MechaniXnews – 27.11.2020

Lastwagen wollen autonom fahren

Durch den weltweiten Fahrermangel und den grossen Bedarf an sichereren und effizienteren Transportlösungen verstärkt sich die Nachfrage nach selbstfahrenden Lastwagen. Das österreichischen Engineering-Unternehmen AVL und Ford Otosan machen deshalb nun den nächsten Schritt in ihrer langfristigen Zusammenarbeit zur Entwicklung eines autonomen LKW. Nach der erfolgreichen Demonstration von LKW-Platooning im Herbst 2019 konzentrieren sich die Partner nun auf das hochautomatisierte Fahren auf Autobahnen. Dadurch werden die Logistikunternehmen in der Lage sein, mit Hilfe der Technologie SAE L4 Highway Pilot, die derzeit entwickelt wird, vollständig autonome Schwerlasttransporte zwischen Logistikknotenpunkten einzusetzen. 

MechaniXnews – 27.11.2020

Porsche Experience Center in Japan

Für Fahrzeugdemonstrationen sind Porsche Experience Center ideal geeignet. Sie ermöglichen faszinierende Live-Erlebnisse der Fahrzeuge und Dienstleistungen. Solche Zentren stehen heute bereits in Leipzig, Silverstone, Atlanta, Le Mans, Los Angeles, Schanghai, Hockenheim und Franciacorta. Im kommenden Jahr eröffnet Porsche nun die neunte Location dieser Art in der japanischen Präfektur Chiba bei Tokio. Detlev von Platen, Vorstand für Vertrieb und Marketing, sagt: „Bei Porsche geht es um einzigartige Kundenerlebnisse. Unsere japanischen Kunden lieben die Sportlichkeit und Exklusivität unserer Produkte – mit dem neuen Experience Center erhalten sie eine tolle Anlaufstelle, um diese Leidenschaft zu leben und mit anderen zu teilen.“

MechaniXnews – 25.11.2020

Audi erprobt chemisches Recycling

Kunststoffbauteile in Autos haben oft hohe Anforderungen an Festigkeit, Hitzebeständigkeit und Qualitätsanmutung zu erfüllen. Stark beanspruchte Teile können daher nur aus Materialien auf Erdölbasis produziert werden und lassen sich in vielen Fällen nicht wiederverwerten. Auch das Recycling von gemischten Kunststoffabfällen ist eine grosse Herausforderung. Audi und das Institut für Technologie KIT starten nun ein Pilotprojekt für chemisches Recycling, um diese Kunststoffmischfraktionen in einen Kreislauf zurückzuführen. Die rezyklierten Abfälle werden zu Pyrolyseöl verarbeitet, das dann wieder für neue Bauteile verwendet werden kann. Mit dem KIT als Partner will Audi die technische Machbarkeit des chemischen Recyclings testen und das Verfahren auf Wirtschaftlichkeit und Umweltwirkung bewerten. 

MechaniXnews – 23.11.2020

Eine Woche für die zweite Farbe

Vergangene Woche stellte Daimler die neue Maybach-S-Klasse vor. Neben dem um 18 cm verlängerten Radstand und der noch hochwertigeren Ausstattung ist auch die Zweifarbenlackierung ein typisches Maybach-Kennzeichen. Und die hat es in sich: Nach der Grundlackierung kommt die Karosserie in die Sonderlack-Manufaktur, wo das ganze Fahrzeug von Hand matt geschliffen wird. Nach der Reinigung kommt als besonders kniffliger Arbeitsabschnitt das Abkleben. Die Grenze zwischen Ober- und Unterlack bildet nicht eine Sicke oder eine Zierleiste, sondern ein nur vier Millimeter breiter Trennstrich. Die freien Teile der Karosserie werden dann komplett von Hand lackiert. Insgesamt kann der Prozess mit den entsprechenden Trockenzeiten eine ganze Woche dauern.

MechaniXnews – 21.11.2020

Die 33 letzten 3-Räder

Bis heute stellt der englische Autobauer Morgan in Handarbeit Sportwagen nach klassischem Roadster-Muster her. Ausgefallenstes Modell ist die Neuauflage des 3 Wheelers, eines offenen Dreiradautos, das im Jahr 1909 präsentiert und danach bis 1952 produziert wurde. Nun läuft die Baureihe mit der Lancierung von 33 Sondermodellen unter dem Namen P101 aus. Der P101 unterscheidet sich in vielen Design-Merkmalen deutlich vom Basismodell. Er ist in den Grundlackierungen Schwarz oder Weiss lieferbar, die es je in den vier Ausstattungslinien Belly Tank, Dazzleship, Aviator und Race Car gibt. Mit einem umfangreichen Angebot an optionalen Features kann das Auto weiter individualisiert werden. Der vor der Vorderachse offen installierte 2-l-V2-Motor leistet 69 oder 83 PS, und das Auto wiegt weniger als 600 kg.

MechaniXnews – 18.11.2020

Mini blickt in die Zukunft

In der virtuellen Fahrzeugstudie Vision Urbanaut zeigt Mini Interieur-Ideen für das Auto der Zukunft. Mit wenigen Handgriffen wird der Innenraum des Fahrzeugs zum Wohnzimmer. Dazu wurden die vorderen Sitze drehbar, die hinteren umklappbar und schwenkbar gestaltet. Bei stehendem Fahrzeug senken sich Lenkrad und Armaturenbrett ab, und der Fahrerbereich wird zur gemütlichen Sitzecke. Und weil sich dann die Frontscheibe nach oben öffnen lässt, entsteht Balkon-Feeling mit neuem Raumgefühl. Trotz der grossen Variabilität des Innenraums bleibt die Fahrzeuglänge auf 4,46 Meter beschränkt. Die Mattlackierung Zero Gravity variiert zwischen metallischem Grün und farbig abgetöntem Grau. Selbstverständlich fährt der rein elektrisch angetriebene Urbanaut teilweise automatisiert.

MechaniXnews – 16.11.2020

Ebenso sportlich wie sparsam

Bisher ist der Durchbruch des Erdgasantriebs nicht gelungen, obwohl dieses Konzept bei der Senkung der CO2-Emissionen wesentlich mithelfen kann. Aktuelle CNG-Fahrzeuge stossen im Vergleich zu Benzin- oder Dieselmodellen bis zu 25% weniger CO2 aus, und der Ausstoss von NOx ist sogar bis zu 95% geringer. Ingenieure des deutschen Unternehmens IAV haben jetzt das CNG-Hybridkonzept Metamax vorgestellt, mit dem sich gleichzeitig ein kräftiger wie auch ein sparsamer Antrieb realisieren lässt. Das Hybridsystem erreicht einen Wirkungsgrad von 45%, da es monovalent ausgelegt ist, also ohne Benzinkomponenten arbeitet. Ein 2-l-Motor mit 115 kW (156 PS) wird mit zwei 40-kW-Elektromaschinen sowie einer kleinen Speicherbatterie kombiniert. 27,4 kg Erdgas in fünf Tanks ermöglichen dem Versuchsfahrzeug dann eine Reichweite gut 900 Kilometern.

MechaniXnews – 13.11.2020

Batteriezellen nur noch aus zertifiziertem Abbau

Für Mercedes ist die Elektrifizierung ein zentraler Baustein der strategischen Ausrichtung „Ambition 2039“. Dazu gehören verantwortungsvoll gewonnene Rohstoffe für die Ausdehnung der Elektroflotte, aber auch die Achtung der Menschenrechte und der Umweltschutz von der Mine bis zum fertigen Produkt. Im Fokus stehen derzeit besonders die Batterierohstoffe Kobalt und Lithium. Die Zelle ist das Herzstück der Batterie, das Beherrschen ihrer Chemie entscheidend. „Bei den kommenden Generationen von Batteriezellen wird der Kobalt-Anteil bereits auf weniger als zehn Prozent reduziert. Teil der ganzheitlichen Batteriestrategie ist auch die weitere Optimierung der Recyclingfähigkeit“, sagte Markus Schäfer, Vorstand und Verantwortlicher für die Konzernforschung bei Daimler, gestern beim virtuellen Automobilwoche-Kongress.

MechaniXnews – 11.11.2020

Neuer Hauptsitz für die Gordon Murray Group

Die englische Gordon Murray Group, die sich aus den Divisionen Design, Automotive, i-Technologies und Heritage zusammensetzt, erstellt einen neuen Hauptsitz. In Windlesham, Surrey, entsteht auf einer Fläche von rund 12'000 m2 ein Campus mit drei Gebäuden, die die Verwaltung sowie die Design- und Entwicklungsabteilungen beherbergen werden. Mehr als 100 neue Stellen will Murray dort schaffen. Das 50-Millionnen-Pfund-Projekt soll Ende 2024 bezugsbereit sein. Selbstverständlich bleibt die Produktion des Supersportwagens T.50 (4-l-V12 mit 663 PS) am Standort Dunsfold Park. Die neue Anlage ersetzt den bisherigen Standort Shalford. Der heute 74-jährige ehemalige McLaren-Konstrukteur Gordon Murray wurde im Mai 2019 von Prinz William zum Commander of the Order of the British Empire gemacht.

MechaniXnews – 09.11.2020

Hyundai wird Ionity-Partner

Die Hyundai Motor Group beteiligt sich als neuster Anteilseigner und strategischer Partner an Ionity, dem europäischen Netz von Schnellladestationen. Mit der Beteiligung an diesem Jointventure unterstützt Hyundai den Ausbau der Hochleistungs-Schnellladestationen entlang Europas Autobahnen. Das Ionity-Netz arbeitet mit dem europäischen Ladestandard CCS (Combined Charging System). Da dort zu 100% Strom aus erneuerbaren Energien angeboten wird, können die Elektrofahrzeuge nicht nur schadstofffrei, sondern auch CO2-neutral eingesetzt werden. Mit dem Ausbau der Lade-Infrastruktur sollen schliesslich die Bedenken der Automobilisten bezüglich Reichweite abnehmen, was zum Wechsel zur Elektromobilität ermutigen dürfte. Ionity wurde 2017 gegründet von BMW, Ford, Mercedes und dem VW-Konzern.