MechaniXnews – 16.06.2021

Zweiter Stützpunkt in Rumänien

Technologiedienstleister Porsche Engineering eröffnet in Rumänien einen zweiten Standort. Mit dem neuen Forschungs- und Entwicklungsbüro in Timis?oara baut das Un- ternehmen sein Innovationsnetzwerk für die Entwicklung des vernetzten Fahrzeugs der Zukunft weiter aus. Der neue Standort ergänzt die Kompetenzen des Standorts in Cluj-Napoca, der 2016 gegründet wurde. Dort arbeiten mehr als 250 Mitarbeiter an verschiedenen Hightech-Projekten. Das Unternehmen will im laufenden Jahr noch rund 50 Mitarbeiter in Timis?oara einstellen und die Mitarbeiteranzahl mittelfristig auf 200 erhöhen. Im Mittelpunkt der Aufgaben der Software-Ingenieure stehen hochautomatisierte Fahrfunktionen, maschinelles Lernen und virtuelles Energie-Management. 

MechaniXnews – 14.06.2021

Partnerschaft für nachhaltigen Lithiumabbau

Der Aufschwung der Elektromobilität führt zu einem weiter steigenden Lithium-Bedarf für die Batterieproduktion. Die grössten Lithium-Reserven und ein wichtiger Teil der Produktion befinden sich im chilenischen Salar de Atacama. Sole- und Wassernutzung könnten das Ökosystem und die Lebensgrundlagen dort jedoch bedrohen. Daher haben die Unternehmen BASF, Daimler, Fairphone und Volkswagen nun eine Partnerschaft begründet, die sich für einen verantwortungsvollen Umgang mit den Ressourcen einsetzen soll. Die Partner sind sich ihrer Verantwortung entlang der gesamten Lieferkette bewusst, einschliesslich der menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht bei der Rohstoffbeschaffung. Deshalb muss nicht nur mit Geschäftspartnern, sondern auch mit Regierungen und der Zivilgesellschaft zusammengearbeitet werden.

MechaniXnews – 11.06.2021

Wellenförmig Druck machen

Fast wäre dem Druckwellenlader Comprex in den 80er- und 90er-Jahren der Durchbruch als Ersatz des Turboladers für Diesel- und Benzinmotoren gelungen. Ferrari, Mazda, Opel, VW, Mercedes und weitere Hersteller erprobten das Aggregat. In Verbindung mit Erdgas- oder Wasserstoff-Verbrennungsmotoren könnte die vom Schweizer Unternehmen BBC erfundene und nun von der Antrova AG weiterentwickelte Aufladeeinrichtung nun doch noch erfolgreich werden. Der Lader hat ein sehr gutes Ansprechverhalten, so dass auf ein schweres und teures Hybridmodul verzichtet werden kann. „Er ist in der Lage, ein Aufladesystem mit zwei Turboladern mit variabler Geometrie zu ersetzen. Er ist ein Schlüssel für neue Möglichkeiten, die CO2-Problematik schnell in den Griff zu kriegen“, sagt Chefentwickler Mario Skopil von der Schaffhauser Antrova AG.

MechaniXnews – 09.06.2021

Bald Chips aus Dresden

Automobilzulieferer Bosch beschäftigt sich seit den 1950er-Jahren intensiv mit Mikroelektronik. Seit 1958 produziert das Unternehmen Halbleiter. Nun eröffnen die Stuttgarter in Dresden eine der modernsten Chip-Fabriken der Welt. Dazu waren Investitionen von einer Milliarde Euro notwendig. Hochautomatisierte Maschinen, integrierte Prozesse und Methoden der künstlichen Intelligenz machen das Werk zu einer intelligenten Fabrik und zum Vorreiter bei Industrie 4.0. Die Produktion startet bereits nächsten Monat. Ab dann kommen die im neuen Werk produzierten Halbleiter in Elektrowerkzeugen zum Einsatz. Für den Bedarf der Automobilindustrie beginnt die Chip-Produktion im September und damit immer noch ein Vierteljahr früher als geplant.

MechaniXnews – 07.06.2021

Freie Sicht für autonome Fahrzeuge

Wie sich ein hochautomatisiert fahrendes Auto dereinst im Alltag schlagen wird, hängt auch davon ab, ob die Sensoren unter widrigsten Bedingungen stabil arbeiten. Wie Lidar, Radar und weitere Sensoren platziert sein müssen, um auch bei Regen oder Verschmutzung zu funktionieren, simuliert das deutsche Engineering-Unternehmen IAV mit Hilfe eines eigens entwickelten Simulationsmodells. Damit identifiziert IAV die Bereiche am Fahrzeug mit hohem und geringem Verschmutzungsrisiko. Die Simulation basiert auf einem neuartigen Berechnungsalgorithmus für Strömungen. Ausserdem haben die IAV-Entwickler ihre jahrelange Erfahrung mit der Simulation von Wasserströmungen an Fahrzeugen und der Absicherung gegen Wasserschäden einfliessen lassen.

MechaniXnews – 04.06.2021

Biologisch abbaubare Batterie

Empa-Forscher haben einen kompostierbaren Mini-Kondensator für Mikrogeräte entwickelt, der lediglich aus Kohlenstoff, Zellulose, Glycerin und Kochsalz besteht – und zuverlässig funktioniert. Die Fabrikationsanlage für diese Batterierevolution sieht harmlos aus. Es ist ein modifizierter, handelsüblicher 3-D-Drucker, der in einem Raum im Empa Laborgebäude steht. Die eigentliche Innovation liegt im Rezept für die gelatinösen Tinten, die dieser Drucker auf eine Oberfläche spritzen kann. Diese Mixtur besteht aus Cellulose-Nanofasern und Cellulose-Nanokristalliten. Dazu kommt Kohlenstoff in Form von Russ, Graphit und Aktivkohle. Und um all dies zu verflüssigen, benutzen die Forscher Glycerin, Wasser und zwei verschiedene Sorten Alkohol. Dazu eine Prise Kochsalz für die ionische Leitfähigkeit.

MechaniXnews – 02.06.2021

Symphony of Speed

Reifenhersteller Hankook geht bereits zum zweiten Mal unter die Musikvideo-Produzenten und präsentiert die Symphony of Speed 2021. Nach dem Musikvideo des vergangenen Jahrs, der Symphony of Silence 2020, ist der diesjährige Soundtrack anlässlich der Teilnahme des Unternehmens am ADAC-Total-24-h-Rennens entstanden. Der beliebte Langstreckenklassiker wird vom 3. bis 6. Juni auf der Nordschleife des Nürburgrings ausgetragen. Die Inspiration für die 2021er-Komposition liefert der Sound eines Lamborghini Huracán GT3 Evo, der beim diesjährigen Rennen für das neu gegründete Team Hankook FFF Racing in den Unternehmensfarben an den Start geht. Die Hankook Symphony of Speed 2021 wird im Vorfeld des 24-h-Rennens auf den Firmenkanälen veröffentlicht.

MechaniXnews – 31.05.2021

Extrem schnelle Aufladung

Mit der Entwicklung der Electric Global Modular Platform (E-GMP) beginnt für Hyundai eine neue Ära. Ein grosser Vorteil ist dabei die Schnellladefähigkeit. An einer 350-kW-Ladestation kann die Batterie mit der 800-V-Technik in nur 18 Minuten von 10 auf 80% geladen werden, und das „Nachladen“ für 100 km Reichweite ist in fünf Minuten möglich. Beim Multi-Ladesystem handelt es sich um eine von Hyundai entwickelte und patentierte Technologie für hohe Ladekompatibilität. Dank einer Boost-Konvertierung können der hintere Elektromotor und der Wechselrichter eine 400-V-Ladung intern in 800 V umwandeln, bevor der Strom die Akkus erreicht. Dieses System bietet den Kunden die Vorteile der 800-V-Schnellladung unabhängig von der tatsächlichen Spannung des Ladegeräts.

MechaniXnews – 28.05.2021

Gute Besserung

Seit Beginn der 2000er-Jahre werden zunehmend intensiv Materialsysteme erprobt, die in der Lage sind, mit Schadensereignissen umzugehen. So wollen Wissenschaftler der Universität Halle-Wittenberg selbstheilende Polymere dazu nutzen, die Speicherkapazität von Lithium-Ionen-Batterien zu erhöhen und gleichzeitig deren Lebensdauer zu verlängern. Gemeinsam mit Partnern aus Wissenschaft und Industrie arbeiten sie im Rahmen eines EU-Forschungsprojekts an Technologien, die die Alterungsprozesse in Lithium-Ionen-Zellen verhindern und die Akkus noch leistungsfähiger machen. Mit neuen Materialien, die kleinste strukturelle Defekte selbst erkennen und sogar selbst reparieren können, wollen die Forscher dem Menschheitstraum von dauerhaft haltbaren Materialien näherkommen. 

MechaniXnews – 26.05.2021

Beteiligung an H2 Green Steel

Mercedes-Benz beteiligt sich am schwedischen Startup H2 Green Steel für den Einsatz von CO2-freiem Stahl. Diese Partnerschaft ist ein weiterer Schritt in Richtung CO2-Neutralität, die von Mercedes bis zum Jahr 2039 angestrebt wird. Im klassischen Hochofenverfahren entstehen bei der Herstellung einer Tonne Stahl im Schnitt mehr als zwei Tonnen CO2. Im neuen Verfahren setzt der Lieferant Wasserstoff und Strom aus 100% erneuerbaren Energien anstelle von Kokskohle in der Stahlproduktion ein. Der Wasserstoff dient als Reduktionsgas, das den Sauerstoff aus dem Eisenerz herauslöst und bindet. Dabei entsteht anders als bei der Nutzung von Kokskohle kein CO2, sondern Wasser. Für den im Herstellungsprozess anfallenden Energiebedarf nutzt der Lieferant Strom aus 100% erneuerbaren Quellen.