MechaniXnews – 27.10.2021

Brembo legt die Messlatte noch höher

Der Bremsenspezialist Brembo erweitert kontinuierlich Kundschaft und Absatzregionen. Nun haben die Italiener das intelligente Bremssystem Sensify vorgestellt. Damit werden bewährte Bremskomponenten mit Software auf Basis künstlicher Intelligenz kombiniert. Bremssättel, Stahl- und Carbon-Scheiben sowie Reibmaterial bilden die Basis für Bremssysteme, die mit Vorhersagealgorithmen und Datenmanagement digital gesteuert werden. Die Datenerfassung wird genutzt, um das System kontinuierlich zu aktualisieren. Erste Testfahrten haben gezeigt, dass Sensify besonders auf Nässe für kürzere Bremswege sorgt und alle Fahrdynamikregelungen deutlich sanfter und effizienter realisiert. Sensify-Systeme sollen ab 2024 nicht nur Sportfahrzeuge, sondern auch Personenwagen aller Segmente sowie leichte Nutzfahrzeuge noch sicherer machen.

MechaniXnews – 25.10.2021

Industrialisierung der Wasserelektrolyse

Für die Industrialisierung der Wasserelektrolyse beteiligen sich mehr als 130 Institute und Unternehmen am Wasserstoff-Leitprojekt H2 Giga, das vom deutschen Bundesministerium für Bildung und Forschung mit rund 500 Millionen Euro gefördert wird. Ziel ist die Entwicklung von Systemen und Methoden zur Herstellung von Elektrolyseuren, um grünen Wasserstoff verfügbar und wettbewerbsfähig zu machen. Zulieferer Schaeffler beteiligt sich an einem Projekt mit dem Ziel, die Entwicklung neuer Stack-Technologien und grossserientauglicher Produktionsverfahren für Kernkomponenten der Niedertemperatur-Elektrolyse voranzutreiben. Das Know-how von Schaeffler in der Industrialisierung soll dabei zu einer schnellen Überführung von Innovationen in die Serienproduktion beitragen.

MechaniXnews – 22.10.2021

Wohnmobil, etwas andersartig

Stella Vita ist das Werk von 22 Studenten der Technischen Universität Eindhoven. Das futuristische Gefährt stellte mit einer rund 3000 km langen Fahrt von Eindhoven nach Tarifa in Spanien das Potenzial der Sonnenenergie zum Antrieb von Elektrofahrzeugen unter Beweis. Die Solarpaneele von Stella Vita umfassen im Stand bei ausgebreiteten Flügeln bis zu 17,5 m2, und dank des aerodynamischen Designs fährt das 1700 kg wiegende Fahrzeug bis zu 120 km/h schnell. Bei voller Ladung des 60-kWh-Lithium-Ionen-Akkus beträgt die Reichweite rund 600 km, bei Sonnenschein sogar bis zu 730 km. Allerdings dauert das Laden der Batterien im Stillstand über die Solarzellen zwei bis drei Tage. Daher ist Stella Vita auch mit Anschlüssen für schnelleres Laden an üblichen Stromladestationen ausgestattet. Zusammen mit Renault soll nun eine serienfähige Version entwickelt werden.

MechaniXnews – 20.10.2021

Der Airbag ist ein Oldtimer

Der Airbag gehört zu den herausragenden Innovationen auf dem Gebiet der passiven Sicherheit. Ein wichtiges Datum für diese Erfolgsgeschichte ist der 23. Oktober 1971: An diesem Tag meldete die damalige Daimler-Benz AG ein Patent mit dem Titel „Aufprallschutzvorrichtung für den Insassen eines Kraftfahrzeugs“ an. Die Ingenieure der Marke beschäftigten sich aber schon seit 1966 mit dem aufblasbaren Luftsack. Ende 1980 wurden dann die ersten Limousinen der S-Klasse mit Airbag-Gurtstraffer-System ausgeliefert. Die öffentliche Weltpremiere erfolgt im Februar 1981 auf der Amsterdam International Motor Show. Wichtige Nachfolgeprodukte sind der Seiten-Airbag (1995), der Windowbag (1998), der Head-Thorax-Seiten-Airbag (2001), der Kneebag (2009) und 2013 der Thorax-Pelvis-Sidebag, der Cushionbag sowie der Beltbag, ein aufblasbares Gurtband.

MechaniXnews – 18.10.2021

H2-Verbrenner für LKW und Offroad-Maschinen

Mahle Powertrain unterstützt Liebherr bei der Entwicklung wasserstoffbetriebener Verbrennungsmotoren. Dabei spielt die Vorkammerzündung Mahle Jet Ignition (MJI) eine entscheidende Rolle. Um trotz hoher Verdichtung einen Betrieb ohne Motorklopfen und vorzeitige Zündungen zu erreichen, müssen H2-Motoren mit einem hohen Luftüberschuss betrieben werden. Um dieses Gemisch zu entzünden, reicht die Energie einer normeln Zündkerze nicht aus. Dieses Problem behebt die MJI, indem sie in einer Vorkammer des Zylinders eine kleine Menge eines zündfähigen Gemisches verbrennt. Das entstehende Gasplasma wird dann durch kleine Öffnungen in die Hauptbrennkammer geleitet und entzündet das dort eingeblasene Gasgemisch schnell und gleichmässig. Versuche mit den H966- und H964-Motoren von Liebherr zeigten dabei hervorragende Ergebnisse.

MechaniXnews – 15.10.2021

Reifenideen für die Zukunft

Reifenhersteller Hankook wurde bei den International Design Excellence Awards 2021 für sein Innovationsprojekt Hankook Platform System Cell (HPS-Cell) als Finalist in der Kategorie Automotive and Transportation ausgezeichnet. Bei der preisgekrönten HPS-Cell handelt es sich um eine modulare Plattform, die im Rahmen des Design-Innovation-Projekts vorgestellt wurde. Die HPS-Cell ist eine modulare Plattform, die auf dem Reifen basiert. Der HPS-Cell-Reifen ist ein luftloser Reifen mit einer Einheitszellenstruktur. Er nutzt Sensortechnik, um nicht nur Reifenprofile und Strassenbedingungen in Echtzeit zu erkennen, sondern auch auf Verschleissrisiken zu reagieren und das Reifenprofil entsprechend den Strassenverhältnissen zu ändern.

MechaniXnews – 13.10.2021

Der neue Alte – fast wie damals

Der Pirelli Cinturato CN12 war 1971 der Reifen des Prototyps des Lamborghini Countach LP500. Die endgültige Version dieses Autos ging 1974 in Produktion, ausgestattet mit einem Reifen, der sich von der Spezifikation des ursprünglichen CN12-Prototyps unterschied. Nun aber wird Lamborghini das historische Fahrzeug von 1971 für einen Sammler nachbauen. Nach einem sorgfältigen Analyse- und Forschungsprozess im Archiv der Pirelli-Stiftung haben die Ingenieure des italienischen Reifenherstellers den CN12, der damals für Lamborghinis Meisterwerk entworfen wurde, originalgetreu nachgebaut. Selbstverständlich hat der Reifen das gleiche Profil und die gleichen Dimensionen wie im Original (245/60 R 14 vorne und 265/60 R 14 hinten). Die Gummimischung und die Reifenstruktur dagegen sind auf dem neusten Stand der Technik.

MechaniXnews – 11.10.2021

Per Funk auf neustem Stand

Heute kann die Software von Autos mit einer einzigen Berührung des Touchscreens aus der Ferne aktualisiert und erweitert werden. Das Betriebssystem von Multimediabildschirm und Instrumententafel ist in modernen Fahrzeugen für regelmässige Updates ausgelegt. Bei Renault ist die Over-the-air-Technik in den Modellen mit dem Multimediasystem Easy-Link verfügbar. Das Auto lädt während der Fahrt im Hintergrund ein Update herunter. Schaltet der Fahrer nach dem Stopp die Zündung aus, erscheint eine Meldung auf dem Bildschirm, die über die Aktualisierung informiert. Stimmt der Fahrer dem Update zu, wird es automatisch durchgeführt, wenn er nicht mehr im Fahrzeug sitzt. Bisher wurden bereits eine Million Updates in mehr als 700‘000 Renault-Fahrzeugen durchgeführt.

MechaniXnews – 08.10.2021

Guard: sicher ist sicher

Schon seit 1928 baut Mercedes Sonderschutzfahrzeuge. Nun startet die Produktion des S 680 Guard 4-Matic, dessen integriertes Schutzsystem (iSS) ein neues Niveau erreichen soll. Wurden bisher die entsprechenden Schutzmaterialien bei den Guard-Limousinen in die serienmässige Rohbaustruktur integriert, kommt jetzt ein Guard-spezifischer Rohbau aus Schutzelementen zum Einsatz. Diese selbsttragende Schutzzelle ist der Kern des iSS. Die Aluminium-Aussenhaut dient am Ende als Design-Hülle und sorgt für eine unauffällige Optik. iSS umfasst neben der Panzerung auch die Adaption von Fahrwerk, Motor und Getriebe, um ein seriennahes Handling sicherzustellen. Zum Serienumfang gehört auch die Notlaufbereifung Michelin Pax. Nach einem Reifendefekt kann das Auto noch 30 Kilometer weiter fahren.

MechaniXnews – 06.10.2021

Amag beteiligt sich an Synhelion

Die Amag will bis 2025 als Unternehmen klimaneutral werden. Bei den Fahrzeugen geht das Unternehmen mit allen Marken dazu zügig in Richtung Batterie-Elektroantrieb. Neu beteiligt sich die Amag aber jetzt am Schweizer ETH-Spin-off Synhelion, das neue Wege zur Herstellung künstlicher Treibstoffe erforscht. Das 2016 gegründete Startup entwickelt synthetischen Treibstoff mit Solarwärme anstelle von Solarstrom. Zur Herstellung dieser sogenannten Solar Fuels werden in einem thermochemischen Reaktor CO2 und Wasser bei einer Temperatur von 1500 °C in Synthesegas umgewandelt und dann durch konventionelle Methanol- oder Fischer-Tropsch-Synthese zu beliebigen flüssigen Treibstoffen weiterverarbeitet.