MechaniXnews – 03.04.2020

Schrittchen in Richtung autonomes Fahren

Volvo und Veoneer halten bislang je 50 Prozent am Joint Venture Zenuity, das zur Entwicklung neuer Assistenz- und Fahrsysteme für autonom fahrende Autos gegründet wurde. Unter der gemeinsamen Regie hat Zenuity dafür eine Software-Plattform entwickelt. Als Teil der jetzt getroffenen Vereinbarung werden die bisherigen Aktivitäten und Mitarbeiter von Zenuity in Göteborg und in Schanghai in das neue Unternehmen überführt, das künftig zu Volvo Cars gehört. Der neue Bereich von Zenuity wird sich auf die Entwicklung von Software für vollautonomes Fahren konzentrieren. Diese kommt in der nächsten Generation von Volvo-Modellen zum Einsatz, die auf der Fahrzeugarchitektur SPA2 basiert. Das neue Unternehmen wird im dritten Quartal 2020 den Betrieb aufnehmen.

MechaniXnews – 01.04.2020

Perspektive für H2-Brennstoffzellen-Technik

BMW gibt einen ersten Einblick in das Antriebssystem des zukünftigen Modells i Hydrogen Next. Zwar steht offenbar für die Bayern das langfristige Potenzial des Brennstoffzellenantriebs ausser Frage, doch kann den Kunden kurzfristig noch kein Serienfahrzeug angeboten werden. Dies liegt an den aktuell noch nicht passenden Rahmenbedingungen – Stichworte Wasserstoffherstellung und Infrastruktur. Trotzdem nennt BMW schon Daten: Das Brennstoffzellensystem erzeugt bis zu 125 kW, und im Fahrzeug sind zwei 700-bar-Tanks untergebracht, die 6 kg H2 fassen. Die Systemleistung soll insgesamt 275 kW betragen. Mit diesem Antrieb wird BMW 2022 eine Kleinserie vorstellen, die auf dem aktuellen X5 basiert. Die seit 2013 bestehende Zusammenarbeit auf diesem Gebiet mit Toyota wird weitergeführt.

MechaniXnews – 30.03.2020

Beliebte Zwerge in Japan

Während Peugeot mit dem Modell 208 Anfang März den europäischen Wettbewerb «Car oft he Year 2020» für sich entschied, siegte bei der vergleichbaren, ebenso prestigeträchtigen Ausschreibung in Japan das Modellpaar Mitsubishi eK Wagon und eK X (Bild). Mit der neuen Generation der beiden Kei-Cars errang die Allradmarke Japans den renommierten Titel, der ebenfalls von Fachjournalisten verliehen wird, aufgrund des aussergewöhnliche Konzept. Die nur 3,39 Meter langen und 1,47 Meter breiten Kei-Cars bilden die beliebteste Fahrzeugklasse in Japan: Rund jede zweite Neuzulassung fällt in dieses Segment. Da der Radstand mit 2,50 Metern vergleichsweise sehr gross ist, bieten die Zwerge trotzdem viel Innenraum. Reichhaltig soll auch die Sicherheitsausstattung sein.

MechaniXnews – 27.03.2020

Eleganz im Park erst im Herbst

Der Concorso d’Eleganza Villa d’Este wird nicht wie geplant vom 22. bis 24. Mai über die Bühne gehen. Die Organisatoren haben das prestigeträchtige Schaulaufen für Auto- und Motorradklassiker am Comersee auf 16. bis 18. Oktober verschoben. Veranstalter BMW äusserst sich so: „Der Concorso d’Eleganza Villa d’Este gilt als eine der aufwendigsten und exklusivsten Veranstaltungen ihrer Art. Diesem Anspruch wollen wir gerecht werden. Mit der frühen Absage kommen wir auch den Gästen aus Übersee entgegen, die längere Vorlaufzeiten für Logistik und Reisevorbereitungen benötigen. Wir wünschen allen Teilnehmern, Besuchern und Fans des Concorso d’Eleganza Villa d’Este alles Gute und Gesundheit.“

MechaniXnews – 25.03.2020

Mit dem Biohybrid durch die Stadt

Seit mehreren Monaten absolvieren die vierrädrigen Pedelecs der Schaeffler Biohybrid Erprobungsfahrten in Deutschland. Bei den Testfahrten sollten die Einsatzmöglichkeiten mit der Passenger- und der Cargo-Variante des Biohybrid in der Stadt und auf Campus-Arealen aufgezeigt werden. Während ein herkömmlicher Lieferwagen oft nur schwer durch den dichten Stadtverkehr kommt und selten einen legalen Parkplatz findet, können Kurierfahrer mit dem wendigen Biohybrid auf dem Radweg am Stau vorbeifahren und direkt vor der Tür halten. Gerald Vollnhals, Geschäftsführer Schaeffler Biohybrid, zieht ein positives Fazit: „Wir haben dokumentiert, dass der Biohybrid vielfältig einsetzbar ist. Unser Ziel ist es, eine breite Käuferschicht anzusprechen.“ Gegen Ende Jahr sollen die Ultraleichtfahrzeuge nun in Serie gehen. 

MechaniXnews – 23.03.2020

Mit dem Auto auf Du

Mit dem Keyword „Hey Mercedes“ stehen den Passagieren eines Mercedes-Benz beim Multimediasystem MBUX (Mercedes-Benz User Experience) ab sofort einige neue Unterhaltungsmöglichkeiten zur Verfügung: MBUX liest den Schneebericht für Skigebiete vor, schaut fürs Horoskop in die Sterne und unterhält Passagiere mit Quizfragen. Mit diesen Services ergänzt das System die Funktionen rund um Unterhaltung und Unterstützung während der Fahrt. Zu den weiteren Features zählen neben dem anwenderfreundlichen Sprachassistenten die intuitive Touchscreen-Bedienung des Displays und die Navigationsdarstellung mit Augmented Reality bei aktiver Navigation. Dabei wird ein Videobild der Umgebung um hilfreiche Navigationsinformationen angereichert. Ausserdem funktioniert die Kommunikation mit MBUX inzwischen weniger formal: Man duzt sich.

MechaniXnews – 20.03.2020

Zweites Reifenleben

Forscher der National University of Singapore haben ein neues Recycling-Verfahren entwickelt, das aus abgefahrenen Reifen einen universell nutzbaren Schaum macht. Dieser eignet sich bestens als Dämmstoff für Häuser oder als Schallabsorber in Autos. Das Material schützt vor Feuchtigkeit, saugt Öl und andere Flüssigkeiten auf, die bei Unfällen auslaufen. Zur Herstellung des sehr leichten und hochbelastbaren Schaums werden die Reifen fein zerkleinert und in Wasser mit einem chemischen Zusatz eingestreut. Dann wird die Suspension umgerührt und schliesslich in eine Form gefüllt. Diese landet in einem Gefriertrockner, in dem eine Temperatur von minus 50 Grad Celsius herrscht. Nach rund zwölf Stunden ist der Schaum trocken und einsatzbereit.

MechaniXnews – 18.03.2020

Schalensitze aus 3-D-Drucker

Der Autositz ist die Schnittstelle zwischen Mensch und Fahrzeug und entsprechend wichtig für ein präzises, sportliches Handling. Mit der Konzeptstudie «3-D-Druck-Bodyform-Vollschalensitz» präsentiert Porsche eine Alternative zur konventionellen Polsterung von Schalensitzen. Ein Grundträger aus expandiertem Polypropylen wird mit einer atmungsaktiven Komfortschicht aus einem Materialmix auf Polyurethanbasis verklebt, die im 3-D-Drucker entsteht. Kunden können künftig bei dieser Komfortschicht zwischen drei Härten wählen. Neben der motorsportähnlichen Ergonomie zeichnet sich dieser Sitz durch ein besonderes Design, niedriges Gewicht, guten Komfort und eine passive Klimatisierung aus. Der 3-D-Druck-Vollschalensitz ist ab Mai als Fahrersitz für die Modellreihen 911 und 718 erhältlich.

MechaniXnews – 16.03.2020

Einer für alle

Während das Abblendlicht eines Autos in den USA beide Fahrspuren weit in die Ferne ausleuchten darf, liegt der Fokus in Europa auf der Ausleuchtung der eigenen Fahrspur ohne Blendung anderer Verkehrsteilnehmer. Um die regional unterschiedliche gesetzliche Lichtverteilung sicherzustellen, sind für Scheinwerfer somit verschiedene Optiksysteme zu entwickeln. Unter Berücksichtigung von Rechts- und Linksverkehr können für ein weltweites Modell bis zu zwölf Scheinwerfertypen erforderlich sein. Mit einem neuen Scheinwerfer, den Hella diesen Sommer für einen global aufgestellten Premiumhersteller auf den Markt bringt, wird diese Variantenvielfalt überflüssig, denn das Licht wird über das einheitliche Modul SSL100 ausschliesslich softwaregesteuert angepasst. Die digitale Steuerung kann dazu jeden Pixel einzeln aktivieren.

MechaniXnews – 13.03.2020

Erste elektrische Vorderachs-Parkbremse

Dank der elektrischen Parkbremse (EPB) ist es möglich, auf den konventionellen Handbremshebel im Cockpit zu verzichten. Mit dem Serienstart der branchenweit ersten EPB für die Vorderachse macht Zulieferer ZF diese Technik nun auch kleineren Fahrzeugen zugänglich. Der Serienstart für das neue System erfolgt derzeit in Korea und China. Neben der normalen Parkbremsfunktion erleichtert die EPB mit der Auto-Hold-Funktion auch das Anfahren am Berg, und im Stadtverkehr oder im Stau erhöht sie dank Stop-and-Go-Funktion den Fahrkomfort. Die EPB erfordert nur geringe Anpassungen an den vorderen Bremssätteln, und alle notwendigen elektronischen Komponenten und Software-Anwendungen lassen sich in das bestehende ESC-Steuergerät integrieren.