MechaniXnews – 21.08.2019

Plug-in auch für die Kompaktklasse

Mercedes lanciert seine Plug-in-Hybridmodelle unter dem Label EQ Power. Bisher waren Steckerfahrzeuge mit Verbrennern und Elektromotoren ausschliesslich Modelle mit Hinterrad- oder Allradantrieb. Das ändert nun. Noch in diesem Jahr kommen mit A250 e und B250 e auch Modelle der Kompaktwagenfamilie mit dem Hybridantrieb der dritten Generation auf die Strasse. Mit der Systemleistung von 160 kW (218 PS) sind sportliche Fahrleistungen zu erwarten. Die elektrische Reichweite liegt bei 70 bis 75 km. Die 15,6-kWh-Lithium-Ionen-Batterie wiegt ungefähr 150 kg und kann mit Wechsel- oder Gleichstrom aufgeladen werden. An einer 7,4-kW-Wallbox (AC) dauert dies etwa 1 h 45 min, beim Schnellladen (DC) rund 25 min.

MechaniXnews – 19.08.2019

Neuer 110er von Bugatti

Auffälliges Design und überbordende Motorleistung zeichnen Fahrzeuge von Bugatti schon seit 110 Jahren aus. Mit der Sonderedition Centodieci (110) geht der französische Hersteller diesen Weg nun weiter. Der Centodieci zitiert den Supersportwagen der 90er-Jahre unter anderem mit dem hufeisenförmigen Kühlergrill,  dem neuen Frontspoiler und den dreigeteilten Lufteinlässen. „Dadurch konnten wir die Erinnerungen an den EB110 wachküssen“, sagt Chef-Designer Achim Anscheidt. Den EB110 stellte der damalige Besitzer Romano Artioli der Öffentlichkeit am 110. Geburtstag Ettore Bugattis vor. Statt einen V12 gibt’s jetzt einen 8-l-W16-Motor mit 1600 PS. Rein rechnerisch wird der Centodieci von 0 auf 100 km/h in 2,4 s, auf 200 km/h in 6,1 s und auf 300 km/h in 13,1 s spurten, die Höchstgeschwindigkeit wird bei 380 km/h elektronisch begrenzt.

MechaniXnews – 16.08.2019

243 Starter bei der Amag

Mit mehr als 700 Lernenden zählt die Amag zu den grössten Ausbildungsstätten der Schweiz. Das Importunternehmen bietet zwölf Lehrberufe an – vom Carrosseriespengler über Automobil-Mechatroniker bis zum Kaufmann oder zur Kauffrau. Dabei sollen alle Auszubildenden einen guten Start in ihre Berufstätigkeit erhalten. Deshalb absolvieren die neu eintretenden Lehrlinge aus der ganzen Schweiz jedes Jahr eine Einführungsveranstaltung – das Amag Welcome Camp. Beim Welcome Camp am 9. August in der Umweltarena in Spreitenbach haben total 243 Lernende teilgenommen: 184 aus der Deutschschweiz, 49 aus der Westschweiz und 10 aus dem Tessin. Nach einem Postenlauf, bei dem allgemeine Themen rund ums Auto und die Amag vermittelt wurden, folgte ein Besuch des grossen Teilelogistikzentrums in Buchs ZH.

MechaniXnews – 14.08.2019

3-D sticht ins Auge

Schritt für Schritt werden Fahrzeug-Interieurs digitaler, denn heute will man im Auto nicht auf Anzeige- und Bedienerlebnisse verzichten, die man vom Smartphone kennt. Bosch trägt diesem Umstand nun mit neuen 3-D-Display-Produkten Rechnung. Diese erzeugen mit passiver 3-D-Technik einen real empfundenen dreidimensionalen Effekt. Durch die Tiefenwirkung der Anzeige erfassen Autofahrer Infos von den Assistenzsystemen schneller. Warnhinweise, die aus dem Display herauszuwachsen scheinen, springen ihm geradezu ins Auge. Schliesslich nehmen Menschen 90% aller Sinneseindrücke über die Augen wahr. Künftig geht es also noch viel mehr um die Interaktion von Nutzer und Bildschirm. Besonders wenn sich Autofahrer dereinst per Autopilot fahren lassen, kommt dem Human-Machine-Interface (HMI) eine zentrale Bedeutung zu. 

MechaniXnews – 12.08.2019

Ford schliesst das Kabel an

Mit dem SUV-Topmodell Explorer, der im kommenden Winter bei uns auf die Strasse kommt, bringt Ford ein leistungsstarkes Hybridauto, das Strom auch von der Steckdose beziehen kann. Rein elektrisch fährt der Siebensitzer mit der 13,1-kWh-Batterie rund 40 km weit. Die Performance des Plug-in-Hybridsystems von 840 Nm und 331 kW (450 PS) generiert der Explorer mit einem 3-l-V6-Benziner und einem 74-kW-Elektromotor. Als Fahrprogramme stehen EV Auto, EV Now, EV Later und EV Charge zur Wahl. Bei Normalfahrt leitet der neue Ford die Antriebskraft via 10-Gang-Getriebe nur zu den Hinterrädern. Mangelt es an Traktion, wird automatisch der Vorderradantrieb zugeschaltet. Im Terrain Management System (TMS) bietet der Antrieb sieben Offroad-Fahrmodi an, die über einen Drehregler angesteuert werden.

MechaniXnews – 09.08.2019

Das Leben nach dem Leben

Die wachsende Entfernung zwischen dem Ort der Energieerzeugung und dem Ort des Energieverbrauchs stellt für die Stromnetze vor grosse Herausforderungen dar. Das schafft Chancen für stationäre Systeme wie etwa Second-Life-Batteriespeicher. Die hundertprozentigen Daimler-Tochter Mercedes-Benz Energy GmbH und Beijing Electric Vehicle Co. (BJEV), eine Tochter der riesigen BAIC Group, haben nun in China eine Entwicklungspartnerschaft zum Aufbau von Second-Life-Batteriesystemen geschlossen. Dabei bündeln die beiden Partner Expertise und Ressourcen und legen den Grundstein für die Entwicklung einer nachhaltigen Energiewirtschaft. Für die Errichtung des ersten Second-Life-Energiespeichers am Standort Peking greifen Mercedes Energy und Bejing Electric auf ausgediente Akkus von BJEV-Elektrofahrzeugen zurück. 

MechaniXnews – 07.08.2019

Alternative legen los

182'654 neue Personenwagen sind seit Jahresbeginn auf unsere Strassen gekommen. Damit hält sich der Markt für die Schweiz und das Fürstentum Liechtenstein auf Vorjahresniveau. Nach sieben Monaten liegt er mit einer «roten Null» 0,4% oder 739 Zulassungen hinter dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Der Marktanteil der alternativen angetriebenen Modelle hat sich im Vergleich zum Juli 2018 aber fast verdoppelt. Er stieg von 6,0 auf 11,9%. Zu diesem Ergebnis haben alle entsprechenden Motorisierungen beigetragen. Hybridsysteme erfreuen sich stark wachsender Beliebtheit und konnten im Juli zusammen um 78% zulegen. Noch grösser, aber auf tieferem Niveau, war die Zunahme bei den Elektroautos (+225%). Für den weiteren Jahresverlauf rechnet Auto-Schweiz mit einem leichten Zuwachs gegenüber 2018, war doch das zweite Halbjahr geprägt von Lieferschwierigkeiten aufgrund der Umstellung auf das WLTP-Prüfverfahren.

MechaniXnews – 05.08.2019

Mini, der kleinste BMW

Mit dem jüngsten Sohn Clubman John Cooper Works kommt Mini nahe an Mutter BMW: Der Antriebsstrang mit 2-l-Turbomotor (450 Nm, 306 PS), 8-Stufen-Wandlerautomatikgetriebe und Allradantrieb des neuen Top-Clubman entsprechen exakt der Vorlage des neuen BMW M135i x-Drive. Entsprechend flott sind auch die Fahrleistungen des Mini mit Split-Doors-Heck: Aus dem Stand beschleunigt er in 4,9 s auf Tempo 100, und Schluss mit Beschleunigung ist erst bei 250 km/h – elektronisch abgeregelt. Mit Otto-Partikelfilter ausgestattet, entspricht der schnelle Mini selbstverständlich auch der Euro-6d-Temp-Norm. Äusserlich erkennt man ihn sofort an der neuen Front und an der sportlichen Zweifarbenlackierung.

MechaniXnews – 02.08.2019

Elektrifizierte Produktion

Schon in wenigen Monaten lassen erste Exemplare der viertürigen Sportlimousine Porsche Taycan bis zu 1050 Nm und bis 560 kW auf alle vier Räder los. Bis dann müssen auch die spezialisierten Techniker bereit sein. Der Stuttgarter Sportwagenbauer schafft rund um den Taycan 1500 Stellen – knapp 1000 neue Mitarbeiter sind bereits an Bord, weitere 500 folgen in den nächsten Wochen. Insgesamt sollen bei Porsche bis heute mehr als 32’000 Bewerbungen eingegangen sein. Damit mit dem Produktionsstart des Fahrzeugs im September auch die markentypische Qualität auf die Strasse kommt, erhalten die 1500 Mitarbeiter massgeschneiderte Schulungen mit einer Dauer von bis zu sechs Monaten. Die Qualifizierung erfolgt zum Teil in eigens dafür errichteten Qualifizierungshallen.

MechaniXnews – 31.07.2019

Kampf der Plastikschwemme

Bis heute sind weltweit rund sieben Milliarden Tonnen Plastikmüll angefallen. Davon wurden nur rund 9% rezykliert. Da Jahr für Jahr weitere 260 Millionen Tonnen hinzukommen, sind neue Lösungsansätze gefragt. In der Automobilindustrie eignen sich jedoch nicht alle Kunststoffe für das Recycling, denn viele der synthetischen Materialien müssen in Bezug auf Sicherheit und Qualität sehr hohe Standards erfüllen. Gemeinsam mit BASF erforscht Jaguar Land Rover nun Möglichkeiten, aus Plastikabfall hochwertige Kunststoffe herzustellen. Im Rahmen des Pilotprojekts „Chem Cycling“ wird Plastikabfall aus dem Hausmüll, der üblicherweise deponiert oder verbrannt wird, für das sogenannte Upcycling genutzt. Das heisst, es entsteht ein höherwertiges Sekundärprodukt, das sich für den Einsatz in Autos eignet. Derzeit wird das Material in Prototypenkomponenten in einem i-Pace getestet.