MechaniXnews – 30.12.2020

Auch die Lieferkette soll CO2-neutral werden

Im Rahmen des Programms Ambition 2039 will Mercedes in den kommenden zwei Jahrzehnten die Neuwagenflotte CO2-neutral machen. Zwar ist die Herstellung eines vollelektrischen Fahrzeugs aufgrund der Lithium-Ionen-Batterien etwa doppelt so CO2-intensiv wie die eines konventionell angetriebenen Autos, doch bieten Plug-in-Hybride und Elektromodelle laut Hersteller bei der Ökobilanz in Bezug auf CO2-Emissionen heute schon einen Vorteil. Sie können aufgrund ihrer emissionsfreien Fahrt einen Teil der zunächst höheren CO2?Emissionen aus der vorgelagerten Wertschöpfungskette wieder gut machen. Das ambitionierte Ziel Ambition 2039 soll gemeinsam mit den Zulieferern umgesetzt werden. Fast die Hälfte der rund 2000 Unternehmen bekennt sich dazu, Mercedes künftig nur noch mit CO2-neutralen Teilen zu beliefern.

MechaniXnews – 28.12.2020

Augmented Reality für das HUD

Mit dem neuen Augmented-Reality-Head-up-Display kombiniert VW die virtuelle mit der realen Welt. Das System legt ausgewählte Symbole passend über die Aussenwelt. Wichtige Informationen werden dazu auf die Windschutzscheibe projiziert, und zwar in zwei Feldern und Ebenen getrennt. Das grosse Fenster für die dynamischen Anzeigen liegt mit einem virtuellen Abstand von zirka zehn Metern im Sichtbereich des Fahrers, es hat rund 1,8 Meter Diagonale. In diesem Fernbereichsfenster erscheinen Informationen der Assistenzsysteme sowie die Abbiegepfeile sowie Start- und Zielpunkte der Navigation. Die neue Komfortfunktion setzt VW zunächst in den elektrisch angetriebenen Modellen ID.3 und ID.4 ein.

MechaniXnews – 25.12.2020

Der Weihnachtsmann – ein Auto-Fan?

Auf seiner Auslieferungstour ist der Weihnachtsmann auch dieses Jahr wieder von verschiedenen Fotografen abgelichtet worden. Aufgrund dieser Bilder stellt sich nun die Frage, ob der grosse Rote mit dem langen weissen Bart eigene Fahrzeuge benutzt oder diese nur anmietet – je nach dem jeweiligen Gebiet, wo er Geschenke zu verteilen hat. Während er im hohen Norden mit dem neuen Land Rover Defender wohl optimal ausgerüstet ist, besucht er die Briten lieber mit einem Roadster aus dem Hause Morgan und fährt dann mit dem gar nicht so kleinen Mini weiter in Richtung Schweiz, wo er mit dem BMW i8 in Zürich Aufmerksamkeit erregte. Egal, welches Modell: Die Ära des Holzschlittens und der Rentiere scheint endgültig vorbei zu sein.

MechaniXnews – 23.12.2020

Stromtanknetz wächst

Die Schnellladestation bei Suhr an der A1 ist der erste von 20 Standorten, die der Netzwerk-Provider Fastned im Rahmen einer Ausschreibung des Bundesamtes für Strassen (Astra) gewonnen hat. Seit der Gründung des Unternehmens 2012 hat Fastned 131 Schnellladestationen in den Niederlanden, Deutschland, Grossbritannien, Belgien und in der Schweiz errichtet. Fastned liefert ausschliesslich erneuerbare Energie aus Wind und Sonne. Die Station Suhr bietet Schnellladungen mit 300 kW für bis zu vier Fahrzeuge gleichzeitig. Damit werden in 15 Minuten bis zu 300 km Reichweite pro Auto erreicht. Das Aufladen kostet 59 Rappen pro kWh. Für die Abrechnung der Ladevorgänge gibt es eine Vielzahl von Zahlungsoptionen, darunter Ladekarten zahlreicher Anbieter und Kreditkarten oder Online-Banking in der Fastned-App.

MechaniXnews – 21.12.2020

Forschen am induktiven dynamischen Laden

Im Projekt Induct-Infra wollen Forscher der Technischen Hochschule RWTH Aachen Konzepte für die Energieübertragung zwischen Fahrzeug und Strasse entwickeln. Induktionsmodule in der Fahrbahn sollen Elektroautos während der Fahrt laden. Zusammen mit Partnern erforscht die RWTH nun Konzepte und Werkstoffsysteme. Dabei sollen die Induktionsmodule, die erforderlichen Werkstoffe sowie Technologien für deren dauerhafte Integration in die Verkehrsinfrastruktur entwickelt werden. Im induktiven Laden während der Fahrt sehen die Forscher eine Lösung für aktuelle Probleme wie mangelnde Reichweite, zu grosse Batterien, zu hohes Gewicht und lückenhafte Ladeinfrastruktur. Gefördert wird das Projekt bis Oktober 2023 durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur.

MechaniXnews – 18.12.2020

Potenzial der additiven Fertigung

Porsche hat erstmals das komplette Gehäuse eines Elektroantriebs im 3-D-Druck hergestellt. Die im additiven Laser-Schmelzverfahren gefertigte Motor-Getriebe-Einheit hat alle Qualitäts- und Belastungsprüfungen bestanden. Das Leichtmetallgehäuse wiegt weniger als ein konventionell gegossenes Bauteil und reduziert das Gesamtgewicht des Antriebs um rund 10%. Durch spezielle Strukturen, die erst im 3-D-Druck möglich werden, erhöhte sich die Steifigkeit in stark belasteten Bereichen gleichzeitig auf das Doppelte, und ein weiterer Vorteil der additiven Fertigung ist: Zahlreiche Funktionen und Bauteile konnten integriert werden, was den Montageaufwand reduziert und Vorteile für die Bauteilqualität mit sich bringt. Vorstellbar ist der Einsatz dieses E-Antriebs in einem Supersportwagen mit kleinen Stückzahlen.

MechaniXnews – 16.12.2020

Feststoffbatterie schon 2024?

Der US-amerikanische Batteriespezialist und VW-Partner Quantum Scape hat erste Leistungsdaten zu seinen Prototypenzellen einer Feststoffbatterie bekanntgegeben. Die Zahlen sind vielversprechend und deuten darauf hin, dass Quantum Scape die Reichweite von Elektroautos um gut 80% erhöhen könnte. Ausserdem soll die neue Feststoffbatterie das Problem der langen Ladezeiten gelöst haben. Sie soll in nur 15 Minuten von 0 auf 80% geladen werden können. Der Feststoffakku, ausgelegt als Lithium-Metall-Batterie, sei auch in Bezug auf Zyklenfestigkeit auf der Höhe. Der Akku weise selbst nach 800 vollständigen Ladezyklen noch mehr als 80% seiner Ursprungskapazität auf. VW will ab 2024 in die Massenproduktion der Quantum-Scape-Batterie einsteigen.

MechaniXnews – 14.12.2020

Allradantrieb mit künstlicher Intelligenz

Mit der neuen AWD-Abschalttechnik für die Kuga-Modelle setzt Ford auf künstliche Intelligenz, um die Motorkraft bei unproblematischen Strassen- und Witterungsverhältnissen allein an die Vorderräder zu lenken. Dadurch sollen sich Treibstoffeinsparung von rund 6,5% erzielen lassen. Selbstverständlich steht die Verteilung der Motorkraft auf alle vier Räder in Sekundenbruchteilen zur Verfügung, wenn dies die Grip-Verhältnisse erforderlich machen. Die Sensoren überwachen in Intervallen von weniger als 20 ms, ob zwischen den Rädern und der Fahrbahn zu viel Schlupf entsteht. Dabei arbeitet die Steuerelektronik mit einem Fuzzy-Logic-Algorithmus, der Daten der Traktionskontrolle und des ABS verarbeitet, um ein Durchdrehen einzelner Räder frühzeitig zu erkennen. Die AWD-Steuerung erkennt auch, ob das Fahrzeug einen Anhänger zieht.

MechaniXnews – 11.12.2020

Flüssigwasserstoff für LKW

Gase-Anbieter Linde und die Daimler Truck AG wollen gemeinsam die nächste Generation von Flüssigwasserstoff-Betankungssystemen für Brennstoffzellen-LKW entwickeln. Damit soll das Tanken von Wasserstoff so einfach wie möglich gemacht werden. Im Fokus der Kooperation steht ein Betankungsverfahren für flüssigen Wasserstoff (subcooled liquid hydrogen, sLH2). Dies ermöglicht sowohl eine höhere Speicherdichte, also eine grössere Reichweite, als auch eine schnellere Betankung und eine höhere Energieeffizienz. Die Unternehmen planen die erste Betankung eines Prototyp-LKW an einer Pilotstation in Deutschland für das Jahr 2023. Linde und Daimler beabsichtigen ein hohes Mass an Transparenz rund um die Schnittstellen der gemeinsam entwickelten Technologien.

MechaniXnews – 09.12.2020

Toyota stärkt Wasserstoffaktivitäten

Toyota Motor Europe will die Chancen von Wasserstoff verbessern und hat dazu nun die Fuel Cell Business Group gegründet. Wasserstoff besitzt hier ein grosses Potenzial, das weltweit für ein schnell wachsendes Interesse sorgt. Thiebault Paquet, Direktor der Fuel Cell Business Group: „Wir gehen davon aus, dass der weltweite Absatz unserer Brennstoffzellensysteme kurzfristig um den Faktor zehn steigen wird. Deshalb haben wir unsere Produktionskapazitäten deutlich erhöht.“ Mit dem Mirai hat Toyota seit 2014 ein Wasserstoff-Brennstoffzellenauto im Angebot. 2021 folgt nun Generation zwei. Toyota wird über die neue Fuel Cell Business Group eng mit Industriepartnern, Regierungen und Behörden zusammenarbeiten, um den Aufbau von Wasserstoff-Ökosystemen voranzutreiben.