MechaniXnews – 09.07.2021

Wärmespeicher für die Flauten

Das ETH-Spin-off Synhelion und die Empa führen gemeinsam ein Forschungsprojekt für die Entwicklung eines Hochtemperatur-Energiespeichers durch. Dieser ist ein zentraler Bestandteil bei der Herstellung von solaren Treibstoffen. Für die Herstellung dieser Treibstoffe hat Synhelion ein solar-thermochemisches Verfahren entwickelt, das auf Prozesswärme aus konzentriertem Sonnenlicht basiert. Damit die chemischen Reaktoren rund um die Uhr betrieben werden können, wird ein Wärmespeicher benötigt, der einen Teil der Solarenergie für die Nacht oder für bewölkte Perioden speichert. So lässt sich die Auslastung der Anlage zur erhöhen, und die Investitionen können gesenkt werden. Die Speichertechnik soll in Synhelions erster industrieller Anlage, die 2022 gebaut wird, Anwendung finden.

MechaniXnews – 07.07.2021

Over-the-Air-Updates für die ID-Familie

VW geht den nächsten Schritt in Richtung Software-orientierter Mobilitätsanbieter. Die Marke spielt regelmässig Software-Updates over-the-air in die Modelle seiner ID-Familie aus und ist damit der erste Volumenhersteller, der diese Technik für Kunden in der Breite verfügbar macht. Der neuste Software-Stand ID.Software2.3 wird per mobilem Datentransfer schon diesen Monat an Kunden des First-Movers-Club ausgeliefert. Das Update enthält Anpassungen und Verbesserungen rund um Bedienung, Performance und Komfort. Weitere Updates werden sukzessive folgen. Künftig wird VW die Software der ID-Fahrzeuge alle zwölf Wochen auf den neusten Stand bringen. Für die kontinuierliche Aktualisierung der Software im Auto hat VW eigens die Projekteinheit ID Digital gegründet.

MechaniXnews – 05.07.2021

Nissan erstellt ein Elektroautozentrum

In der Nähe des britischen Nissan-Standorts Sunderland entsteht ein Fertigungszentrum für Elektroautos, das die Dekarbonisierungsstrategie des Autoherstellers beschleunigen und damit den Weg in die Klimaneutralität ebnen soll. In das Projekt EV36 Zero investiert Nissan gemeinsam mit Batteriepartner Envision AESC und der Stadt Sunderland eine Milliarde britische Pfund (rund 1,3 Milliarden Franken). Zum Projekt gehören die Produktion von Elektrofahrzeugen, die Bereitstellung erneuerbarer Energien und die Batterieherstellung. EV36 Zero soll insgesamt 900 neue Arbeitsplätze im Werk Sunderland und mehr als 4500 in der britischen Lieferkette schaffen. 750 neue Stellen gibt es in der zweiten Gigafactory von Envision AESC. Dieses Unternehmen stellt seit 2012 Batterien für den Nissan Leaf her.

MechaniXnews – 02.07.2021

Porsche arbeitet am Echtzeit-Warnsystem

Here Technologies, Vodafone und Porsche wollen die Sicherheit auf der Strasse mit Hilfe der 5G-Technik und hochpräziser Identifizierung und Lokalisierung von Gefahrensituationen verbessern. Dazu erproben die Partner ein Echtzeit-Warnsystem. Fahrzeuge und Insassen sollen künftig unmittelbar verzögerungsfrei Gefahrenmeldungen erhalten, um direkt darauf reagieren zu können. Im Vodafone 5G Mobility Lab laufen nun Tests unter alltagsähnlichen Bedingungen. Von Kamera- und Sensorsystemen erfasst und mit hochpräziser Karten- und Positionierungstechnik lokalisiert, sollen die Daten direkt am Rande der Strasse ausgewertet werden. Im Anschluss werden sie in Form von dezidierten Warnhinweisen über die Mobilfunktechnik 5G ohne Verzögerung an die nachfolgenden Verkehrsteilnehmer übermittelt.

MechaniXnews – 30.06.2021

Testbetrieb mit Fuel-Cell-Bus gestartet

Hyundai Motor testet zusammen mit zwei Busunternehmen in München den Brennstoffzellenbus Elec City im täglichen Einsatz. Die Busbetriebe Ettenhuber GmbH und Geldhauser werden den Brennstoffzellenbus auf bereits bestehenden Linien im Fahrgastbetrieb einsetzen. Hyundai will zudem in diesem Jahr mit vier weiteren Busunternehmen Demonstrationsfahrten durchführen. Dabei soll auch das Feedback von Fahrgästen und Fahrern einbezogen werden. Auf Jahresbasis wird erwartet, dass die Elec-City-Busse den CO2-Ausstoss um die gleiche Menge reduzieren, die in einem Jahr von 1500 Hektar Wald gebunden wird. Die Busse sind mit 180-kW-Brennstoffzellensystem ausgestattet und nehmen in den auf dem Dach angeordneten fünf Tanks 34 kg H2 auf.

MechaniXnews – 28.06.2021

In Maranello geht die Post ab

Im Hause Ferrari geht die Entwicklung so schnell voran, wo bisher noch nie. Neue Modelle und neue Antriebsstränge sorgen für Hochbetrieb im Werk in Maranello – und wohl auch für eine gesunde Haushaltskasse. Neustes Hightech-Produkt ist der Zweisitzer 296 GTB mit 3-l-120°-V6, der dank zwei Turboladern und zusammen mit dem 122-kW-Elektromotor des Hybridsystems bei 6250/min 740 Nm und bei 8000/min 610 kW (830 PS) liefert. Erstmals seit Dino-Zeiten ist damit ein Ferrari wieder mit Sechszylindermotor ausgestattet. Die vollständig neu entwickelte Antriebseinheit ist zwischen Fahrer und Hinterachse installiert und treibt via 8-Stufen-Doppelkupplungsgetriebe und E-Differenzial die Hinterräder an.

MechaniXnews – 25.06.2021

Deutsch-amerikanische Kooperation

Wer eine Lösung für nachhaltigere Mobilität anbieten will, darf die Nutzfahrzeuge nicht vergessen. Deshalb kooperiert das deutsche Engineering-Unternehmen IAV im Rahmen eines Forschungsprojekts mit dem Massachusetts Institute of Technology (MIT), in dem neue Antriebsarten für Trucks verglichen und bewertet werden. Neben dem Elektro- und dem CNG-Antrieb stehen der H2-Verbrennungsmotor und die Brennstoffzelle im Fokus. Durch die Kooperation mit dem MIT erhält IAV Zugang zu Informationen über Nutzfahrzeugantriebe für den US-amerikanischen Markt, basierend auf realen Streckenprofilen und Fahrverhalten. Auf dieser Basis kann dann mit europäischen Antriebskonzepten verglichen werden. Die ersten Ergebnisse des Projekts sollen in der zweiten Jahreshälfte vorgestellt werden, der Abschlussbericht wird 2022 erscheinen.

MechaniXnews – 23.06.2021

3-D-Druckteile für die A-Säule

VW pusht den Einsatz von 3-D-Druckern in der Autoproduktion. Im Stammwerk Wolfsburg wurde erstmals das neuste Verfahren, das Binder-Jetting, in der Teilefertigung eingesetzt. Wird beim herkömmlichen 3-D-Druck von einem Laser aus Metallpulver Schicht für Schicht ein Bauteil aufgebaut, erledigt das beim Binder-Jetting-Verfahren ein Klebstoff. Mit diesem Verfahren sinken die Kosten, und die Produktivität wird erhöht. Das Wolfsburger 3-D-Druckzentrum ermöglicht die Fertigung komplexer Fahrzeugteilen durch 3-D-Druck. Bis 2025 sollen dort bis zu 100‘000 Teile pro Jahr für VW gefertigt werden. Die ersten Bauteile aus dem Binder-Jetting-Verfahren gehen zur Zertifizierung nach Osnabrück: Teile für die A-Säule des T-Roc Cabrios. Diese wiegen fast 50% weniger als herkömmliche Teile aus Stahlblech.

MechaniXnews – 21.06.2021

FC-Komponenten von Bosch

Zulieferer Bosch erhielt vom Daimler-Volvo-Jointventure Cellcentric einen Grossauftrag für einen elektrischen Luftverdichter mit integrierter Leistungselektronik. Als Kernkomponente des Brennstoffzellensystems regelt der Verdichter die Sauerstoffzufuhr. Er soll künftig in schweren Nutzfahrzeugen und in stationären Anwendungen zum Einsatz kommen. Bosch bietet den Luftverdichter in den zwei Leistungsklassen 20 und 30 kW an. Die Der Anlauf der Serienproduktion ist für Mitte des Jahrzehnts geplant. Das Bosch-Portfolio für Fahrzeuge reicht von einzelnen Sensoren über Kernkomponenten wie dem elektrischen Luftverdichter bis zum kompletten Fuel-Cell-Modul. Bosch und Cellcentric wollen wichtige Hersteller von Brennstoffzellensystemen werden und damit bis 2025 zum nachhaltigen Transport beitragen. 

MechaniXnews – 18.06.2021

Wasserstoffantrieb für den Defender

Jaguar Land Rover entwickelt einen Prototyp des Defender mit Wasserstoff-Brennstoffzellenantrieb, der noch in diesem Jahr den Testbetrieb aufnehmen soll. Damit stellen die Engländer einen wichtigen Aspekt der neuen Re-imagine-Strategie vor: Bis 2036 sollen die Auspuffemissionen der JLR-Modelle und bis 2039 alle CO2-Nettoemissionen aus Produkten, Standorten und der Lieferkette auf null gesenkt werden. Im Rahmen des Project Zeus arbeitet Jaguar Land Rover mit Forschungs- und Entwicklungsunternehmen wie Delta Motorsport, AVL und Marelli Automotive Systems zusammen.