MechaniXnews – 18.03.2019

Das Leben danach

Wie alle Autohersteller ist Audi per Gesetz dazu verpflichtet, die Lithium-Ionen-Batterien nach ihrer Nutzung im Elektroauto zurückzunehmen. Weil diese dann aber noch über einen Grossteil der ursprünglichen Ladekapazität verfügen, untersuchWie alle Autohersteller ist Audi per Gesetz dazu verpflichtet, die Lithium-Ionen-Batterien nach ihrer Nutzung im Elektroauto zurückzunehmen. Weil diese dann aber noch über einen Grossteil der ursprünglichen Ladekapazität verfügen, untersucht jetzt ein interdisziplinäres Projektteam, wie sich Batterien beispielsweise aus E-tron-Erprobungsfahrzeugen oder aus Hybridmodellen weiterhin sinnvoll nutzen lassen. Die Flurförderfahrzeuge in den Produktionshallen, etwa Gabelstapler und Zugmaschinen, beziehen ihre Energie bisher aus Blei-Säure-Batterien. Sind diese leer, werden die bis zu zwei Tonnen schweren Batteriepakete ausgebaut und getauscht. Lithium-Ionen-Batterien dagegen lassen sich während der regelmässigen Standzeiten, etwa in Schichtpausen, direkt an ihren Stellplätzen aufladen.

MechaniXnews – 15.03.2019

Leichtbaudach mit Coupé-Eigenschaften

Blickfang am neuen Porsche 911 Cabriolet ist das Flächenspriegelverdeck. Das Faltdach ist eine Eigenentwicklung, die dank spezieller Technik eine coupéhafte Dachwölbung ermöglicht. Das Verdeck lässt sich bis zu einer Geschwindigkeit von 50 km/h in je rund 12 s öffnen und schliessen. Die vier Elemente des Verdecks sind der vordere Dachrahmen (1), die zwei Flächenspriegel (2) und das Heckfenster (3), dessen Rahmen wie die anderen Segmente aus Magnesium besteht. Alle Gestellbauteile sind kinematisch gekoppelt, so dass zum Bewegen des Verdecks nur ein Hydraulikzylinder pro Seite erforderlich ist. Als Verschluss dient der bewährte elektrische Zentralverschluss, der von seitlichen Zentrierzapfen unterstützt wird. Das Dachpaket aus Verdeckstoff, Dachrahmen, Flächenspriegeln und Heckscheibe beansprucht mit rund 23 cm Höhe und 55 cm Länge nur wenig Stauraum.

MechaniXnews – 13.03.2019

Automobilindustrie Schweiz

In der neu erschienenen, nach 2008 und 2013 dritten Studie «Automobilindustrie Schweiz» des Swiss Center for Automotive Research der Universität und der ETH Zürich wurden unter anderem die Grösse der schweizerischen Autoindustrie und die volkswirtschaftliche Bedeutung dieser Branche untersucht. So erwirtschafteten die als relevant erkannten 574 Unternehmen mit in der Schweiz erbrachten Leistungen einen Jahresumsatz von 12,3 Milliarden Franken. Dazu wurden 34'000 Beschäftigte eingesetzt. Umsatz und Grösse der Firmen belegen mittelständischen Charakter. Gegenüber 2013 sind die Unternehmen zwar zahlreicher, jedoch im Durchschnitt kleiner geworden. 59% der Firmen sind ausschliesslich in unserem Land aktiv.

MechaniXnews – 11.03.2019

10/20 kommt in Griffnähe

Vor gut einem Jahr hat sich die Importeurenvereinigung Auto-Schweiz mit «10/20» das ambitionierte Ziel zur Elektrifizierung des Individualverkehrs in der Schweiz und in Liechtenstein gesetzt. Danach soll im Jahr 2020 jeder zehnte neu immatrikulierte Personenwagen ein Elektroauto (BEV) oder Plug-in-Hybrid-Modell (PHEV) sein. Nun zeigt sich mit dem aktuellen Februar-Resultat, dass 10/20 erreichbar ist, wenn die Voraussetzungen stimmen – beispielsweise der zügige Ausbau der öffentlich verfügbaren Ladeinfrastruktur sowie Fördermassnahmen durch Bund, Kantone und Städte. Von den 22'176 im Februar erstmals eingelösten Fahrzeugen verfügten 727 oder 3,3 % über einen rein elektrischen Antrieb. Dazu kommen 0,9 % PHEV.

MechaniXnews – 08.03.2019

Otto soll dieseln

Die kommenden CO2-Grenzwerte zwingen die Fahrzeughersteller, sämtliche Register zu ziehen. Trotz Elektrifizierung auf unterschiedlichen Wegen ist es unumgänglich, den Verbrennungsmotor weiter zu optimieren. So dürften in den nächsten Jahren auch Benzinmotoren mit Kompressionszündung auf dem Markt erscheinen. Den ersten bringt Mazda im Herbst in Form des 2-l-Skyactiv-X-Vierzyinders mit 181 PS. Der 16:1 verdichtete Ottomotor verbindet die gute Abgasqualität eines Benziners mit dem hohen Wirkungsgrad des Diesels. Ein weiterer Entwickler eines derartigen Aggregates ist das saudisch-US-amerikanische Energieunternehmen Aramco. Beim Genfer Autosalon war der GCI-Motor (Gasoline Compression Ignition) zu sehen, der im Testfahrzeug Peugeot 308 rund 25% weniger CO2 ausstösst als ein konventioneller Benziner. 

MechaniXnews – 06.03.2019

Mehr Forschung und Entwicklung

Automobilzulieferer ZF betreibt in Friedrichshafen zahlreiche Prüfanlagen für unterschiedliche Anforderungen und Produkte. Dazu zählen die bestehenden Getriebeprüfstände sowie ein Prüfstand für die laserbasierte Lidar-Technologie. Nun hat das Unternehmen nach dreijähriger Bauzeit ein neues Prüfzentrum für Antriebstechnologien eröffnet. Damit werden weitere Prüfkapazitäten für elektrische, hybridisierte und verbrennungsmotorische Antriebe geschaffen. Gleichzeitig hat das Unternehmen bekanntgegeben, auf dem Gelände des Forschungs- und Entwicklungszentrums neben dem Prüfzentrum ein neues Bürogebäude zu errichten. Batteriesimulatoren versorgen Elektro- und Hybridantriebe im neuen Prüfzentrum mit der nötigen Energie. Damit kann in den Prüfboxen die gesamte Energiezufuhr für ein Fahrzeug simuliert werden – egal aus welcher Energiequelle.

MechaniXnews – 04.03.2019

Neuer Reihensechser

In der Berichterstattung über den 2019er Genfer Autosalon kommt Jaguar Land Rover leider nicht vor: Die Engländer haben auf eine Teilnahme verzichtet. Trotzdem gibt es neue Produkte aus der Region Birmingham; das aktuellste, in Form eines Sechszylinder-Reihenmotors, stammt aus dem Werk Wolverhampton, wo bisher nur vierzylindrige Ingenium-Motoren – Benziner und Diesel – hergestellt wurden. Das neue 3-l-Aggregat kommt zuerst im Range Rover Sport HST zum Einsatz. Als Mildhybrid ist es nicht nur effizient (9,3 l/100 km), sondern dank dem elektrisch angetriebenen Verdichter auch besonders kräftig (550 Nm, 400 PS). Damit beschleunigt es den HST-Range in 6,2 s von 0 auf 100 km/h und ermöglicht eine Maximalgeschwindigkeit von 225 km/h.

MechaniXnews – 03.03.2019

Autosalon Genf, Auflage 2019

Hektik in den Palexpo-Ausstellungshallen kurz vor der Eröffnung der 89. Geneva International Motor Show. Vom 7. bis zum 17. März werden beim Genfer Autosalon mehr als 100 Welt- und Europapremieren präsentiert, und einmal mehr wird die Trophäe „Car of the Year“ vergeben. Da zahlreiche grosse Hersteller nicht mehr präsent sind, hat die Messe ihr Gesicht leicht verändert: Viele neue, kleinere Aussteller sind dazu gekommen. Damit dürfte für viele Überraschungen gesorgt sein. Wie jedes Jahr werden Supersportwagen von Ferrari, Lamborghini, McLaren, Aston Martin, Pagani und Koenigsegg zu bestaunen sein. Interessante Neulinge sind das Methanol-Brennstoffzellenauto Nathalie von Gumpert sowie neue Elektroautos von E.Go oder Piëch Automotive. 

MechaniXnews – 27.02.2019

Autonom in der Werkstatt

Porsche erprobt die Nutzung von autonomem Fahren in der Werkstatt. Dabei installiert der Sportwagenhersteller zusammen mit dem Start-up Kopernikus Automotive ein Testfeld in Ludwigsburg. Das junge Unternehmen ist spezialisiert auf Technologie für selbstfahrende Autos. Ziel des Projekts ist es, Fahrzeuge vollständig autonom von ihrem Parkplatz zur Hebebühne und wieder zurück fahren zu lassen. Mitarbeiter sollen die Fahrzeuge per Tablet an die richtige Position in der Werkstatt manövrieren können. Das Projekt soll innerhalb von 100 Tagen von Experten der Bereiche Hochautomatisiertes und assistiertes Fahren sowie Aftersales Technik gemeinsam mit Kopernikus Automotive umgesetzt werden.

MechaniXnews – 25.02.2019

Gemeinsamer Mobilitätsdienstleister

BMW und Daimler bündeln ihre Mobilitätsdienste und schaffen einen neuen globalen Player, der nachhaltige Mobilität zum Nutzen der Kunden umsetzen soll. Die beiden Autohersteller investieren mehr als eine Milliarde Euro, um die bestehenden Angebote in den Bereichen Carsharing, Ride-Hailing, Parking und Charging weiter auszubauen und eng miteinander zu verzahnen. Der Verbund umfasst die fünf Jointventures Charge Now, Free Now, Park Now, Reach Now und Share Now. Zusammen mit diesen Unternehmen bieten BMW und Daimler damit Lösungen für Städte und Kommunen an, die ihr Verkehrsaufkommen effizienter und nachhaltiger gestalten wollen.