MechaniXnews – 20.05.2019

Vielfältige Trends beim Autoantrieb

Am 40. Internationalen Wiener Motorensymposium von vergangener Woche diskutierten im Kongresszentrum Hofburg Wien mehr als 1000 Antriebsspezialisten die Zukunft der individuellen Mobilität auf der Strasse. In 44 Fachvorträgen orientierten die Techniker über die neusten Forschungs- und Entwicklungsergebnisse sowie die wichtigsten Fortschritte bei der Motoren- und Antriebsentwicklung. Das Themenspektrum reichte dabei vom Verbennungsmotor über die unterschiedlichsten Hybridkonzepte bis zu den Batterie- und Brennstoffzellen-Elektroautos. Darüber hinaus blickten viele Referenten auch einige Jahrzehnte weiter, um ihre Vorstellungen vom Energiemanagement der Zukunft zu präsentieren. Zu den zentralen Anliegen der Techniker gehört die Forderungen nach einer gesamtheitlichen Betrachtung des CO2-Ausstosses und der Schadstoffemissionen.

MechaniXnews – 17.05.2019

Vorreiter bei alternativen Antrieben

Im neuen Tucson 1.6 CRDi Mildhybrid kombiniert Hyundai den 1,6-l-Diesel (136 PS) mit 48-V-Hybridtechnik. Zum System gehören eine 48-V-Batterie, ein Starter-Generator und ein Gleichspannungswandler, der die Verbindung zum 12-V-Bordnetz übernimmt. Der riemengetriebene Starter-Generator unterstützt den Verbrenner bei starker Beschleunigung mit bis zu 55 Nm und 12 kW. Durch den Rekuperationsbeitrag des Elektromotors reduziert die 48-V-Hybridisierung den Dieselverbrauch nach WLTP um bis zu 7%. Ausserdem sorgt der Starter-Generator bei Stopp-Start-Vorgängen für einen besonders schnellen Motorstart, und bei konstanter Geschwindigkeit ermöglicht das System das «Segeln».

MechaniXnews – 15.05.2019

Wiener Motorensymposium Nummer 40

Anders als viele grossen Automessen leidet das Internationale Wiener Motorensymposium nicht an Teilnehmerschwund. Im Gegenteil: In der gesamten Automobil- und Zulieferindustrie und an technischen Hochschulen gilt die Veranstaltung nach wie vor als nicht zu versäumender Fixpunkt im Kalender. Das «Gipfeltreffen der Motorenexperten» findet bereits zum 40. Mal statt. In der Wiener Hofburg berichten von heute Abend bis Freitag Nachmittag mehr als 1000 Experten über die neuesten Ergebnisse der Motoren- und Antriebsentwicklung aus aller Welt. Selbstverständlich werden neben den konventionellen Verbrennungsmotoren auch alle Stufen der Elektrifizierung bis hin zum Batterie- und zum Wasserstoff-Elektroantrieb betrachtet. Erstmals werden in den Vorträgen mehr elektrische Antriebe als

klassische Verbrennungsmotoren abgehandelt.

MechaniXnews – 13.05.2019

Noch einmal Fahrspass in Reinkultur

In einer Serie von nur 1948 Exemplaren baut Porsche in Zuffenhausen derzeit die letzte Version der 911er-Baureihe 991. Der 911 Speedster, ein «puristisches, fahrerorientiertes Genussfahrzeug mit alltagstauglicher Motorsporttechnik», wartet mit faszinierender Technik auf. Optisch schlägt er die Brücke in die Historie zum Urahn 356 Roadster von 1948. Die Neuauflage entstand aus Genen der Modelle 911 R und 911 GT3. Über der Hinterachse arbeitet ein 4-l-Boxer-Saugmotor, der bei 8400/min 510 PS liefert und stets mit Handschaltgetriebe kombiniert wird. Eine Tieferlegung von 25 mm, die Hinterradlenkung sowie die Fahrdynamikregelung PSM und die Carbon-Keramic-Bremse PCCB sorgen für eine optimale Übertragung der Motorkraft auf die Strasse.

MechaniXnews – 10.05.2019

Steigender EQ bei Mercedes

Mit dem EQC 400 4-Matic startet Mercedes-Benz in eine neue Ära der Mobilität. Das Modell ist der erste Vertreter der wachsenden Familie von rein elektrisch angetriebenen Fahrzeugen. Dank der 650 kg wiegenden 80-kWh-Batterie und zwei Asynchron-Elektromaschinen mit insgesamt 300 kW und 760 Nm liefert das 2,5-Tonnen-Elektro-SUV gute Fahrleistungen sowie – bei moderater Fahrweise – eine Reichweite von rund 450 km. An der Wallbox lässt es sich in elf Stunden von 10 auf 100% aufladen; mit Gleichstrom an der 400-V-Schnellladestation dauert das „Nachtanken“ von 10 auf 80% rund 40 Minuten. Gefertigt wird der 4,76 m lange EQC im Werk Bremen auf den gleichen Bändern wie die konventionellen Modelle.

MechaniXnews – 08.05.2019

Die Leisen erheben die Stimme

Bei niedrigen Geschwindigkeiten sind weder rollende Autoreifen noch Windgeräusche zu vernehmen. Ein Elektroauto kann deshalb von Fussgängern oder Velofahrern in der Stadt leicht überhört werden. Problematisch wird die Stille besonders auch für sehbehinderte Menschen. Die jüngste Überarbeitung des Europäischen Reglements EU 540/2014 verlangt nun ein akustisches Warnsystem für Elektroautos und Hybridfahrzeuge, die rein elektrisch fahren können. Ein Acoustic Vehicle Alerting System (AVAS) ist ab 1. Juli 2019 vorgeschrieben. Das Warnsystem muss ein Dauerschallzeichen erzeugen, das sich mindestens zwischen 0 und 20 km/h automatisch einstellt. Zudem ist im Fahrzeug ein Schalter zur Deaktivierung notwendig. Auf jedem Fall soll AVAS automatisch bei jedem Neustart einsetzen.

MechaniXnews – 06.05.2019

Es tut sich was

Die Leistungsdichte der Lithium-Ionen-Batterie ist noch immer gering, die Herstellkosten hoch, und Rohstoffressourcen und Recycling der Akkus sind nicht über alle Zweifel erhaben. Kein Wunder also, dass viele Experten die Elektromobilität mit der Brennstoffzelle fördern wollen. Zulieferer Bosch schätzt, dass bis 2030 gegen 20% der Elektrofahrzeuge weltweit mit Brennstoffzellen angetrieben werden. Deshalb steigt das Unternehmen jetzt in den Markt für mobile Brennstoffzellen für Nutzfahrzeuge und Personenwagen ein. Zur Weiterentwicklung und Produktion der Brennstoffzellen-Stacks ist Bosch jetzt eine Kooperation mit Powercell Sweden AB eingegangen. Die Vereinbarung sieht vor, dass die Partner den Stack auf Basis der Polymerelektrolyt-Brennstoffzelle (PEM) gemeinsam zur Serienreife entwickeln und Bosch in Lizenz die Technik für den weltweiten Automobilmarkt in Serie fertigt.

MechaniXnews – 03.05.2019

Highway to Green Hell

Jasmin Preisig ist ab sofort als VW-Markenbotschafterin bei der Amag Import AG unter Vertrag. Die 27-jährige Rennfahrerin aus Schwellbrunn/AR fährt seit dieser Saison im Team WS Racing mit einem Golf GTI TCR in der VLN (Langstreckenmeisterschaft Nürburgring). Der deutsche Rennstall WS Racing geht in der Saison 2019 mit einem reinen Frauenteam an den Start. Dabei ist das gesamte Team weiblich: von der Teamchefin über die Ingenieurinnen bis zu den Mechatronikerinnen. Damit will VW Frauen eine professionell ausgerichtete Plattform im Motorsport bieten, damit sie beim ADAC Zurich 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring am 22. und 23. Juni eine herausragende Leistung erbringen können. Man darf also gespannt sein, was die Appenzellerin und ihre Kolleginnen in diesem Jahr alles erreichen werden.

MechaniXnews – 01.05.2019

Die Legende kehrt zurück

Land-Rover-Fans können es kaum erwarten: Noch im laufenden Jahr präsentieren die Engländer die Neuauflage der Offroad-Legende Defender. Derzeit befindet sich das Auto in Kenya in der Schlussphase der Erprobung. Rund um den Erdball haben Prototypen bereits 1,2 Millionen Testkilometer abgespult. Das Land-Rover-Ingenieuren-Team hat dem Neuling dabei in mehr als 45'000 speziellen Tests genauestens auf den Zahn gefühlt. Der neue Defender hatte sich bei 50 °C in der Wüste, bei –40 °C in der Arktik sowie auf über 3000 m über Meer in den Rocky Mountains zu bewähren. Design und Technik des neuen Modells stammen aus dem eigenen Entwicklungszentrum in Gaydon, produziert wird im neuen Werk Nitra in der Slowakei.

MechaniXnews – 29.04.2019

Digitaler Schutzschild

Obwohl die Anzahl der Verkehrstoten seit Jahren sinkt, steigt die Zahl der Verkehrsunfälle. Besonders betroffen sind Velofahrer und Fussgänger. Der Technologiezulieferer Continental und das Telekommunikationsunternehmen Vodafone haben kürzlich erste Ergebnisse ihrer Partnerschaft aufgezeigt. Mit neuen Kommunikationstechnologien wie 5G, C-V2X (Cellular Vehicle-to-Everything) und Mobile Edge Computing sollen künftig Tausende Unfälle verhindert werden. Zu den erforschten Anwendungsszenarien zählt der digitale Schutzschild. Dabei sind die Verkehrsteilnehmer mit einem Kommunikationsmodul ausgestattet –Velofahrer und Fussgänger mit einem Smartphone, Autos mit einem V2X-Modul. Über eine Basisstation des Mobilfunknetzes tauschen die Verkehrsteilnehmer dann ihre Position und Fahrtrichtung aus. Stellt das System fest, dass sich die Wege gefährlich kreuzen, wird gewarnt.