MechaniXnews – 04.12.2020

Neue EV-Plattform vom Hyundai-Konzern

Unter der Bezeichnung E-GMP (Electric Global Modular Platform) stellt die Hyundai Motor Group eine erste modulare Plattform vor, die spezifisch für die batterieelektrisch angetriebenen Modelle (BEV) der kommenden Generation entwickelt wurde. Die BEV auf E-GMP-Basis erzielen WLTP-Reichweiten von mehr als 500 km und ermöglichen ein Aufladen der Batterie auf 80% mit Schnellladung in 18 Minuten. Ein Hochleistungsmodell auf E-GMP-Basis soll in weniger als 3,5 s von 0 auf 100 km/h beschleunigen und bis zu 260 km/h erreichen. Das integrierte Elektrosystem sieht auch eine bidirektionale Funktion mit externer Nutzung des Batteriestroms vor. Bis 2025 plant der Konzern die Einführung von 23 BEV der Marken Hyundai und Kia.

MechaniXnews – 02.12.2020

Grüne Batterielogistik

Der VW-Konzern macht den Batterietransport für die Elektrofahrzeuge ID.3 und ID.4 noch effizienter. Im Werk Zwickau wurde Ende November der letzte Teil einer grünen Logistikkette von Polen über Braunschweig an den sächsischen Standort in Betrieb genommen. Es handelt sich dabei um eine Anlage, die Batteriesysteme vollautomatisch von den Zügen ablädt. Der CO2-Ausstoss soll damit im Vergleich zum Transport per LKW um rund 11’000 Tonnen jährlich gesenkt werden können. Für den Transport haben VW-Logistiker Spezialbehälter entwickelt, in denen sowohl die Zellmodule als auch die fertig montierten Systeme befördert werden. Diese sind so konzipiert, dass die Waggons bei Gewicht und Volumen maximal ausgelastet sind. Aktuell verkehren fünf Züge pro Woche zwischen Braunschweig und Zwickau.

MechaniXnews – 30.11.2020

Spezialität Elektroauto

Auch Pirelli nimmt jetzt Reifen ins Angebot, die für elektrifizierte Fahrzeuge optimiert wurden. Der neue Reifen, der am Kürzel Elect auf der Reifenflanke erkennbar ist, weist laut Angaben der Hersteller zur Ausdehnung der Reichweite einen geringen Rollwiderstand auf, überträgt wenig Reifen-Fahrbahn-Geräusche und garantiert trotzdem guten Grip. Die spezielle Struktur des Reifens ist dem meistens sehr hohen Gewicht eines batteriebetriebenen Fahrzeugs angepasst. Ausserdem entwickelten die Pirelli-Ingenieure nun einen speziellen P-Zero-Elect-Reifen für den Porsche Taycan. Dabei wurde sowohl die Chemie (Gummimischungen) als auch die Physik (Konstruktion und Profil) weiter optimiert. Im Weiteren entwickelte Pirelli auch Elect-Versionen der Winterreifen Sottozero 3, Scorpion Winter und P Zero Winter. 

MechaniXnews – 27.11.2020

Lastwagen wollen autonom fahren

Durch den weltweiten Fahrermangel und den grossen Bedarf an sichereren und effizienteren Transportlösungen verstärkt sich die Nachfrage nach selbstfahrenden Lastwagen. Das österreichischen Engineering-Unternehmen AVL und Ford Otosan machen deshalb nun den nächsten Schritt in ihrer langfristigen Zusammenarbeit zur Entwicklung eines autonomen LKW. Nach der erfolgreichen Demonstration von LKW-Platooning im Herbst 2019 konzentrieren sich die Partner nun auf das hochautomatisierte Fahren auf Autobahnen. Dadurch werden die Logistikunternehmen in der Lage sein, mit Hilfe der Technologie SAE L4 Highway Pilot, die derzeit entwickelt wird, vollständig autonome Schwerlasttransporte zwischen Logistikknotenpunkten einzusetzen. 

MechaniXnews – 27.11.2020

Porsche Experience Center in Japan

Für Fahrzeugdemonstrationen sind Porsche Experience Center ideal geeignet. Sie ermöglichen faszinierende Live-Erlebnisse der Fahrzeuge und Dienstleistungen. Solche Zentren stehen heute bereits in Leipzig, Silverstone, Atlanta, Le Mans, Los Angeles, Schanghai, Hockenheim und Franciacorta. Im kommenden Jahr eröffnet Porsche nun die neunte Location dieser Art in der japanischen Präfektur Chiba bei Tokio. Detlev von Platen, Vorstand für Vertrieb und Marketing, sagt: „Bei Porsche geht es um einzigartige Kundenerlebnisse. Unsere japanischen Kunden lieben die Sportlichkeit und Exklusivität unserer Produkte – mit dem neuen Experience Center erhalten sie eine tolle Anlaufstelle, um diese Leidenschaft zu leben und mit anderen zu teilen.“

MechaniXnews – 25.11.2020

Audi erprobt chemisches Recycling

Kunststoffbauteile in Autos haben oft hohe Anforderungen an Festigkeit, Hitzebeständigkeit und Qualitätsanmutung zu erfüllen. Stark beanspruchte Teile können daher nur aus Materialien auf Erdölbasis produziert werden und lassen sich in vielen Fällen nicht wiederverwerten. Auch das Recycling von gemischten Kunststoffabfällen ist eine grosse Herausforderung. Audi und das Institut für Technologie KIT starten nun ein Pilotprojekt für chemisches Recycling, um diese Kunststoffmischfraktionen in einen Kreislauf zurückzuführen. Die rezyklierten Abfälle werden zu Pyrolyseöl verarbeitet, das dann wieder für neue Bauteile verwendet werden kann. Mit dem KIT als Partner will Audi die technische Machbarkeit des chemischen Recyclings testen und das Verfahren auf Wirtschaftlichkeit und Umweltwirkung bewerten. 

MechaniXnews – 23.11.2020

Eine Woche für die zweite Farbe

Vergangene Woche stellte Daimler die neue Maybach-S-Klasse vor. Neben dem um 18 cm verlängerten Radstand und der noch hochwertigeren Ausstattung ist auch die Zweifarbenlackierung ein typisches Maybach-Kennzeichen. Und die hat es in sich: Nach der Grundlackierung kommt die Karosserie in die Sonderlack-Manufaktur, wo das ganze Fahrzeug von Hand matt geschliffen wird. Nach der Reinigung kommt als besonders kniffliger Arbeitsabschnitt das Abkleben. Die Grenze zwischen Ober- und Unterlack bildet nicht eine Sicke oder eine Zierleiste, sondern ein nur vier Millimeter breiter Trennstrich. Die freien Teile der Karosserie werden dann komplett von Hand lackiert. Insgesamt kann der Prozess mit den entsprechenden Trockenzeiten eine ganze Woche dauern.

MechaniXnews – 21.11.2020

Die 33 letzten 3-Räder

Bis heute stellt der englische Autobauer Morgan in Handarbeit Sportwagen nach klassischem Roadster-Muster her. Ausgefallenstes Modell ist die Neuauflage des 3 Wheelers, eines offenen Dreiradautos, das im Jahr 1909 präsentiert und danach bis 1952 produziert wurde. Nun läuft die Baureihe mit der Lancierung von 33 Sondermodellen unter dem Namen P101 aus. Der P101 unterscheidet sich in vielen Design-Merkmalen deutlich vom Basismodell. Er ist in den Grundlackierungen Schwarz oder Weiss lieferbar, die es je in den vier Ausstattungslinien Belly Tank, Dazzleship, Aviator und Race Car gibt. Mit einem umfangreichen Angebot an optionalen Features kann das Auto weiter individualisiert werden. Der vor der Vorderachse offen installierte 2-l-V2-Motor leistet 69 oder 83 PS, und das Auto wiegt weniger als 600 kg.

MechaniXnews – 18.11.2020

Mini blickt in die Zukunft

In der virtuellen Fahrzeugstudie Vision Urbanaut zeigt Mini Interieur-Ideen für das Auto der Zukunft. Mit wenigen Handgriffen wird der Innenraum des Fahrzeugs zum Wohnzimmer. Dazu wurden die vorderen Sitze drehbar, die hinteren umklappbar und schwenkbar gestaltet. Bei stehendem Fahrzeug senken sich Lenkrad und Armaturenbrett ab, und der Fahrerbereich wird zur gemütlichen Sitzecke. Und weil sich dann die Frontscheibe nach oben öffnen lässt, entsteht Balkon-Feeling mit neuem Raumgefühl. Trotz der grossen Variabilität des Innenraums bleibt die Fahrzeuglänge auf 4,46 Meter beschränkt. Die Mattlackierung Zero Gravity variiert zwischen metallischem Grün und farbig abgetöntem Grau. Selbstverständlich fährt der rein elektrisch angetriebene Urbanaut teilweise automatisiert.

MechaniXnews – 16.11.2020

Ebenso sportlich wie sparsam

Bisher ist der Durchbruch des Erdgasantriebs nicht gelungen, obwohl dieses Konzept bei der Senkung der CO2-Emissionen wesentlich mithelfen kann. Aktuelle CNG-Fahrzeuge stossen im Vergleich zu Benzin- oder Dieselmodellen bis zu 25% weniger CO2 aus, und der Ausstoss von NOx ist sogar bis zu 95% geringer. Ingenieure des deutschen Unternehmens IAV haben jetzt das CNG-Hybridkonzept Metamax vorgestellt, mit dem sich gleichzeitig ein kräftiger wie auch ein sparsamer Antrieb realisieren lässt. Das Hybridsystem erreicht einen Wirkungsgrad von 45%, da es monovalent ausgelegt ist, also ohne Benzinkomponenten arbeitet. Ein 2-l-Motor mit 115 kW (156 PS) wird mit zwei 40-kW-Elektromaschinen sowie einer kleinen Speicherbatterie kombiniert. 27,4 kg Erdgas in fünf Tanks ermöglichen dem Versuchsfahrzeug dann eine Reichweite gut 900 Kilometern.