MechaniXnews – 29.01.2021

Leichtbau für Elektromodelle

Jaguar Land Rover macht im Rahmen des Forschungsprojekts Tucana den nächsten Schritt bei der Entwicklung neuer Elektrofahrzeuge. Durch den Einsatz leichter Verbundmaterialien wie Kohle- und Glasfasern sollen neben einer erhöhten Reichweite auch weiter verbesserte Fahrdynamikeigenschaften erreicht werden. Der gezielte Austausch von Aluminium und Stahl durch Verbundwerkstoffe senkt das Gewicht pro Fahrzeug um im Schnitt 35 kg. Parallel dazu erhöht sich durch den Einsatz von Kohlefasern die Verwindungsfestigkeit um 30%. Diese Diät erlaubt den Einbau grösserer Batterien mit höherer Reichweite – ohne steigende CO2-Emissionen. JLR erwartet, schon 2022 erste Tucana-Prototypen zu Erprobungsfahrten auf die Strasse schicken zu können.

MechaniXnews – 27.01.2021

Zulieferer Schaeffler als E-Spezialist

Zulieferer Schaeffler hat sich bisher vor allem durch sein Know-how auf Komponenten- und Systemebene in der Elektromobilität ausgezeichnet. Nach dem Zukauf von Compact Daynamics und Elmotec-Statomat und der damit erworbenen Kompetenz in der Wicklungstechnik kann das Unternehmen nun die gesamte Industrialisierung von E-Motoren lückenlos abdecken. In diesem Jahr startet bei Schaeffler die Serienproduktion von Elektromotoren für Hybridmodule, Hybridgetriebe und rein elektrische Achsantriebe. Neben verschiedenen Serienaufträgen für E-Motoren im PKW-Bereich konnte jetzt ein weiterer wichtiger Meilenstein erreicht werden. Schaeffler betritt auch das Marktsegment für Heavy-Duty-Anwendungen im LKW-Bereich. Ab 2024 erfolgt die Lieferung einer gesamten Antriebseinheit mit zwei E-Motoren und ins Getriebe integrierter Leistungselektronik.

MechaniXnews – 25.01.2021

Energieaufwand für elektrische Verbraucher

Auf das Heizen der Sitze, des Lenkrads und der Aussenspiegel im Winter hat man sich gewöhnt und möchte nicht mehr darauf verzichten. Der ADAC hat nun den Energieverbrauch dieser Komponenten ermittelt und in Kosten umgerechnet. Als Vergleichsgrösse diente dabei der Verbrauch von Standardfunktionen wie Scheinwerfer, Frontscheibenheizung, Radio und Zigarettenanzünder. Die Faustformel lautet: 100 W Leistung, die der Generator zusätzlich liefern muss, führen zu einem Mehrverbrauch von 0,1 l/100 km bzw. 0,1 kWh/100 km. Sind also die Heizaggregate für Frontscheibe (800 W), Sitz (100 W), Lenkrad (50 W) und Aussenspiegel (40 W) aktiv und gleichzeitig das Smartphone am Laden (10 W), verteuert sich eine 400-km-Fahrt für Benziner um fast 6 Euro bzw. für Elektroautos um rund 1,25 Euro. 

MechaniXnews – 22.01.2021

Kleiner als ein Salzkorn

Auch im Automobilbau ist der Trend zur Miniaturisierung unaufhaltsam. Daher bringt der Licht- und Elektronikspezialist Hella mit den Flat-Light-Technologien nun eine Innovation für Heckleuchten auf den Markt, die Funktionalität und Design vereint. Möglich wird dies durch ein Lichtleiterkonzept auf der Basis von Mikrooptiken, also optischen Linsen, die kleiner als ein Salzkorn sind. Mit den nur wenige Mikrometer grossen Optiken lassen sich die Beugungseigenschaften des Lichts nutzen. Ein weiterer Vorteil des neuen Konzepts liegt beim Energieaufwand. So wird lediglich 1 W benötigt, um sämtliche Schlusslichtfunktionen zu ermöglichen. Blink-, Brems- und Schlusslicht lassen sich in nur einem Optikelement umsetzen. Bislang waren dazu Einzelkammern nötig.

MechaniXnews – 20.01.2021

3-D-Navi mit Wow-Effekt

Continental, Here und Leia Inc. entwickeln gemeinsam 3-D-Navigationsinhalte. Dabei werden die dreidimensionale Darstellung von Gebäuden, die Topografie von Here und die Lichtfeldtechnik von Leia zum Leben erweckt. Da die Visualisierung von 3-D-Navigationskarten ohne Spezialbrille oder Blickbewegungssensor möglich ist, können sowohl der Fahrer als auch die Passagiere die 3-D-Inhalte betrachten. Auf Basis des natürlichen 3-D-Displays von Continental, der Lichtfeldtechnik von Leia und den 3-D-Karteninhalten von Here wurde nun ein gemeinsamer Demonstrator entwickelt. Daraus sollen Lösungen für nächste Fahrzeuggenerationen industrialisiert werden. Mehr Infos zu Continental auf der CES gibt es unter www.continental.com.

MechaniXnews – 18.01.2021

Kein Beschlagen der Frontscheibe mehr

Nicht selten führt kondensierte Luftfeuchtigkeit im Auto zu einer beschlagenen Frontscheibe. Besonders bei niedrigeren Aussentemperaturen kann dies zum Problem werden. Dann heisst es entweder wischen oder warten, bis das Gebläse und die Klimaanlage für freie Sicht gesorgt haben. Ein neues Sensorsystem von Ford sorgt nun aber ab sofort für komfortable Abhilfe: Das nur 50x30 mm grosse System befindet sich direkt an der Windschutzscheibe in der Nähe des Rückspiegels. Es misst die Luftfeuchtigkeit im Cockpit und erfasst Veränderungen der Frontscheibentemperatur. Bei Bedarf aktiviert das System automatisch die Klimaanlage und wählt auch die erforderliche Luftstromeinstellung aus, um ein Beschlagen der Windschutzscheibe bereits im Ansatz zu verhindern.

MechaniXnews – 15.01.2021

Das 3-Stufen Programm von Renault

Luca de Meo, der Vorstandsvorsitzende der Groupe Renault, präsentierte gestern den neuen Strategieplan «Renaulution». Das Programm, das die nachhaltige Profitabilität des Unternehmens sichern soll, verfolgt das Ziel, bis 2050 in Europa den CO2-Fussabdruck der Renault-Marken auf null zu reduzieren. Renaulution umfasst drei Phasen: die Erholung bis 2023 (Verbesserung der Margen und der Cash-Situation), die Erneuerung bis 2025 (Erschliessung neuer Fahrzeugsegmente, Steigerung der Rentabilität), die Revolution ab 2025 (verstärkte Ausrichtung auf Technologie, Energie und Mobilität). Die Schaffung der vier Geschäftsbereiche Renault, Dacia-Lada, Alpine und Mobilize mit starker Identität ist die Basis für ein neues Produktportfolio. Geplant sind 24 Neueinführungen bis 2025 und mindestens zehn vollelektrische Fahrzeuge. 

MechaniXnews – 13.01.2021

Vor 30 Jahren ein Blick in die Zukunft

Erstaunlich, wie viel Zukunft das Forschungsfahrzeug F100 von Mercedes bereits an Bord hatte. Vorgestellt wurde es am 12. Januar 1991 bei der North American International Auto Show (NAIAS) in Detroit. Telefonbedienung mit Lenkradtasten, Tempomat mit Abstandsregelung und elektronische Reifendruckkontrolle waren nur einige der Ausstattungsmerkmale. Von den futuristischen Systemen des F100 haben viele nun den Weg in die Serie gefunden. Für die Entwicklung des Fahrzeugs berücksichtigen Ingenieure und Designer Ergebnisse aus der Unfall- und der Sozialforschung. Weil der Fahrer stets an Bord ist, steht ihm der sicherste Platz im Wagen zu; daher sitzt er im F100 mittig in der Fahrgastzelle. Die erstmals bei Mercedes verwendeten Gasentladungsleuchten brachten eine gute Fahrbahnausleuchtung. Die Technik kam dann unter dem Namen Xenon-Scheinwerfer in die Serie.

MechaniXnews – 11.01.2021

Der MBUX-Hyperscreen im EQS

Einfach zu bedienen und zudem lernfähig: Der MBUX-Hyperscreen (Mercedes-Benz User Experience) im elektrisch angetriebenen S-Klasse-Mercedes zieht sich schwungvoll über fast die ganze Breite zwischen den A-Säulen. Mit der lernfähigen Software stellt sich das Anzeige- und Bedienkonzept auf den Nutzer ein und unterbreitet personalisierte Vorschläge für zahlreiche Infotainment-, Komfort- und Fahrzeugfunktionen. Dank des Zero-Layer muss der Nutzer weder durch Untermenüs scrollen noch Sprachbefehle geben. Die wichtigsten Applikationen werden immer situativ und auf den Kontext bezogen auf der obersten Ebene im Blickfeld angeboten. Auch der Beifahrer erhält einen eigenen Anzeige- und Bedienbereich, der das Reisen angenehmer gestaltet. Für ein besonders brillantes Bild wird bei Zentral- und Beifahrer-Display OLED-Technik genutzt. 

MechaniXnews – 08.01.2021

Auszeichnung für energieeffiziente Mobilität

Die Partner H2 Energy, Hyundai Hydrogen Mobility und Hydrospider sowie der Förderverein H2 Mobilität Schweiz gestern Abend vom Bundesamt für Energie den renommierten Energiepreis Watt d’Or 2021 in der Kategorie «Energieeffiziente Mobilität». Ausgezeichnet wurde das Wasserstoff-Ökosystem für emissionsfreie Mobilität, das beinhaltet, dass bis zum Jahr 2025 rund 1600 Brennstoffzellen-Nutzfahrzeuge von Hyundai auf Schweizer Strassen unterwegs sein werden. Der von diesen Fahrzeugen verwendete «grüne» Wasserstoff wird mit Strom aus erneuerbaren Energien hergestellt. Auf einer Distanz von rund 80 000 Kilometern pro Jahr spart ein Brennstoffzellen-LKW damit 70 bis 75 Tonnen CO2 ein. Neben den vier heute bestehenden H2-Stationen sind fünf Tankstellen in Planung oder stehen kurz vor der Inbetriebnahme.