MechaniXnews – 07.05.2021

Hör mal, wer da hupt!

Bisher sind automatisiert fahrende Autos nur mit «sehender» Sensorik ausgestattet, also mit Radar-, Lidar- und Ultraschallsensoren sowie Kameras. Das reicht aber nicht für automatisiertes Fahren auf den höheren Levels. Deshalb arbeitet der deutsche Entwicklungsdienstleister fka seit mehr als drei Jahren am «Hörsinn» von Autos. Das System Sonic Intelligence erkennt die Signale eines sich nähernden Martinshorns von Polizei, Feuerwehr oder Rettungsdienst. Der dazu notwendige akustische Umfeldsensor ist wetterfest und kann Geräusche in einem Umkreis von 360° erfassen. Der Fahrer oder das automatisierte Fahrzeug werden informiert, aus welcher Richtung sich das Einsatzfahrzeug nähert. Ausserdem erhalten sie Verhaltensempfehlungen wie etwa «rechts heranfahren» oder «Rettungsgasse bilden».

MechaniXnews – 05.05.2021

Schnelle CO2-Reduzierung möglich

Langsam wächst das Angebot an erneuerbaren, CO2-reduzierten Treibstoffen. Nach dem R33 Blue Diesel kommt von Bosch, Shell und Volkswagen jetzt auch ein CO2-reduzierter Treibstoff für Ottomotoren. Der Blue Gasoline genannte Sprit besteht aus bis zu 33% erneuerbaren Anteilen und sorgt damit pro gefahrenem Kilometer bei Betrachtung von der Quelle bis zum Rad für eine CO2-Ersparnis von mindestens 20%. Allein mit einer Flotte von 1000 VW Golf 1.5 TSI lassen sich damit bei einer Jahreslaufleistung von jeweils 10‘000 km mehr als 230 Tonnen CO2 pro Jahr einsparen. Über zertifizierte Kompensationsmassnahmen gleicht Shell auch die bei Einsatz von Blue Gasoline noch verbleibenden CO2-Emissionen aus. Geplant ist es, den Treibstoff im Laufe des Jahres zuerst in Deutschland auch an regulären Tankstellen zu bringen. 

MechaniXnews – 03.05.2021

Mercedes ehrt Stirling Moss und den 300 SLR

Zu Ehren der vor einem Jahr im Alter von 90 Jahren verstorbenen Rennfahrerlegende Sir Stirling Moss präsentiert Mercedes-Benz Classic den 300 SLR bei exklusiven Auftritten in England. Mit der Startnummer 722 gewinnt das Team Moss/Jenkinson 1955 die legendäre Mille Miglia. Sie benötigen für die 1000 Meilen von Brescia nach Rom und zurück lediglich zehn Stunden, sieben Minuten und 48 Sekunden. Diese Zeit wurde bei dem bis 1957 ausgetragenen Strassenrennen nicht mehr unterboten. Der 300 SLR soll zunächst vom 8. bis 11. Juli beim Goodwood Festival of Speed ausgestellt werden. Beim Goodwood Revival im September wird der Zweisitzer mit dem unverwechselbaren Sound dann auch einige schnelle Runden drehen. Angetrieben wird er vom 3-l-Achtzylinder-GP-Motor mit 310 PS. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei über 300 km/h.

MechaniXnews – 30.04.2021

Weg vom Kohlenstoff

Mit der Way to Zero-Convention hat VW gestern die Pläne zur Dekarbonisierung des Unternehmens bekannt gegeben. Bis 2050 wollen die Wolfsburger klimaneutral sein. Neues Zwischenziel: Bis 2030 sollen in Europa die CO2-Emissionen pro Fahrzeug um 40% sinken. Ein durchschnittliches VW-Modell wird damit rund 17 Tonnen CO2 weniger emittieren. Neben einem schnellen Hochlauf der Elektromobilität will VW die Herstellung einschliesslich der Lieferketten sowie den Betrieb der E-Modelle bilanziell klimaneutral machen. Hinzu kommt das Recycling der Hochvoltbatterien. Ein wichtiger Faktor für eine CO2-neutrale E-Mobilität ist auch das Laden mit 100% regenerativ erzeugtem Strom. Dadurch können im Vergleich zum normalen EU-Strommix fast 50% der CO2-Emissionen vermieden werden.

MechaniXnews – 28.04.2021

Gemeinsam schneller und besser

Technologische Fortschritte bei Vernetzung, Automatisierung, Sharing und Elektrifizierung sorgen für grosse Veränderungen in der Autoindustrie. Aktuell entwickeln die Autohersteller unabhängig voneinander Lösungen für die Fahrzeugkommunikation. Nun haben sich aber Daihatsu, Mazda, Subaru, Suzuki und Toyota auf die gemeinsame Entwicklung von Fahrzeug-Kommunikationsstandards der nächsten Generation geeinigt. Auf diese Weise sollen neue Dienste komfortabler vernetzt und standardisiert werden. So kann sich jeder Hersteller stärker auf die Entwicklung eigener Anwendungen und Dienste auf Basis der gemeinsamen Infrastruktur konzentrieren. Die Partner sollen offen sein für eine Zusammenarbeit mit weiteren gleichgesinnten Unternehmen.

MechaniXnews – 28.04.2021

Gemeinsam schneller und besser

Technologische Fortschritte bei Vernetzung, Automatisierung, Sharing und Elektrifizierung sorgen für grosse Veränderungen in der Autoindustrie. Aktuell entwickeln die Autohersteller unabhängig voneinander Lösungen für die Fahrzeugkommunikation. Nun haben sich aber Daihatsu, Mazda, Subaru, Suzuki und Toyota auf die gemeinsame Entwicklung von Fahrzeug-Kommunikationsstandards der nächsten Generation geeinigt. Auf diese Weise sollen neue Dienste komfortabler vernetzt und standardisiert werden. So kann sich jeder Hersteller stärker auf die Entwicklung eigener Anwendungen und Dienste auf Basis der gemeinsamen Infrastruktur konzentrieren. Die Partner sollen offen sein für eine Zusammenarbeit mit weiteren gleichgesinnten Unternehmen.

MechaniXnews – 26.04.2021

Nachhaltiger dank Biowerkstoffen

Autohersteller und Zulieferer suchen intensiv nach neuen, nachhaltigen Werkstoffen, um die CO2-Bilanz der Fahrzeuge zu verbessern. Ein Beispiel für ein solches Material ist Oryzite, das die heute im Auto noch mehrheitlich aus Erdöl hergestellten Kunststoffbauteile teilweise ersetzen könnte. Oryzite wird aus Reishülsen hergestellt. Diesen werden dann Enzyme beigegeben, die ebenfalls aus der Reispflanze stammen. So entsteht ein natürliches Polymer, für dessen Herstellungsprozess pro Kilogramm 0,0625 kWh Energie benötigt werden. Zum Vergleich: Für die Produktion von Polypropylen werden zwischen 0,25 und 0,36 kWh/kg gebraucht. Seat testet diesen Werkstoff derzeit im Rahmen eines Pilotprojektes für die Fertigung von Ausstattungselementen für das Modell Leon.

MechaniXnews – 23.04.2021

Drei Töpfe für Wasserstoff

Toyota entwickelt einen Dreizylinder-Verbrennungsmotor, der mit Wasserstoff betrieben wird. Erprobt wird das Aggregat im Motorsport, in einem Corolla mit Handschaltung und Vorderradantrieb. Das 1,6-Liter-Triebwerk erhält den Treibstoff H2 über ein modifiziertes Einspritzsystem in die Brennräume. Die Verbrennung erfolgt schneller als bei vergleichbaren Benzinern, was zu einem besseren Ansprechverhalten des Motors führt. Grösster Vorteil dieser Antriebsart: Wasserstoffmotoren erzeugen lokal keine CO2-Emissionen. In den 00er-Jahren haben sich BMW und Mazda ebenfalls mit H2-Verbrennern versucht, die Entwicklung dann aber wieder eingestellt. Heute wird der Wasserstoffmotor von einigen Nutzfahrzeugherstellern wieder erprobt.

MechaniXnews – 21.04.2021

Einschlagen bis 90°

Zulieferer Schaeffler fertigt Elektromotoren für Hybridmodule, Hybridgetriebe und rein elektrische Achsantriebe mit Leistungen bis mehr als 300 kW. Erstmals zeigt Schaeffler nun auf dem chinesischen Markt ein Rolling Chassis, das eine lokal emissionsfreie Antriebslösung für Grossstädte zeigt. Die Antriebs- und Fahrwerkskomponenten sind platzsparend in kompakten Baueinheiten zusammengefasst, den „Schaeffler Intelligent Corner Modules“. Zu diesen Modulen gehören der Radnabenmotor, die Radaufhängung inklusive Federung sowie der Aktor für die elektromechanische Lenkung. Die Lenkung des Radmoduls ist als Steer-by-wire-System ausgeführt. Mit der gewählten Form der Radaufhängung kann ein Radeinschlag von bis zu 90° realisiert werden. Damit lässt sich manövrieren!

MechaniXnews – 19.04.2021

Svolt fertigt ohne Kobalt

Wie die meisten Batteriehersteller arbeitet auch das chinesische Unternehmen Svolt Energy an kobaltfreien Batteriezellen. Ab sofort beginnt Svolt nun mit der Produktion von Kathodenmaterial, ab Juni soll die kobaltfreie NMX-Zelle (75% Nickel, 25% Mangan) in Serie gefertigt werden. Jährlich werden in der Zellfabrik in Jintan in ihrer derzeitigen Ausbaustufe rund 5000 Tonnen des neuen Kathodenmaterials hergestellt. Stabilisiert wird die Kathode über speziell entwickelte Doping- und Coating-Prozesse. So erreichen die NMX-Zellen auch ohne Kobalt eine hohe thermische Stabilität und Gesamtsicherheit. Die kobaltfreien Batteriezellen werden zunächst in zwei Grössen angeboten und sollen an Ende 2023 auch in einem geplanten Werk im Saarland hergestellt werden.