MechaniXnews – 23.05.2022

MEB-Batteriesysteme aus Mlada Boleslav

Skoda startet in Mlada Boleslav mit der Herstellung von Batteriesystemen für vollelektrische Fahrzeuge auf Basis des Modularen Elektrifizierungsbaukastens (MEB) aus dem Volkswagen-Konzern. Künftig können an der neu eingerichteten Fertigungslinie rund 250 Beschäftigte jährlich mehr als 250‘000 Batteriesysteme montieren. Diese werden nicht nur in Fahrzeugen von Skoda, sondern auch in MEB-Modellen der Konzernmarken verbaut. Die kleinste Batterie mit acht Modulen verfügt über eine Kapazität von 55 kWh, die mittlere mit neun Modulen über 62 kWh und die grösste mit zwölf Modulen über 82 kWh. Zusätzlich fertigt Skoda in Mlada Boleslav auch weitere Elektrokomponenten, die seit Herbst im Superb iV, im Octavia iV und in Plug-in-Hybridmodellen weiterer Konzernmarken zum Einsatz kommen.

MechaniXnews – 20.05.2022

Wasserstoff-Ökosystem im Fokus

Gemeinsam mit Air Liquide und dem Bushersteller Caetano entwickelt Toyota Fahrzeuge und integrierte Lösungen, um die Wasserstoff-Antriebstechnik in unterschiedlichen Fahrzeugsegmenten einzusetzen. Die Partner nutzen dabei ihr spezifisches Fachwissen, um die ganze Wertschöpfungskette der Wasserstoffmobilität abzudecken – von der Produktion von grünem Wasserstoff über dessen Verteilung bis zum Einsatz in verschiedenen Fahrzeugkategorien. Der Schwerpunkt soll vorerst auf Bussen, leichten Nutzfahrzeugen und PKW liegen, perspektivisch ist aber auch eine Ausweitung auf schwere Nutzfahrzeuge geplant. Durch die Integration verschiedener Anwendungen in einem Ökosystem soll ein positiver Kreislauf entstehen, der eine Weiterentwicklung der gesamten Wasserstoffinfrastruktur ermöglicht.

MechaniXnews – 18.05.2022

Es werde (immer mehr) Licht!

Seit Jahren legt Audi grössten Wert auf die Bedeutung der Lichttechnik – im Blickpunkt: Sicherheit, Kommunikation und Individualisierung. Der neuste Stand der Technik wird im Audi A8 aufgezeigt. Die digitalen Matrix-LED-Scheinwerfer und OLED-Heckleuchten heben die Fahrzeugbeleuchtung auf ein neues Niveau. Beim digitalen Matrix-LED-Scheinwerfer stehen mit der erweiterten Verkehrsinformation, dem Spurlicht mit Fahrtrichtungsanzeige und dem Orientierungslicht auf Landstrassen drei neue Funktionen zur Verfügung. Das Spurlicht mit Orientierungslicht beleuchtet den eigenen Fahrstreifen. Mit der integrierten Positionsmarkierung – abgedunkelten Pfeilen in einer Art Lichtteppich, dem sogenannten Spurlicht – zeigt es vorausschauend die Position des Fahrzeugs im Fahrstreifen an und unterstützt so bei der sicheren Führung in der Spurmitte.

MechaniXnews – 16.05.2022

Ladelösung für Unternehmen

Webasto, ein Systempartner der Elektromobilität, zeigte auf der Messe Power2Drive die neue Wallbox Unite, die zusammen mit Elektronikhersteller Vestel entwickelt wurde. Die Unite ist eine bestens für Gewerbetreibende geeignete Ladelösung. Die Ladeleistung lässt sich bis zu 22 kW skalieren, und ein lokales Lastmanagement verhindert Lastspitzen sowie Netzüberlastungen und ist sowohl für den Stand-Alone- als auch im Cluster-Betrieb möglich. Die neue Wallbox soll sich einfach und intuitiv über Webasto Charge Connect steuern lassen – sowohl über eine App als auch über ein Web-Portal. Ausserdem ist die Wallbox immer online und überträgt ihre Daten rund um die Uhr.

MechaniXnews – 13.05.2022

Wasserstoff aus Austauschtanks

Wasserstoff macht erfinderisch. NamX, ein afrikanisch-europäisches Umweltschutzunternehmen, hat zusammen mit der italienischen Design- und Entwicklungsfirma Pininfarina den Prototyp HUV, ein wasserstoff-betriebenes SUV, entwickelt. Das interessante Alternativfahrzeug wurde am Mittwoch dieser Woche am Hauptsitz von Pininfarina in Cambiano enthüllt. Den Antrieb des Autos übernimmt ein Elektromotor, der von einer Brennstoffzelle gespeist wird, die Wasserstoff aus einem fix installierten Tank und sechs entfernbaren Kapseln bezieht. Damit schafft das Fahrzeug Reichweiten von bis zu 800 km. Der HUV soll im Jahr 2025 in zwei Leistungsvarianten mit 220 kW und Hinterradantrieb sowie 400 kW und Allradantrieb auf die Strasse rollen.

MechaniXnews – 11.05.2022

Nardò, seit 10 Jahren mit Porsche

Das süditalienische Testgelände Nardò Technical Center (NTC) ist in diesen Tagen seit zehn Jahren im Besitz von Porsche. In dieser Zeit hat sich das NTC in der Region Apulien von einem Erprobungsgelände mit spezifischen Strecken und Einrichtungen zu einem integrierten Zentrum für die Hochleistungsprüfung, Validierung und Entwicklung der Fahrzeuge gewandelt. 80 Millionen Euro wurden in die Modernisierung der Infrastruktur investiert, zu der Strecken, Werkstätten und Sicherheitssysteme gehören. Der berühmte Rundkurs mit einer Länge von 12,6 km und einem Durchmesser von 4 km wurde 2019 komplett renoviert und mit Glasfaserkabeln für eine schnelle Datenübertragung ausgestattet. Zudem wurden auf dem gesamten Testgelände Hochleistiungs-Ladestationen eingerichtet.

MechaniXnews – 09.05.2022

Rezykliertes Kathodenmaterial

Das Rezyklieren von Materialien einer gebrauchten Batterie ist für die Verbesserung des CO2-Fussabdruckes von entscheidender Bedeutung. Während dies für das Batteriegehäuse sowie für Kupfer und Aluminium in den Zellen bereits grosstechnisch umgesetzt wird, war das Recycling der teuren Kathodenmaterialien bisher noch eine Herausforderung. Der US-amerikanische Batteriehersteller und Daimler-Partner Farasis Energy will nun ein umsetzbares Verfahren entwickelt haben, mit dem das Kathodenmaterial kostengünstig und wiederverwendbar rezykliert werden kann. Das Material stammt dabei nicht nur aus gebrauchten Elektroautobatterien, sondern auch aus dem Ausschuss der Zellproduktion. Die Beimischung von bis zu 25% von wiederverwertetem Kathodenmaterial soll die Leistung einer Zelle nicht negativ beeinflussen.

MechaniXnews – 06.05.2022

Komponenten für die Elektrolyse

Im Zuge der Defossilisierung steigt der Bedarf an regenerativem Wasserstoff, nicht nur in der Stahl- und Chemieindustrie und im Strassenverkehr, sondern auch in Gebäuden. Zulieferer Bosch steigt deshalb in die Entwicklung von Komponenten für H2-Elektrolyseure ein. Dort wird Wasser mit Windkraft- oder Photovoltaikstrom in „grünen“ Wasserstoff und Sauerstoff umgewandelt. Das Unternehmen siedelt die Elektrolyse-Komponenten im Bereich Mobility an und investiert dafür bis Ende des Jahrzehnts bis zu 500 Millionen Euro. Wie in der Brennstoffzelle bildet der Stack im Elektrolyseur das zentrale Element. In jeder der in Serie geschalteten Zellen wird Wasser mit Strom in H2 und O2 umgewandelt – umgekehrt zur Brennstoffzelle. In beiden Systemen erfolgt die chemische Reaktion über eine Proton-Exchange-Membran.

MechaniXnews – 04.05.2022

Mercedes-Bus mit Toyota-Brennstoffzelle

Was auch beim 43. internationalen Wiener Motorensymposium vergangene Woche deutlich wurde, nimmt vielerorts bereits konkrete Formen an. Busse und LKW dürften zunehmend auf Brennstoffzellen-Elektroantrieb umstellen. Aktuelles Beispiel: Toyota Motor Europe liefert sein Brennstoffzellenmodul nun auch an Daimler Buses. Das zur Daimler Truck AG gehörende Unternehmen nutzt die Brennstoffzellentechnik für den Stadtbus Mercedes-Benz eCitaro Range Extender. Das Brennstoffzellenmodul TFCM2-F-60 von Toyota ist ein Flachmodul der zweiten Generation mit einer Leistung von 60 kW, das neben der Batterie und den Wasserstofftanks einfach in das Dach des Busses integriert werden kann. Die Reichweite des Busses klettert im Stadtverkehr auf rund 400 km für den Solobus und auf bis zu 350 km für das Gelenkmodell.

MechaniXnews – 02.05.2022

Produktion der Zukunft

Mit der iFactory definiert BMW die Zukunftsausrichtung der Produktionswerke und Fertigungstechnologien vor dem Hintergrund der Transformation hin zur E-Mobilität. „Lean, green, digital“ steht für das strategische Ziel des weltweiten Produktionsnetzwerkes der Bayern. „Lean“ bedeutet effizient und hochflexibel, „green“ weist auf Nachhaltigkeit hin und „digital“ beschreibt den Einsatz der Digitalisierung in den Bereichen Data Science, Künstliche Intelligenz und Virtualisierung. BMW iFactory soll die weltweite Produktion künftig durch noch ausführlichere Echtzeitdaten über den gesamten Fertigungsprozess hinweg noch präziser, transparenter und mit höchster Reaktionsgeschwindigkeit steuern. Das gilt für die Volumen- und Marktplanung, aber auch für die Steuerung der Lieferketten.