MechaniXnews – 17.09.2021

Neue 800-V-Elektromaschine

Vitesco Technologies, ein grosser Anbieter von modernen Elektrifizierungslösungen, entwickelt die 800-V-Strategie weiter. Die 800-V-Technik sorgt nicht nur für schnelleres Laden und eine grössere Energieeffizienz, sondern auch für attraktive Fahreigenschaften. Für den chinesischen Markt wird nun ein 800-V-Traktionsmotor entwickelt, der zum EMR4-E-Achsantrieb des Unternehmens passt. Topaktuelle Siliziumkarbid-Technologie verleiht dem Motor hohe Effizienz. Die 8-Lagen-Hairpin-Technik ermöglicht einen optimalen Kupfer-Füllfaktor und damit eine grosse Leistungsdichte. Es ist auch die erste Antriebsmotorkonstruktion für Ölkühlung. Vitesco wird die Aktivteile auf einer neuen Linie am Standort Tianjin produzieren. Der Produktionsbeginn des 800-V-Motors ist für das Jahr 2023 vorgesehen.

MechaniXnews – 15.09.2021

Updates over the air

Mit der Accelerate-Strategie beschleunigt VW die Transformation zum Software- orientierten Mobilitätsanbieter. Alle ID-Modelle erhalten per Mobilfunk regelmässige Software-Aktualisierungen. Mit der Vernetzung der gesamten ID-Flotte schafft VW die Grundlage für neue Geschäftsmodelle. Das Unternehmen will seine Kunden künftig etwa alle zwölf Wochen mit kostenloser Software versorgen, um die Fahrzeuge stets auf dem neusten Stand zu halten. Einige der neuen Funktionen betreffen das ID-Light, das Lichtband unter der Windschutzscheibe. Es liefert dem Fahrer jetzt Hinweise, die ihn etwa beim energiesparenden Fahren und beim Fahren mit der automatischen ACC-Distanzregelung intuitiv unterstützen. Verbessert wird auch die Bildverarbeitung der Multifunktionskamera. Sie erkennt Motorräder und andere Verkehrsteilnehmer noch schneller.

MechaniXnews – 13.09.2021

Wirkungsgradrekord für flexible Solarzellen

Eine Forschergruppe der Empa hat den Wirkungsgrad von flexiblen Solarzellen auf den neuen Rekordwert von 21,4 % angehoben. Zum Vergleich: Der beste Wirkungsgrad einer herkömmlichen, nicht biegsamen Solarzelle aus kristallinem Silizium liegt bei 26,7 %. Zur Herstellung von hocheffizienten flexiblen Solarzellen dient die Niedrigtemperatur-Verdampfungsmethode auf einer Polymerfolie, auf der sich das lichtabsorbierende Halbleitermaterial als hauchdünner Film absetzt. Flexible Solarmodule mit dieser Technologie eignen sich besonders für Anwendungen auf Dächern und Fassaden von Gebäuden, für Gewächshäuser, Transportfahrzeuge, Luftschiffe und tragbare Elektronik. Die Empa arbeitet mit der Schweizer Firma Flisom, einem Spin-off der Empa und der ETH Zürich, an der Rolle-zu-Rolle-Herstellung solcher Module.

MechaniXnews – 10.09.2021

Autobauer gehen fremd

Immer mehr Autohersteller bieten zusätzlich zu ihrem Modellprogramm auch Zweiräder an. Dabei hilft die Elektromobilität stark mit, denn E-Bikes und E-Motorräder erfreuen sich ständig zunehmender Beliebtheit. Neuste Vorstellung ist ein von Polestar in Zusammenarbeit mit dem schwedischen Unternehmen Cake entwickeltes Elektromotorrad. Die Makka Polestar Edition by Cake wird nun erstmals auf der IAA in München gezeigt. Sie soll das gemeinsame Bestreben der beiden Marken, den Wandel hin zu nachhaltiger Mobilität zu beschleunigen, weiter unterstreichen. Über eine Anhängerkupplung am Heck eines Polestar 2 kann das Motorrad transportiert und während der Fahrt direkt am Auto aufgeladen werden. Einmal geparkt, kann es als Pendlerfahrzeug für die letzte Meile in der Stadt oder auch für Abenteuer im Gelände genutzt werden.

MechaniXnews – 08.09.2021

Ladekabel mit integrierter Technik

Bosch will das Laden von Elektroautos erleichtern und bietet nun ein flexibles Ladekabel mit integrierter Steuerungs- und Sicherheitstechnik an. Das „Flexible Smart Charging Cable“, das jetzt auf der IAA Mobility in München Weltpremiere feiert, wiegt weniger als 3 kg, ist also rund 40 % leichter als herkömmliche Ladekabel mit Kontrollbox. Das dreiphasige Kabel ermöglicht Mode-2- und Mode-3-Laden von Wechselstrom mit bis zu 22 kW. Stromtanken zu Hause funktioniert mit dem Flexible Smart Charging Cable auch ohne Wallbox. Im fahrzeugseitigenTyp-2-Stecker befinden sich die Komponenten zum Steuern und Überwachen der Ladeleistung, und am anderen Ende sind im Haushaltsstecker mit Adapter-Temperaturkontrolle sowie Fehlerstromschutzschalter untergebracht.

MechaniXnews – 06.09.2021

Schwedenstahl – aber bitte grün

Bis 2039 will Mercedes die PKW-Modellpalette entlang der ganzen Wertschöpfungskette CO2-neutral machen – einschliesslich Lieferantennetzwerk. Auf diesem Weg gilt es auch, eine „grüne“ Stahlproduktion zu erreichen. Dazu hat Mercedes mit dem schwedischen Stahlhersteller SSAB eine Partnerschaft für CO2-freien Stahl gestartet. Schon seit 2016 arbeitet SSAB in diesem Bereich mit den ebenfalls schwedischen Bergbau-  und Energieunternehmen LKAB und Vattenfall zusammen. Zur Herstellung des Stahls setzt SSAB auf Wasserstoff und fossilfreien Strom. Anstelle von Kokskohle verwendet das Unternehmen Wasserstoff, um Eisenoxid zu Roheisen zu reduzieren – ein wichtiger Schritt hin zu einer nahezu CO2-freien Stahlwertschöpfungskette. SSAB will den Markt ab 2026 in industriellem Massstab beliefern.

MechaniXnews – 03.09.2021

Höhenstandsensierung im Fahrwerk

Zulieferer ZF entwickelt einen Fahrwerksensor, der zahlreiche Vorteile bringen soll. Der Sensor wird nicht an der Karosserie befestigt, sondern in die Fahrwerklagerung integriert. Neben der dynamischen Leuchtweitenregulierung unterstützt er mehrere Fahrwerksysteme. Er erfasst Fahrbahndefekte und erkennt unfreiwillige Kontakte mit hohen Trottoirkanten, die zu einer Schädigung wichtiger und sicherheitsrelevanter Fahrwerkkomponenten führen könnten. Auch Unterschiede in der Beladung werden sensiert und als Informationen für elektronische Sicherheitssysteme weitergegeben. Darüber hinaus könnte ZF künftig weitere Sensorfunktionen integrieren und so den technischen Zustand beispielsweise eines Mietfahrzeugs dokumentieren. Der Sensor steht aktuell kurz vor der Serienreife, der Produktionsstart ist für 2023 geplant.

MechaniXnews – 01.09.2021

Kampf gegen den Wind

Mit bis zu 300 km/h umschlingt der Wind bei den aerodynamischen Tests den Bugatti Centodieci. Dazu treibt ein 9300 PS starker Motor einen 8 m grossen Propeller an und sorgt so für einen Luftzug, der ein Flugzeug zum Abheben bringt. Dies soll der Centodieci auf keinen Fall tun. Fünf Bänder simulieren die hohe Geschwindigkeit, je eines unter jedem Reifen, ein fünftes unter dem Fahrzeugboden, um die Luftströmungen unter dem Auto zu erzeugen. Bei einem Fahrzeug, das über 350 km/h fährt, müssen Aerodynamik und Abtriebswerte zu 100% stimmen. Entscheidend für den Thermohaushalt des 8-l-W16-Motors mit 1600 PS ist ausserdem die seitliche Luftanströmung. Den Centodieci hat Bugatti auf zehn Fahrzeuge limitiert. Diese waren innerhalb weniger Stunden zum Stückpreis von 8 Mio. Euro ausverkauft. Die Auslieferung erfolgt ab dem kommenden Jahr.

MechaniXnews – 30.08.2021

Eni und BASF stellen Biopropanol her

Das Energieunternehmen Eni und der Chemiekonzern BASF entwickeln eine nachhaltige Technologie zur Herstellung von Biopropanol aus Glycerin, einem Nebenprodukt aus der Herstellung von industriellem Biodiesel. Bei jeder Tonne Biodiesel fallen rund 10 % Glycerin an. Das so gewonnene Propanol lässt sich als Drop-in-Biotreibstoff dem Benzin beimischen. Mit der neuen Technologie soll Glycerin mithilfe eines katalytischen Hydrotreating-Verfahrens in Propanol umgewandelt werden. Biopropanol bietet das Potenzial, Treibhausgasemissionen gegenüber fossilen Brennstoffen um 65 bis 75 % zu senken. Aufgrund seiner sehr hohen Oktanzahl ist Biopropanol auch ein wertvoller Bestandteil für die Herstellung von Superbenzin.

MechaniXnews – 27.08.2021

Vom Mont Blanc bis in die Sahara

Um die Performance unter extremen Bedingungen zu analysieren, werden neue Hybrid- und Elektromotoren von Seat in Klimakammern. In den Simulationsräumen des Testzentrums in Martorell kann die Temperatur zwischen –40 und +60 °C beliebig verändert werden. So kann sibirische Kälte und tropische Hitze simuliert werden, ohne das ein Fahrzeug in diese Gegenden fahren muss. Auch Höhentests sind für die Ingenieure essenziell, besonders für Länder in Mittel- und Südamerika. Allerdings darf in der Simulation eine Höhe von 3000 Metern nicht überschritten werden. Neben den Klimakammern verfügt das Zentrum über neun Multi-Energie-Prüfstände, mit denen man Motoren aller Art testen kann – von der Entwicklungsphase bis hin zur Abnahme. Diese laufen rund um die Uhr und führen so jährlich mehr als 14’000 Motortests durch.