MechaniXnews – 10.03.2021

ZF mit 800-V-Technik für Serien-EV

Immer mehr Autohersteller realisieren kürzere Ladezeiten für BEV mit einer neuen Bordnetzarchitektur: Das Hochvolt-Bordnetz wird auf eine Spannung von 800 V statt wie bisher auf 400 V ausgelegt. Dazu baut Zulieferer ZF entsprechende Komponenten für den elektrischen Antriebsstrang. Im Zentrum steht eine Leistungselektronik mit Siliziumcarbid als Halbleiter. Diese Technik wird von ZF bereits in der Rennserie Formula E genutzt und kommt noch in diesem Jahr in mehreren Strassenfahrzeugen gehobener Segmente auf den Markt. Bei ZF glaubt man, dass sich bei künftigen Premium-PW und Sportwagen die 800-V-Architektur etabliert, wohingegen der Volumenmarkt bei 400 V bleibt.

MechaniXnews – 08.03.2021

Elektrisches Cargobike

Das Start-up Bio-Hybrid lanciert in Deutschland nach der Passagiervariante Duo nun auch die Cargo-Version des elektrisch angetriebenen Pick-up. Das Fahrzeug, eine Mischung zwischen Velo und Auto, darf ohne Führerschein und auf Radwegen bewegt werden. Es ist ausgestattet mit einer portablen Batterie, einem Ladegerät und Features wie LED-Lichtsystem, Blinker, Multi-Touch-Display, 4G- und GPS-Integration sowie Navigation mit topologiebasierter Reichweitenberechnung. Das von der Bio-Hybrid GmbH entwickelte Pedelec soll mit den gefederten vier Rädern, der grossen Windschutzscheibe mit Scheibenwischer und dem Dach ähnlich komfortabel wie ein kleines Auto und wendig wie ein klassisches E-Bike sein.

MechaniXnews – 05.03.2021

Den Kleinen treu bleiben ist möglich

Mit grossen und leistungsstarken Autos ist leichter Geld zu verdienen. Trotzdem braucht es auch die kleinen. Toyota hat deshalb jetzt ein drittes Modell auf Basis der Kleinwagenplattform GA-B angekündigt, auf der der neue Yaris aufgebaut ist. Die Plattformen der Toyota New Global Architecture (TNGA) verbessern Handling und Fahrverhalten neuer Modelle und geben den Designern auch zahlreiche Freiheiten. Mit dem noch in diesem Jahr anrollenden Yaris Cross steht das nächste Modell bereits in den Startlöchern. Zusammen mit dem noch folgenden Kleinstwagen wird Toyota künftig mehr als 500‘000 Fahrzeuge pro Jahr auf der GA-B Plattform in Europa produzieren. Dieses Volumen sichert die notwendigen Skaleneffekte, mit denen wettbewerbsfähige Preise möglich sind.

MechaniXnews – 03.03.2021

Mit Biogas nach Le Mans

Die neue französische Automarke Vision will mit dem Modell 1789 beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans des Jahres 2023 für Aufsehen sorgen. Vom atemberaubend geformten LMP-Racer wird es aber auch eine strassentaugliche Version geben. Mit dem Namen 1789 wollen die Entwickler an die französische Revolution erinnern, denn der Antrieb des Autos soll fast ebenso revolutionär sein wie damals der Sturm auf die Bastille. Das vom Tuning-Unternehmen Pipo Moteur konstruierte 3,5-l-V8-Aggregat wird mit Biogas betrieben und liefert laut Hersteller rund 1000 PS. Im Rennen wird das Fahrzeug verflüssigtes, für den Strasseneinsatz gasförmiges Biogas nutzen. Dank dem umweltfreundlichen Treibstoff erzeugt der Rennmotor wesentlich geringere Feinstaub-, Stickoxid- und CO2-Emissionen als vergleichbare Verbrenner.

MechaniXnews – 01.03.2021

Brennstoffzellenspezialist Toyota

Toyota bereitet den Vertrieb von Brennstoffzellenmodulen in Japan vor. Voraussichtlich ab diesem Frühjahr sollen die kompakten Module an Unternehmen verkauft werden, die Brennstoffzellenprodukte für unterschiedlicher Anwendungen herstellen. Dazu zählen mobile Einsatzbereiche wie Personenwagen, Lastwagen, Busse, Züge oder Schiffe ebenso wie stationäre Generatoren. Damit treiben die Japaner einerseits die Verbreitung von Brennstoffzellenfahrzeugen voran und agieren andererseits auch als Systemlieferant von Brennstoffzellen, um die Nutzung von Wasserstoff als Energieträger zu fördern. Das neue Modul, das eine hohe Leistungsdichte bietet, nutzt die Eigenschaften des kompakten Toyota-Systems, das ohne Befeuchter auskommt, weil das während der Stromproduktion erzeugte Wasser innerhalb des Brennstoffzellen-Stacks zirkuliert.

MechaniXnews – 26.02.2021

Pilotfabrik für Festkörperbatterien

Die Feststoff-Batteriezelle gilt als der nächste grosse Schritt in der Batterieentwicklung. Der US-amerikanische Batteriespezialist und VW-Partner Quantum Scape hat vor kurzem erste Erkenntnisse und Leistungsdaten zu seinen Prototypenzellen bekanntgegeben. Mit einer Pilotfabrik in San Jose, Kalifornien, soll nun der Grundstein für eine einwandfreie Skalierung der künftigen Produktion gelegt werden. Die Fabrik unterscheidet sich von der späteren Grossserienproduktion dadurch, dass sie eine begrenzte Kapazität von 100‘000 Zellen pro Jahr abdecken kann. Im Jahr 2024 wird dann die Hauptfabrik ihre Arbeit aufnehmen und Festkörperbatterien in grösserem Massstab fertigen.

MechaniXnews – 24.02.2021

Kennzahlen zum Strassenverkehr 2020

Die Ausgabe 2021 der Statistik des Verbands des Strassenverkehrs FRS Strasseschweiz enthält einige Neuerungen. Zu den wichtigsten Infos für 2020 gehört das starke Wachstum der Neuzulassungen von Hybrid- und Elektroautos. Zum ersten Mal veröffentlicht der Verband die Netto-CO2-Emissionen des Strassenverkehrs. Dies sind die tatsächlichen CO2-Emissionen unter Berücksichtigung der Massnahmen, die im Rahmen der gesetzlichen Verpflichtung zur Kompensation der Treibstoffemissionen finanziert wurden. Die Daten für 2019 zeigen, dass die Nettoemissionen des Strassenverkehrs seit 2000 um 14,3% und die Nettoemissionen pro Fahrzeugkilometer um 34,4% gesunken sind. Olivier Fantino, Geschäftsführer FRS: «Nach unseren Schätzungen ist für das Jahr 2020 ein weiterer Rückgang von sechs bis zehn Prozent zu erwarten.»

MechaniXnews – 22.02.2021

Neue Generation von Hochvolt-PTC-Heizern

Heizen kostet Energie. Das bereitet in Elektroautos einige Sorgen. Die Beheizung des Fahrzeuginnenraums verringert im Winter die verfügbare Reichweite massiv. Mit einer neuen Generation von Hochvolt-PTC-Heizelementen (Positive Temperature Coefficient) bringt das Zulieferunternehmen Mahle E-Fahrzeuge nun besser durch den Winter. Das neue Heizelement ist kompakter, leichter und kostengünstiger, so dass durch die Kombination mit einer Wärmepumpe bei Temperaturen um den Gefrierpunkt eine Reichweitenverlängerung bis 20% möglich ist. Die Neuentwicklung verzichtet auf Temperatursensoren. Die eingebaute Elektronik analysiert fortlaufend den elektrischen Widerstand der PTC-Elemente, erkennt so deren Temperatur und regelt sie ein.

MechaniXnews – 19.02.2021

Dialog zwischen Auto und Reifen

Erstmals stattet Pirelli Reifen serienmässig mit Sensoren aus, die mit einem Auto kommunizieren. Das Cyber-Tyre-System basiert auf einem Sensor, der im Reifen integriert ist und wichtige Daten für eine sichere Fahrt erfasst, die dann ins Auto übermittelt werden. Beim ersten so ausgestatteten Modell handelt es sich um den Hybrid-Supersportwagen McLaren Artura. Neben den Angaben zum vorgeschriebenen Reifendruck, zum Lastindex und zur Geschwindigkeitsklasse liefert das Cyber-Tyre-System aktuelle Informationen über die Temperatur und den Druck des Reifens. Ingenieure von Pirelli und McLaren entwickelten gemeinsam P-Zero-Reifen für den Artura in der Grösse 235/35 R 19 vorne und 295/35 R 20 hinten. Die Reifen haben ein asymmetrisches Profil.

MechaniXnews – 17.02.2021

Mondlicht im Interieur

Das Lexus-Flaggschiff LS verbindet moderne Technik mit japanischer Handwerkskunst. Im Rahmen des jüngsten Faceliftings setzten die Entwickler neue Materialien ein, die nach traditioneller Art hergestellt werden. Bei der traditionellen Webetechnik Nishijin werden Metallfäden auf Washi-Papier befestigt und in dünne Streifen geschnitten, aus denen Garn gemacht wird. Für die Türverkleidungen des LS werden die Fäden zu einem dreidimensional wirkenden Muster gewebt, das dem schimmernden Effekt von Wellen im Mondlicht nachempfunden ist. Die Applikationen an den Türgriffen entstanden mit Hilfe einer anderen traditionellen Technik. Dabei wird Metall zu einer Folie gewalzt, die nur noch 1 bis 3 µm dick ist. Diese Folie wird von Hand aufgetragen und erzeugt einen feinen, an Mondlicht erinnernden Glanz.