die Stadt Oslo. An den zentralen Haltebuchten sind Ladeplatten mit Ladeleistungen von 50 bis 75 kW im Boden eingelassen. So ist es möglich, dass die am Taxistand auf Kundschaft wartenden Fahrzeuge beim Vorrücken kontaktlos und bequem Strom tanken können.

MechaniXnews – 29.06.2020

Technologie-Campus für 3-D-Druck eröffnet

Vergangene Woche hat BMW den neuen Additive Manufacturing Campus offiziell eröffnet. Der Campus vereint die Produktion von Prototypen- und Serienbauteilen, die Forschung an neuen 3-D-Drucktechnologien sowie die Qualifizierung von Mitarbeitern unter einem Dach. Langjährige Kooperationen mit führenden Herstellern der Branche und Hochschulen sowie die Technologie-Scoutings in der Branche ermöglichen heute den Zugang zu neusten Technologien. Im Vorentwicklungsbereich des Additive Manufacturing Campus werden neue Technologien und Werkstoffe optimiert und für den flächendeckenden Einsatz im gesamten Unternehmen vorbereitet. BMW  hat 15 Millionen Euro in den neuen Standort investiert.

MechaniXnews – 26.06.2020

Italienisch-schwedische Bremsenpartnerschaft

Der italienische Bremsenspezialist Brembo und der schwedische Elektroautobauer Polestar haben gemeinsam neue Bremsenkomponenten für das Modell Polestar 2 entwickelt. Dabei handelt es sich um einen zweiteiligen 4-Kolben-Vorderrad-Bremssattel und eine schwimmende Dual-Cast-Bremsscheibe. Das Design des Bremssattels ist von der Polestar-Linienführung inspiriert worden, so dass das Bremssystem nun beste Bremsleistung mit einem unverwechselbaren Erscheinungsbild kombiniert. Während der (kupfergold lackierte) Bremssattel vollständig aus Alu gefertigt ist, setzt sich die Bremsscheibe mit den Dimensionen 375 x 35 mm aus einer Graugussscheibe und einem Trägertopf aus Aluminium zusammen. 

MechaniXnews – 24.06.2020

E-Lastwagen mit grosser Reichweite

Der private Express- und Paketdienstleister DPD Schweiz setzt auf alternativen Antrieb. Mit der Beschaffung eines Elektro-LKW der Marke Futuricum mit einer Kapazität von 680 kWh und bis zu 760 km Reichweite berücksichtigt DPD dafür die Designwerk Products AG, Inhaberin der Marke Futuricum. Das Fahrzeug des Typs Logistics 18E soll Mitte Dezember ausgeliefert werden. Basis für den Logistics 18E ist das Volvo-Modell FH. Eingesetzt wird der E-Laster auf der Strecke dann zwischen dem DPD-Depot in Möhlin/AG und dem Verteilzentrum Buchs/ZH. Als vorgesehene Laufleistung des Futuricum Logistics 18E nennt DPD mindestens 80’000 km pro Jahr. Im Vergleich zu dieselbetriebenen Lastwagen soll der Neue rund 77 Tonnen CO2 pro Jahr sparen.

MechaniXnews – 22.06.2020

Entwicklungskooperation auf Eis gelegt

BMW und Mercedes-Benz lassen ihre Zusammenarbeit für die Entwicklung der nächsten Technologiegeneration im Bereich des automatisierten Fahrens vorerst ruhen. Die beiden grossen deutschen Autobauer haben sich nach intensiver Prüfung und im besten partnerschaftlichen Einvernehmen geeinigt, sich auf ihre jeweils bestehenden Entwicklungspfade zu fokussieren. Beide Unternehmen betonen aber, dass eine Zusammenarbeit zu einem späteren Zeitpunkt weiterhin möglich ist. Zwar passt grundsätzlich die Herangehensweise der zwei Marken in Bezug auf Sicherheit und Kundennutzen beim Thema automatisiertes Fahren gut zusammen, doch sind in den kommenden Monaten weit dringlichere – realitätsnähere – Probleme zu lösen …