MechaniXnews – 22.02.2021

Neue Generation von Hochvolt-PTC-Heizern

Heizen kostet Energie. Das bereitet in Elektroautos einige Sorgen. Die Beheizung des Fahrzeuginnenraums verringert im Winter die verfügbare Reichweite massiv. Mit einer neuen Generation von Hochvolt-PTC-Heizelementen (Positive Temperature Coefficient) bringt das Zulieferunternehmen Mahle E-Fahrzeuge nun besser durch den Winter. Das neue Heizelement ist kompakter, leichter und kostengünstiger, so dass durch die Kombination mit einer Wärmepumpe bei Temperaturen um den Gefrierpunkt eine Reichweitenverlängerung bis 20% möglich ist. Die Neuentwicklung verzichtet auf Temperatursensoren. Die eingebaute Elektronik analysiert fortlaufend den elektrischen Widerstand der PTC-Elemente, erkennt so deren Temperatur und regelt sie ein.

MechaniXnews – 19.02.2021

Dialog zwischen Auto und Reifen

Erstmals stattet Pirelli Reifen serienmässig mit Sensoren aus, die mit einem Auto kommunizieren. Das Cyber-Tyre-System basiert auf einem Sensor, der im Reifen integriert ist und wichtige Daten für eine sichere Fahrt erfasst, die dann ins Auto übermittelt werden. Beim ersten so ausgestatteten Modell handelt es sich um den Hybrid-Supersportwagen McLaren Artura. Neben den Angaben zum vorgeschriebenen Reifendruck, zum Lastindex und zur Geschwindigkeitsklasse liefert das Cyber-Tyre-System aktuelle Informationen über die Temperatur und den Druck des Reifens. Ingenieure von Pirelli und McLaren entwickelten gemeinsam P-Zero-Reifen für den Artura in der Grösse 235/35 R 19 vorne und 295/35 R 20 hinten. Die Reifen haben ein asymmetrisches Profil.

MechaniXnews – 17.02.2021

Mondlicht im Interieur

Das Lexus-Flaggschiff LS verbindet moderne Technik mit japanischer Handwerkskunst. Im Rahmen des jüngsten Faceliftings setzten die Entwickler neue Materialien ein, die nach traditioneller Art hergestellt werden. Bei der traditionellen Webetechnik Nishijin werden Metallfäden auf Washi-Papier befestigt und in dünne Streifen geschnitten, aus denen Garn gemacht wird. Für die Türverkleidungen des LS werden die Fäden zu einem dreidimensional wirkenden Muster gewebt, das dem schimmernden Effekt von Wellen im Mondlicht nachempfunden ist. Die Applikationen an den Türgriffen entstanden mit Hilfe einer anderen traditionellen Technik. Dabei wird Metall zu einer Folie gewalzt, die nur noch 1 bis 3 µm dick ist. Diese Folie wird von Hand aufgetragen und erzeugt einen feinen, an Mondlicht erinnernden Glanz.

MechaniXnews – 15.02.2021

AVL entwickelt einen Wasserstoff-Verbrennungsmotor

Das österreichische Engineering-Unternehmen AVL entwickelt den Wasserstoff-Verbrennungsmotor für den Einsatz in Lastwagen weiter. Damit treibt AVL das europäische Ziel voran, bis 2050 zum ersten klimaneutralen Kontinent zu werden. Das Unternehmen verwendet einen 12,8-l-Erdgasmotor als Basis und hat das Leistungsziel auf 350 kW festgelegt. Mit der Entwicklung des H2-Motors wird eine deutliche Reduzierung der CO2-Emissionen angestrebt. Für den Schwerlast- und Langstreckentransport sind spezifische Lösungen gefragt, die eine schnelle Betankung von kohlenstoffneutralen Energieträgern zur Unterstützung der Arbeitszyklen von LKW und Bussen ermöglichen. AVL hält die Herstellung von H2 durch Elektrolyse für den einfachsten und effizientesten Weg, erneuerbare elektrische Energie chemisch zu speichern. 

MechaniXnews – 12.02.2021

Wasserstoff aus Methanol

Der amerikanische Autohersteller Karma Automotive – früher Fisker, jetzt zum chinesischen Wanxiang-Konzern gehörend – arbeitet zusammen mit Blue World Technologies an einem Brennstoffzellenantriebssystem. Der neue Fuel-Cell-Antrieb, der in den nächsten Monaten in Dänemark und in den USA erprobt wird, bezieht den Wasserstoff nicht aus einem 700-bar-Drucktank, sondern via Reformer aus Methanol. Das hat den Vorteil, dass die Betankung noch einfacher ist, aber den kleinen Nachteil, dass beim Betrieb geringe Mengen an CO2 anfallen. Allerdings plant man ja, Methanol aus erneuerbaren Energieträgern zu erzeugen. Ein ähnliches Antriebssystem ist auch im schnellen Zweisitzer Nathalie von Gumpert installiert.

MechaniXnews – 10.02.2021

Elektroantrieb mit Leistungsdrang

Auch Elektroautofahrer werden von den Autobauern besonders gerne auf Hochleistungsniveau abgeholt. Also richtet man auch bei Audi mit grosser Kelle an: In den neuen Modellen E-tron GT und RS E-tron GT, die gestern Abend über digitale Kanäle Weltpremiere feierten, liefert der Hersteller der Kundschaft jede Menge aktuellste Fahrzeugtechnik: 630 Nm und 350 oder 440 kW von zwei Synchronmotoren beim E-tron GT, 830 Nm und 440 kW beim RS E-tron GT, Allradantrieb mit Torque-Vectoring-Regelung an der Hinterachse, Gewichtsverteilung 50:50, Allradlenkung, Dreikammer-Luftfederung mit adaptiven Dämpfung, Luftwiderstandsbeiwert cW 0,24 und auf Wunsch mit Carbon-Dach. Die 93-kWh-Batterie ist gut für 430 bis 487 km WLTP-Reichweite. Die 800-V-Technik erlaubt schnelles DC-Laden mit bis zu 270 kW. Erste Auslieferungen sind für Mai geplant.

MechaniXnews – 08.02.2021

Mazda in der eFuel Alliance

Die im Sommer 2020 gegründete eFuel Alliance bringt Organisationen und interessierte Parteien zusammen, die CO2-neutrale synthetische Treibstoffe und Wasserstoff zur Emissionsminderung im Verkehrswesen fördern möchten. Als erster Autokonzern ist Mazda dieser Allianz beigetreten. Tragende Säulen dieses Ansatzes sind die Effizienzverbesserungen von Verbrennungsmotoren sowie die Elektrifizierung. Für Mazda werden die Investitionen in CO2-neutrale eFuels und eine Wasserstoff-Infrastruktur einen wirksamen Beitrag zur Emissionsreduzierung leisten – nicht nur für neu zugelassene Autos, sondern auch für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor im Bestand. Dies würde einen zweiten und schnelleren Weg zur Erreichung der Klimaneutralität im Verkehr eröffnen, zusammen mit der Elektrifizierung. 

MechaniXnews – 05.02.2021

Elektrischer Heizkatalysator

Mit der neuen Emissionsnorm Euro 7 dürften signifikante Verringerungen der Abgasgrenzwerte für HC, CO und NOx verbunden sein. Der Thermomanagement- und Abgasspezialist Eberspächer begegnet der zu erwartenden Veränderung mit der Produktfamilie Active Heating. In einem ersten Schritt schöpfen die Techniker das Potenzial zur Emissionsreduzierung in der Kaltstartphase aus. Als erstes Serienprodukt stellt Eberspächer den EHC Lamella Heater, einen mit 48 V betriebenen elektrischen Heizkatalysator vor. Dieser leite den Abgasstrom am Einlass der Abgasanlage über vorgeheizte Lamellen. So bringt er den Katalysator und den Abgasstrom im Abgasreinigungssystem schneller auf Temperatur. Eine zusätzliche Control Unit startet, steuert und überwacht den Heizvorgang.

MechaniXnews – 03.02.2021

BMW mit Grünstrom-Alu

Um die CO2-Emissionen zielkonform bis 2030 um 20% zu senken, bezieht BMW ab sofort Primäraluminium von Emirates Global Aluminium (EGA), für dessen Herstellung Strom aus Sonnenenergie eingesetzt wird. Den Strom bezieht EGA aus dem Solarpark Mohammed Bin Rashid Al Maktoum in der Nähe von Dubai. Da die Herstellung von Aluminium sehr energieintensiv ist, hat der Einsatz von Grünstrom viel Potenzial zur Reduktion der CO2-Emissionen. So wollen die Bayern in den nächsten zehn Jahren rund 2,5 Millionen Tonnen CO2 einsparen. Das mit Solarenergie hergestellte Alu wird in der Leichtmetallgiesserei des Werks Landshut zu Karosserie- und Antriebskomponenten verarbeitet. Mit 43‘000 Tonnen deckt der Bezug des Solar-Aluminiums nahezu die Hälfte des jährlichen Bedarfs im Werk Landshut ab.

MechaniXnews – 01.02.2021

Auch beim Bremsen staubt‘s

Seit Partikelfilter vorgeschrieben sind, stossen Verbrennungsmotoren kaum noch Feinstaub aus. Daher geraten Bremsen- und Reifenabrieb immer mehr in den Fokus. Empa-Forscher entwickeln daher nun ein Verfahren, mit dem sich Menge und Grösse der Bremsstaubpartikeln korrekt erfassen lassen. Im Empa-Motorenhaus erzeugt ein VW Jetta Hybrid auf dem Rollenprüfstand Bremsstaub – streng entlang dem normierten WLTP-Fahrzyklus. Die Partikeln müssen zunächst eingefangen und dann durch einen Trichter zum Messgerät geleitet werden. Dazu wurde die Bremse des rechten Vorderrads mit einem speziell konstruierten Metallgehäuse umhüllt. Da Hybridautos auch mit der Elektromaschine bremsen können, müssen die Empa-Techniker die Emissionswerte auch mit denen von konventionell angetriebenen Autos vergleichen.