MechaniXnews – 25.08.2021

Fahrwerklösungen für die autonome Mobilität

Zulieferer Schaeffler weitet sein Engagement in den Bereichen intelligenter Fahrwerksysteme in Richtung autonomer Mobilitätskonzepte aus. Auf der IAA zeigt das Unternehmen mit Space Drive 3 Add-On die dritte Generation des Steer-by-Wire-Systems, einer mehrfach redundanten Schlüsseltechnologie für das autonome Fahren. Das System überträgt Fahr- und Lenkbefehle in Form von elektronischen Signalen via Kabel auf die Räder. Als mechatronisches System zeigt Schaeffler erstmals den Hand Wheel Actuator (HWA), der das klassische Lenkrad mit mechanischer Lenksäule durch mechatronische Aktorik ersetzt. Ebenfalls neu ist die mechatronische Hinterachslenkung (iRWS), die sich durch das wesentlich geringere Systemgewicht von nur 8 kg auszeichnet und Fahrkomfort sowie Sicherheit erhöht.

MechaniXnews – 23.08.2021

Auch BMW mit Brennstoffzellenantrieb

Bei passenden Rahmenbedingungen kann die Wasserstoff-Brennstoffzellen-Technologie zur weiteren Säule für die lokal CO2-freie Mobilität werden. Davon ist auch BMW überzeugt. Zur IAA München haben die Bayern deshalb den iX5 Hydrogen entwickelt, der die Brennstoffzellentechnik mit einem BMW-eDrive-Antrieb der fünften Generation kombiniert. Der Brennstoffzellenstapel liefert eine Leistung von bis zu 125 kW, und der Elektromotor, der in Schub- und Bremsphasen die Funktion eines Generators übernimmt, ermöglicht schliesslich eine Systemleistung von 275 kW. Der Wasserstoff wird in zwei 700-bar-Tanks aus kohlefaserverstärktem Kunststoff gespeichert. Gemeinsam fassen sie knapp 6 kg H2. Das neue Modell, das sich noch im Serienentwicklungsprozess befindet, soll als Kleinserie für Erprobungszwecke im kommenden Jahr starten.

MechaniXnews – 20.08.2021

Zwei aus der speziellen Werkstatt

In einer Spezialabteilung des Bentley-Werks in Crewe entstehen zwei besonders exklusive Modelle. Der moderne, offene Bacalar Car One mit 659-PS-W12-Motor und der Speziallackierung Atom Silver Satin sowie der Blower Car One in Birkin Green, eine millimetergenaue mechanische Nachbildung des Vorkriegs-Rennwagens von Sir Henry Tim Birkin mit Jahrgang 1929 und aufgeladenem 4?-Liter-Kompressormotor mit 240 PS. Bentley Mulliner hat die Prototypen der beiden Sondermodelle nun fertiggestellt. Die ersten Kundenautos folgen exakt den technischen Prototypen, jedes hat an verschiedenen Standorten viele Haltbarkeits-, Leistungs- und Klimatests absolviert. Die Fahrzeuge der beiden Serien, die streng auf zwölf Exemplare limitiert sind, wurden von ihren zukünftigen Besitzern bis ins kleinste Detail individuell spezifiziert.

MechaniXnews – 18.08.2021

Kein Lackieren mehr

Kunststoffplatten in Kufenform verpassen den Dacia-Modelle Sandero Stepway und Duster einen kernigen Offroad-Look. Gegen die unvermeidlichen Schrammen und Kratzer aus dem automobilen Alltag verfügen diese Modelle über einen praktischen Unterfahrschutz. Dacia hat sich dabei für eine Ausführung aus durchgefärbtem Kunststoff entschieden. Das Material, aus dem der Unterfahrschutz gefertigt wird, ist bereits eingefärbt, weshalb die Optik länger bestehen bleibt. Gebrauchsspuren, die ein Unterfahrschutz mit der Zeit zwangsläufig aufweist, sind kaum sichtbar, da die Originalfarbe unverändert bleibt. Nicht zu vergessen das Sparpotenzial für die Fahrzeugbesitzer, die das Teil nach einem Kratzer nicht mehr wechseln und lackieren lassen müssen, wenn sie das Gesamtbild ihres Autos erhalten wollen.

MechaniXnews – 16.08.2021

Wasserstoffmotor ist reif für den Markt

Deutz bringt mit dem TCG 7.8 H2 seinen ersten Wasserstoff-Verbrennungsmotor auf den Markt. Der Motor erfüllt den von der EU vorgegebenen CO2-Grenzwert für Zero Emission. Die Serienproduktion des zusammen mit Technologiepartner Keyou entwickelten Motors plant Deutz für 2024. Tests auf dem Prüfstand hat das Unternehmen bereits erfolgreich abgeschlossen. Der sechszylindrige TCG 7.8 H2 baut auf einem bestehenden Motorkonzept auf. Er soll nicht nur CO2-neutral, sondern auch leise laufen und eine Leistung von 200 kW bringen. Auf den Wasserstoff-Verbrenner setzen zur Zeit auch das österreichische Entwicklungsunternehmen AVL und der US-amerikanische Zulieferer Westport Fuel Systems. Sie wollen zusammen einen extrem effizienten H2-Motor serienreif machen.

MechaniXnews – 13.08.2021

Schottische Schnapsidee

In Schottland fallen bei der Whiskyproduktion jährlich 750‘000 Tonnen Malzrückstände an. Diese werden schon länger für die Biogasgewinnung genutzt. Nun will Whisky-Hersteller Glenfiddich seine Lieferfahrzeuge mit Biogas betreiben, das direkt aus den eigenen Produktionsabfällen gewonnen wird. Im Vergleich zum Einsatz von Diesel soll der Biogaseinsatz zu einer CO2-Reduktion von mehr als 90% führen. Nach Angaben von Glenfiddich entspricht dies einer jährlichen Einsparung von 250 Tonnen CO2 pro LKW. Dieser Schritt soll dem Unternehmen dabei helfen, zusammen mit dem Rest der schottischen Whisky-Industrie bis 2040 vollständig CO2-neutral zu werden. Bis 2025 sollen dann auch sämtliche Verpackungen der schottischen Whiskey-Branche entweder wiederbenutzbar, rezyklierbar oder kompostierbar werden

MechaniXnews – 11.08.2021

Schallwellenreiter Polestar

Polestar, der schwedische Elektroableger der Marke Volvo, hat sich mit dem Robotik-Ingenieur und Musiker Moritz Simon Geist zusammengetan, um eine neue Art von Musik zu kreieren. Geist baute zunächst Roboter aus Autoteilen. Jeder Roboter extrahiert eine Klangprobe, entweder aus einem physikalischen Geräusch oder aus den sich ständig ändernden elektromagnetischen Feldern der Autoelektronik. Die Samples wurden verwendet, um Beats zu erzeugen, die Moritz in eine Eigenkomposition einfing, wobei er das Auto wie ein Instrument spielt. Die Komposition von Moritz Simon Geist wurde gestern veröffentlicht und ist hier zum Streaming verfügbar. Das Paket mit den Soundsamples wird auch auf Polestar.com zur Verfügung gestellt, damit jeder selbst mit den Beats spielen und aus den Tönen des Polestar 2 den eigenen Soundtrack erstellen kann.

MechaniXnews – 09.08.2021

Fahrerassistenten seit den 50er-Jahren

Mit der rasanten Entwicklung der Elektronik sind in jüngster Vergangenheit viele neue Fahrassistenzsysteme ins Auto eingeflossen. Die fundamentalen und daher für die Sicherheit auf der Strasse wichtigsten gibt es jedoch schon lange. Bereits in den 1950er-Jahren kamen der Bremskraftverstärker, die Servolenkung und der Tempomat. Mitte der 1980er-Jahren feierten das ABS, die Antriebsschlupfregelung ASR und die GPS-Navigation Premieren, und 1995 tauchte das erste ESP auf, die heute noch wichtigste sicherheitsrelevante Fahrerunterstützung. Fast schon selbstverständlich sind mittlerweile die Anfahrhilfe für Steigungen, die Abstandsregelung ACC, Einparkhilfen, der Fernlichtassistent, der Notbremsassistent, Spurhalte- und Spurwechselsysteme, der Totwinkelassistent und die Verkehrszeichenerkennung. Systeme für das automatisierte Fahren sind in Entwicklung.

MechaniXnews – 06.08.2021

Problem Rohstoffversorgung

Bei einer nachhaltigen Entwicklung der Industrie treiben Wasserstofftechnologien, Lithium-Ionen- und Feststoffbatterien, Windenergieanlagen und Permanentmagnete den Bedarf an kritischen Rohstoffen. Damit neue Antriebstechnologien für Autos nicht schon an fehlenden Grundmaterialien scheitern, will Deutschland die Gewinnung von Metallen wie Kupfer, Lithium oder Nickel in Europa wieder verstärkt fördern. Auch die Kreislaufwirtschaft soll gestärkt werden, ganz besonders die Prozesse zum Recycling von Seltenen Erden, Indium und Lithium. Die deutsche Rohstoffagentur (Dera) nennt vier Ansätze für eine sicherere Rohstoffversorgung: den Ausbau und die Effizienzsteigerung bei der Metallgewinnung, die Substitution schwer verfügbarer Materialien, den effizienten Umgang mit Ressourcen in Produktion und Anwendung sowie Recycling-gerechtes Design.

MechaniXnews – 04.08.2021

Handel mit gefälschten Ersatzteilen

Produktfälschungen sind nicht nur illegal, sie gefährden auch die Sicherheit und Gesundheit von Autofahrern und anderen Verkehrsteilnehmern. Auch Mercedes hat solche Probleme, vor allem mit sicherheitsrelevanten Produkten wie Bremsscheiben, Bremsbelägen und Rädern. 2020 wurden mehr als 1,7 Millionen gefälschte Daimler-Produkte beschlagnahmt. Wegen Corona nahm der Online-Handel deutlich zu. Das machte diesen Vertriebsweg auch für Fälscher noch interessanter. Oft gehen die Produktpiraten mit hoher krimineller Energie vor und erzielen laut einer Studie des Wirtschaftsverbands Unifab oft Margen wie im Drogenhandel. Produktfälschungen sind für Laien optisch oft kaum von Originalteilen zu unterscheiden, qualitativ aber meist minderwertig. Sie können deshalb ein erhebliches Risiko für die Gesundheit und Sicherheit darstellen.